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    <title>somebib</title>
    <link>https://somebib.writeas.com/</link>
    <description>Mit Herz &amp; Verstand fürs Digitale in Bibliotheken.</description>
    <pubDate>Thu, 30 Apr 2026 13:35:27 +0000</pubDate>
    <item>
      <title>Zwischen Hype, Haltung und Hands-on: Rückblick auf den 9. Bibliothekskongress</title>
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      <description>&lt;![CDATA[Vom 24. bis 27. Juni 2025 traf sich die Fachcommunity aus Bibliotheken und Informationseinrichtungen unter dem Motto #BibliothekenEntschlossenDemokratisch in Bremen zum 9. Bibliothekskongress aka 113. BiblioCon - mit einem Programm, das erneut eine große Bandbreite an Themen, Formaten und Diskursen bot.&#xA;&#xA;Zwischen methodischen Impulsen, technologischen Innovationen und reflexiven Perspektiven wurde deutlich: Die Frage ist längst nicht mehr, ob Bibliotheken digital sind. Die entscheidende Frage lautet: Wie?&#xA;&#xA;!--more--&#xA;&#xA;---&#xA;&#xA;Dehype your library - mehr Haltung, weniger Technikfaszination&#xA;&#xA;Der Beitrag des Netzwerks Bibliothek Medienbildung setzte ein klares Zeichen gegen unreflektierte Technikbegeisterung. Diskutiert wurde, wie sich Bibliotheken gegenüber neuen Technologien positionieren können, ohne jedem Hype hinterherzulaufen. Informationskompetenz müsse weiter gedacht und vor allem gelebt werden - nicht nur in Bezug auf Inhalte, sondern hinsichtlich digitaler Produkte, Geräte und Plattformen. Eine abwägende Haltung, die sich an Nutzungsrealitäten und strategischen Zielen orientiert, wurde als zentrale Kompetenz identifiziert.&#xA;&#xA;  Indem wir unsere eigene Informationskompetenz leben und auf Produkte und Technologien anwenden, machen wir unsere Bibliotheken zu den zuverlässigen Ankerpunkten in einer hyperreaktiven Welt. Mit dem Berufsethos als informationskompetente und damit kritische Denker können wir die Zukunft unserer Bibliotheken klug und nachhaltig gestalten. &#xA;    \~ Andreas Langer, Netzwerk Bibliothek Medienbildung&#xA;&#xA;Zukünfte gestalten statt konsumieren&#xA;&#xA;In der Projektpräsentation “Snapshots from the Future” der TIP-Award-Preisträger:innen der HdM Stuttgart ging es um die aktive Gestaltung von Zukunftsoptionen mithilfe von Methoden wie STEEP-Analyse, Futures-Wheel und Szenarien-Entwicklung. Der Einsatz von KI-Tools diente hier nicht der Demonstration technischer Möglichkeiten, sondern der Frage, wie Bibliotheken Gestaltungsbereitschaft aktivieren und fördern können - bei sich selbst wie bei Nutzer:innen. Entwickelt wurden Empfehlungen für öffentliche und wissenschaftliche Bibliotheken, die sie für die Zukunft wappnen sollen.&#xA;&#xA;Lernräume neu denken: Escape Room &amp; Promptathon&#xA;&#xA;Das mit dem TIP-Award ausgezeichnete Projekt “Time Attack - Lost in Architecture” von MALIS-Studierenden der TH Köln demonstrierte eindrücklich, wie spielerische Formate wie Escape Rooms als explorative Lernumgebungen dienen können. Entdecken statt erklärt bekommen, Kollaboration statt Konsum - das didaktische Konzept überzeugte durch hohe Anschlussfähigkeit an bibliothekspädagogische Zielsetzungen wie hier der Einführung in die Bibliothek und Literaturrecherche für (Architektur-)Studierende der FH Münster.&#xA;&#xA;Beim Auftakt eines geplanten Promptathons wurde die Entwicklung geeigneter Prompts für KI-gestützte Arbeitsprozesse in Bibliotheken zum Lerngegenstand. Der Aufbau einer Promptothek eröffnet konkrete Möglichkeiten zur Nachnutzung und Weiterentwicklung: https://promptothek.ub.uni-due.de/&#xA;&#xA;Meine aktiven #Freiraum25 - Sessions: Perspektivenvielfalt und Praxisnähe&#xA;&#xA;Die Session zur Partnerland-Initiative mit der Tschechischen Republik unter der Frage “Was war, was bleibt, was kommt?” bot Gelegenheit zur Reflexion über drei Jahre gelebter Zusammenarbeit. Stimmen aus beiden Ländern kamen in einem eigens produzierten Film zu Wort - ehrlich, nachdenklich, zukunftsgewandt. Die Session zeigte, dass internationale Partnerschaften nicht nur Austausch, sondern auch Selbstvergewisserung ermöglichen: Wo stehen wir und was wollen wir weitergeben?&#xA;&#xA;    Match and Meet your Partner Library auf https://www.librarynextdoor.net/&#xA;&#xA;Ebenfalls im #Freiraum25 wurde unter dem Titel “Café Digital - Wenn Erfolg zur Herausforderung wird” über Digitalberatung für Senior:innen diskutiert. Diese Angebote, die vielerorts stark nachgefragt sind, stoßen zunehmend an personelle und strukturelle Grenzen. Im Fokus standen Praxibeispiele, Bedarfsanalysen und erste Ansätze zur nachhaltigen Verstetigung - vom Peer-Learning bis hin zu Kooperationen mit externen Akteur:innen.&#xA;&#xA;    mehr zum Malteser Café Digital der Stadtbücherei Frankfurt am Main&#xA;&#xA;TechnoThek, Temi &amp; Co.: Digitalisierung zum Mitmachen&#xA;&#xA;Formate wie die TechnoThek in Hannover oder die Robotik-Initiative aus Bergheim zeigten, wie digitale Technologien in der Bibliothek nicht nur ausgestellt, sondern erfahrbach gemacht werden können - von Tutorials und Makerspaces bis hin zum mehrsprachigen Avatar mit Kataloganbindung. Bei aller Innovationsfreude wurde jedoch deutlich: Solche Projekte sind arbeitsintensiv und benötigenb klare Zielsetzungen, tragfähige Strukturen und ausreichend Ressourcen - gerade in der Einführungs- und Testphase.&#xA;&#xA;    auch in der Stadtbücherei Frankfurt am Main könnt ihr eine TechnoThek entdecken&#xA;&#xA;DigitalFit, aber menschenzentriert&#xA;&#xA;Ein Highlight aus dem internationalen Programm war die Präsentation von DigitalFit aus Nordschleswig (Dänemark). Hier zeigte sich, wie digitale Teilhabe mit Empathie, methodischem Geschick und Geduld gelingen kann - besonders für ältere Menschen. Die Sessions setzen bewusst auf kleine Gruppen, niedrigschwellige Materialien und inviduelle Begleitung. Ein Ansatz, der viel Zeit erfordert - und zugleich deutlich macht, was es bedeutet, als Bibliothek ein Ort für alle zu sein.&#xA;&#xA;Weniger tun, aber besser&#xA;&#xA;Der Beitrag aus Bremen zur Profilbildung von Bibliotheken richtete den Blick nach innen: Wer sind wir, wofür stehen wir - und was lassen wir bewusst weg? In Teams wurden Werte, Zielgruppen und Standortprofile diskutiert. Der Appell: Qualität vor Quantität. Projekte strategisch zu hinterfragen, statt beliebig neue Themen aufzusatteln, erschien in Zeiten zunehmender Komplexität besonders relevant.&#xA;&#xA;Fazit&#xA;&#xA;Der diesjährige Bibliothekskongress bot keine schnellen Antworten - aber viele gute Fragen. Es wurde deutlich, dass Bibliotheken heute mehr denn je strategisch denken, kollaborativ handeln und partizipativ gestalten müssen. Technische Lösungen sind kein Selbstzweck, sondern Teil eines größeren Zielrahmens: Informationsgerechtigkeit, Teilhabe und Bildung - für alle, nicht nur für Technikaffine. Es braucht keine nächste Trendwelle. Es braucht Haltung. Und Austausch. Vielleicht genau so, wie er in Bremen stattfand.&#xA;&#xA;]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Vom 24. bis 27. Juni 2025 traf sich die Fachcommunity aus Bibliotheken und Informationseinrichtungen unter dem Motto <a href="https://somebib.writeas.com/tag:BibliothekenEntschlossenDemokratisch" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">BibliothekenEntschlossenDemokratisch</span></a> in Bremen zum 9. Bibliothekskongress aka 113. BiblioCon – mit einem Programm, das erneut eine große Bandbreite an Themen, Formaten und Diskursen bot.</p>

<p>Zwischen methodischen Impulsen, technologischen Innovationen und reflexiven Perspektiven wurde deutlich: Die Frage ist längst nicht mehr, ob Bibliotheken digital sind. Die entscheidende Frage lautet: Wie?</p>



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<p><strong>Dehype your library – mehr Haltung, weniger Technikfaszination</strong></p>

<p>Der Beitrag des <a href="https://netzwerk-bibliothek.de/de_DE/home">Netzwerks Bibliothek Medienbildung</a> setzte ein klares Zeichen gegen unreflektierte Technikbegeisterung. Diskutiert wurde, wie sich Bibliotheken gegenüber neuen Technologien positionieren können, ohne jedem Hype hinterherzulaufen. Informationskompetenz müsse weiter gedacht und vor allem gelebt werden – nicht nur in Bezug auf Inhalte, sondern hinsichtlich digitaler Produkte, Geräte und Plattformen. Eine abwägende Haltung, die sich an Nutzungsrealitäten und strategischen Zielen orientiert, wurde als zentrale Kompetenz identifiziert.</p>

<blockquote><p>Indem wir unsere eigene Informationskompetenz leben und auf Produkte und Technologien anwenden, machen wir unsere Bibliotheken zu den zuverlässigen Ankerpunkten in einer hyperreaktiven Welt. Mit dem Berufsethos als informationskompetente und damit kritische Denker können wir die Zukunft unserer Bibliotheken klug und nachhaltig gestalten.</p>

<p>~ Andreas Langer, Netzwerk Bibliothek Medienbildung</p></blockquote>

<p><strong>Zukünfte gestalten statt konsumieren</strong></p>

<p>In der Projektpräsentation <em>“Snapshots from the Future”</em> der TIP-Award-Preisträger:innen der HdM Stuttgart ging es um die aktive Gestaltung von Zukunftsoptionen mithilfe von Methoden wie <a href="https://elearning.izt.de/files/onlinekurse/Zukunftsforschung/ZF_Methoden_Onlinekurs/steep_analyse_steep_analyse.html">STEEP-Analyse</a>, <a href="https://www.baks.bund.de/de/aktuelles/methoden-zur-strategischen-vorausschau-futures-wheel">Futures-Wheel</a> und Szenarien-Entwicklung. Der Einsatz von KI-Tools diente hier nicht der Demonstration technischer Möglichkeiten, sondern der Frage, wie Bibliotheken Gestaltungsbereitschaft aktivieren und fördern können – bei sich selbst wie bei Nutzer:innen. Entwickelt wurden Empfehlungen für öffentliche und wissenschaftliche Bibliotheken, die sie für die Zukunft wappnen sollen.</p>

<p><strong>Lernräume neu denken: Escape Room &amp; Promptathon</strong></p>

<p>Das mit dem TIP-Award ausgezeichnete Projekt <em>“Time Attack – Lost in Architecture”</em> von MALIS-Studierenden der TH Köln demonstrierte eindrücklich, wie spielerische Formate wie Escape Rooms als explorative Lernumgebungen dienen können. Entdecken statt erklärt bekommen, Kollaboration statt Konsum – das didaktische Konzept überzeugte durch hohe Anschlussfähigkeit an bibliothekspädagogische Zielsetzungen wie hier der Einführung in die Bibliothek und Literaturrecherche für (Architektur-)Studierende der FH Münster.</p>

<p>Beim Auftakt eines <a href="https://www.fu-berlin.de/sites/ub/ueber-uns/termine/2026-01-16-promptathon-bib.html">geplanten Promptathons</a> wurde die Entwicklung geeigneter Prompts für KI-gestützte Arbeitsprozesse in Bibliotheken zum Lerngegenstand. Der Aufbau einer Promptothek eröffnet konkrete Möglichkeiten zur Nachnutzung und Weiterentwicklung: <a href="https://promptothek.ub.uni-due.de/">https://promptothek.ub.uni-due.de/</a></p>

<p><strong>Meine aktiven <a href="https://somebib.writeas.com/tag:Freiraum25" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Freiraum25</span></a> – Sessions: Perspektivenvielfalt und Praxisnähe</strong></p>

<p>Die Session zur Partnerland-Initiative mit der Tschechischen Republik unter der Frage <em>“Was war, was bleibt, was kommt?”</em> bot Gelegenheit zur Reflexion über drei Jahre gelebter Zusammenarbeit. Stimmen aus beiden Ländern kamen in einem eigens produzierten Film zu Wort – ehrlich, nachdenklich, zukunftsgewandt. Die Session zeigte, dass internationale Partnerschaften nicht nur Austausch, sondern auch Selbstvergewisserung ermöglichen: Wo stehen wir und was wollen wir weitergeben?</p>

<blockquote><blockquote><p>Match and Meet your Partner Library auf <a href="https://www.librarynextdoor.net/">https://www.librarynextdoor.net/</a></p></blockquote>
</blockquote>

<p>Ebenfalls im <a href="https://somebib.writeas.com/tag:Freiraum25" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Freiraum25</span></a> wurde unter dem Titel <em>“Café Digital – Wenn Erfolg zur Herausforderung wird”</em> über Digitalberatung für Senior:innen diskutiert. Diese Angebote, die vielerorts stark nachgefragt sind, stoßen zunehmend an personelle und strukturelle Grenzen. Im Fokus standen Praxibeispiele, Bedarfsanalysen und erste Ansätze zur nachhaltigen Verstetigung – vom Peer-Learning bis hin zu Kooperationen mit externen Akteur:innen.</p>

<blockquote><blockquote><p>mehr zum <a href="https://frankfurt.de/service-und-rathaus/verwaltung/aemter-und-institutionen/stadtbuecherei/startseite-ueber-uns/cafe-digital">Malteser Café Digital der Stadtbücherei Frankfurt am Main</a></p></blockquote>
</blockquote>

<p><strong>TechnoThek, Temi &amp; Co.: Digitalisierung zum Mitmachen</strong></p>

<p>Formate wie die <a href="https://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Bildung/Bibliotheken-Archive/Stadtbibliothek-Hannover/Veranstaltungen/TechnoThek-Hannover">TechnoThek in Hannover</a> oder die <a href="https://www.stadtbibliothek.bergheim.de/vor-ort/service-roboter-temi-und-seine-kollegen-die-avatare.php">Robotik-Initiative aus Bergheim</a> zeigten, wie digitale Technologien in der Bibliothek nicht nur ausgestellt, sondern erfahrbach gemacht werden können – von Tutorials und Makerspaces bis hin zum mehrsprachigen Avatar mit Kataloganbindung. Bei aller Innovationsfreude wurde jedoch deutlich: Solche Projekte sind arbeitsintensiv und benötigenb klare Zielsetzungen, tragfähige Strukturen und ausreichend Ressourcen – gerade in der Einführungs- und Testphase.</p>

<blockquote><blockquote><p><a href="https://frankfurt.de/service-und-rathaus/verwaltung/aemter-und-institutionen/stadtbuecherei/junge-leserinnen/technothek">auch in der Stadtbücherei Frankfurt am Main könnt ihr eine TechnoThek entdecken</a></p></blockquote>
</blockquote>

<p><strong>DigitalFit, aber menschenzentriert</strong></p>

<p>Ein Highlight aus dem internationalen Programm war die Präsentation von <a href="https://www.nordschleswiger.dk/de/nordschleswig-hadersleben-unsere-digitale-zukunft/digital-fit-sein-jetzt-auch-hadersleben">DigitalFit aus Nordschleswig</a> (Dänemark). Hier zeigte sich, wie digitale Teilhabe mit Empathie, methodischem Geschick und Geduld gelingen kann – besonders für ältere Menschen. Die Sessions setzen bewusst auf kleine Gruppen, niedrigschwellige Materialien und inviduelle Begleitung. Ein Ansatz, der viel Zeit erfordert – und zugleich deutlich macht, was es bedeutet, als Bibliothek ein Ort für alle zu sein.</p>

<p><strong>Weniger tun, aber besser</strong></p>

<p>Der Beitrag aus Bremen zur Profilbildung von Bibliotheken richtete den Blick nach innen: Wer sind wir, wofür stehen wir – und was lassen wir bewusst weg? In Teams wurden Werte, Zielgruppen und Standortprofile diskutiert. Der Appell: Qualität vor Quantität. Projekte strategisch zu hinterfragen, statt beliebig neue Themen aufzusatteln, erschien in Zeiten zunehmender Komplexität besonders relevant.</p>

<p><strong>Fazit</strong></p>

<p>Der diesjährige Bibliothekskongress bot keine schnellen Antworten – aber viele gute Fragen. Es wurde deutlich, dass Bibliotheken heute mehr denn je strategisch denken, kollaborativ handeln und partizipativ gestalten müssen. Technische Lösungen sind kein Selbstzweck, sondern Teil eines größeren Zielrahmens: Informationsgerechtigkeit, Teilhabe und Bildung – für alle, nicht nur für Technikaffine. Es braucht keine nächste Trendwelle. Es braucht Haltung. Und Austausch. Vielleicht genau so, wie er in Bremen stattfand.</p>

<p><img src="https://i.snap.as/cWEtAGNJ.jpg" alt=""/></p>
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      <guid>https://somebib.writeas.com/zwischen-hype-haltung-und-hands-on-rueckblick-auf-den-9-bibliothekskongress</guid>
      <pubDate>Mon, 28 Jul 2025 16:29:02 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>re:publica 2025</title>
      <link>https://somebib.writeas.com/re-publica-2025?pk_campaign=rss-feed</link>
      <description>&lt;![CDATA[Okay, bevor sich in den folgenden Wochen neue Eindrücke von meinem ersten Hessentag-Einsatz in Bad Vilbel, meinem zweiten Fachtag Medien im Museum für Kommunikation in Frankfurt und der nächsten BiblioCon in Bremen in den Vordergrund drängen, wird es höchste Zeit für eine #rp25 - recap.&#xA;&#xA;First things first: es war meine erste re:publica - aber sicher nicht meine letzte. Und ich finde, Europas größtem Festival zur digitalen Gesellschaft sollte in der Bibliotheks- und Informationswelt zukünftig noch mehr Beachtung geschenkt werden (und umgekehrt, wobei wir das vielleicht auch selbst in der Hand haben).&#xA;&#xA;!--more--&#xA;&#xA;---&#xA;&#xA;Nachdem die pre:publica leider buchstäblich etwas ins Wasser gefallen ist, stellte sich das richtige Festival-Feeling beim Opening dann doch recht schnell ein. Mit, wenn ich es mir richtig notiert habe, 600 Sessions auf 27 Bühnen, war aber auch die FOMO direkt am Start.&#xA;&#xA;Werfen wir traditionell mal einen schnellen Blick auf die Sessions, an denen ich teilgenommen habe, bevor wir inhaltlich einsteigen:&#xA;&#xA; GenerationXYZ: Digitale Heimaten, digitale Zukünfte&#xA;    (Patricia Cammarata, Theresia Crone, Johnny Haeusler, Oğuz Yilmaz) - Aufzeichnung&#xA;&#xA; Digitale Governance: Wie umgehen mit den Entwicklungen sozialer Netzwerke wie Instagram, Facebook oder X?&#xA;    (Beate Stoffers, Norbert Taubken)&#xA;&#xA; Blamieren oder Kopieren - Wie der Bund das Nachnutzen digitaler Lösungen in Kommunen fördern kann&#xA;    (Mathias Großklaus, Robert Peter) - Aufzeichnung&#xA;&#xA; Aus den Flicken einen Teppich machen - lückenlose Medienbildung jetzt!&#xA;    (Nadine Berlenbach, Niels Brüggen, Rüdiger Fries, Daniel Hoffmann, Mieke Garbe, Kristina Richter)&#xA;&#xA; Verwaltungsdigitalisierung made in Berlin&#xA;    (Martina Klement, Ulf Buermeyer) - Aufzeichnung&#xA;&#xA; Was wir Erwachsenen bei “Future Skills” falsch verstanden haben. Ein Plädoyer für ein cross-generationales Lernprojekt&#xA;    (Jöran Muuß-Merholz)&#xA;&#xA; Vom Mut zum Aufhören: Wie Exnovation die Zukunft gestaltet&#xA;    (Sandra Bils)&#xA;&#xA; Bürokratie 2.0: Wie Technologie das Vertrauen in unsere Demokratie wiederherstellen kann&#xA;    (Till Behnke)&#xA;&#xA; Öffentlicher IT-Support für alle Menschen!&#xA;    (Jacob Svaneeng)&#xA;&#xA;10. Digital die Welt retten? - NGO Arbeit &amp; Ehrenamt im Wandel der Zeit&#xA;    (Lena Fünfsinn, Martina Quast, Robin Elias Alef, Hanna Klimpe) - Aufzeichnung&#xA;&#xA;11. Draußen TikTok, drinnen Fax. Vom Quereinstieg in eine Behörde&#xA;    (Ann Cathrin Riedel, Laura Dornheim, Katrin Lütkemöller Shaw)&#xA;&#xA;12. Demokratie aktiv schützen: ein Lernfeld für die Verwaltung&#xA;    (Jaschka Selinger, Doreen Denstädt, Julia Kümper)&#xA;&#xA;13. XYZ? Generationenlabels zementieren doch nur Vorurteile!&#xA;    (Robert Eysoldt)&#xA;&#xA;14. Kick-Starting the Maker Movement in Czechia: From a Beer to FAB25 - A Flagship Event for 1,100 Makers&#xA;    (Barbara Liskova)&#xA;&#xA;15. Zeit für ein Upgrade unserer Menschlichkeit&#xA;    (Lunia Hara) - Aufzeichnung&#xA;&#xA;16. It’s generational! Why we clash and how we’ll squash the beef&#xA;    (Johannes Lukas Gartner, Linn Friedrichs) - Aufzeichnung&#xA;&#xA;17. Ein Märchen über Innovation für jung und alt&#xA;    (Marina Schakarian, Jannis Schakarian) - Aufzeichnung&#xA;&#xA;18. Skills, Skills, Skills - Wie ich mit Weiterbildung meinen Job und die Transformation gestalten kann&#xA;    (Aileen Körfer, Moritz Ansmann) - Aufzeichnung&#xA;&#xA;19. KI-Einsatz in Schulen - was geht? Und was geht so gar nicht?&#xA;    (Nele Hirsch, Marit Hansen, Tim Krieger, Jan Schallaböck)&#xA;&#xA;20. Die Zukunft serviert: Wie KI und Robotik das Genuss-Marketing neu definieren&#xA;    (WilliWein TailorWine, Alexandra Wrann, Philipp Mann, Katja Jäger) - Aufzeichnung noch nicht online&#xA;&#xA;21. Ungeschützter Verkehr mit Robotern - Wie leben mit autonomen Lieferfahrzeugen im öffentlichen Raum?&#xA;    (Lena Fiedler, Paul Schweidler) - Aufzeichnung noch nicht online&#xA;&#xA;22. Collective Ownership: Wie der Staat von morgen aussehen sollte und wie wir ihn bereits jetzt finden&#xA;    (Tiaji Sio, Arne Treves, Georg Diez) - Aufzeichnung&#xA;&#xA;23. Jetzt aber! Warum ein funktionierendes eGovernment für Deutschland und Europa dringlicher ist, denn je!&#xA;    (Fritzi Köhler-Geib, Claudia Plattner, Karen Funk) - Aufzeichnung&#xA;&#xA;24. Happy!&#xA;    (Marcus John Henry Brown) - Aufzeichnung \[EN\]&#xA;&#xA;25. Demenz: Teilhabe mit digitalen Tools ermöglichen?&#xA;    (Sven Paul, Michael Zeiler, Saskia Weiß, Zarah-Louise Roth) - Aufzeichnung&#xA;&#xA;26. Mind Matters: Bridging Generational Attitudes to Make Mental Health a Daily Wellness Priority&#xA;    (Prateep Beed) - Aufzeichnung noch nicht online&#xA;&#xA;27. Changemaking der nächsten Generation: “Conscious Tinkering” KI-osk&#xA;    (Joice Biazoto, Clara Bräuer, Odin Mühlenbein)&#xA;&#xA;28. BREATHE TO RESET: Nervous System Regulation in Seconds&#xA;    (Habiba Elisa Jaziri) - Aufzeichnung&#xA;&#xA;29. Deine Mediennutzung als Schlüsselanhänger&#xA;    (Anna Meide, Anna Eschenbacher)&#xA;&#xA;30. Digitale Brücken bauen: Förderung intergenerationaler Teilhabe im sozialen Brennpunkt&#xA;    (Sonja Schillings) - Aufzeichnung noch nicht online&#xA;&#xA;Okay, 30 Sessions verteilt auf 3 Tage kann ich kaum in einem Blogpost aufarbeiten. Deswegen möchte ich es wie mit meiner Sessionplanung halten und genauer auf die Sessions eingehen, die nicht aufgezeichnet wurden. Darüber hinaus möchte ich mich an einer Einordnung zur Relevanz der Inhalte für Bibliotheken und Maker:innen versuchen. Vielleicht lasse ich mich dabei anhand meiner Notizen (Transparenz-Disclaimer) ein bisschen von “der KI” unterstützen.&#xA;Alle anderen Sessions könnt ihr euch bereits jetzt bzw. nach und nach auf YouTube ansehen: Playlist auf dem Kanal von der re:publica.&#xA;&#xA;Meine Schwerpunkte in der Sessionauswahl lagen, wie unschwer zu erkennen auf: Verwaltungsdigitalisierung, Bibliotheksangebote, Maker-Activities, Robotics und Mental Health.&#xA;&#xA;Abseits von Bühnen und Sessions habe ich mich über einige nette Begegnungen, unter anderem mit Adas großen und kleinen Geschwistern aus der Stadtbibliothek Spandau gefreut.&#xA;&#xA;---&#xA;&#xA;Digitale Governance: Wie umgehen mit den Entwicklungen sozialer Netzwerke wie Instagram, Facebook oder X?&#xA;&#xA;Digitale Räume bieten niederschwelligen Zugang zu Information, Teilhabe und demokratischer Mitgestaltung – bergen aber auch Risiken wie Desinformation, Manipulation, fehlende Kontrolle und unklare Regelwerke. Ein zentrales Ziel ist es, die digitale Gesellschaft so zu gestalten, dass sie demokratische Strukturen stärkt: durch Bildung, Partizipation, transparente Kommunikation und verlässliche Informationswege.&#xA;&#xA;Akteure und Verantwortung&#xA;&#xA;Stiftung Zukunft Berlin steht exemplarisch für zivilgesellschaftliche Beteiligung an digitalen Debatten.&#xA;Es braucht interdisziplinäre Stimmen – nicht nur Politiker:innen, sondern auch Fachleute mit spezifischem Know-how.&#xA;Unternehmen, Staat und Zivilgesellschaft müssen gemeinsam neue Formen der Digital Governance entwickeln.&#xA;&#xA;Soziale Medien und Informationsverhalten&#xA;&#xA;Soziale Netzwerke sind dominante Informationskanäle für viele Menschen.&#xA;Politiker:innen und Institutionen nutzen sie zunehmend zur Kommunikation.&#xA;Gleichzeitig herrscht eine Ambivalenz zwischen niedriger Zugangsschwelle und fehlender Kontrolle über Inhalte, Algorithmen und Wahrheitsprüfung.&#xA;&#xA;Regelwerke und Steuerung&#xA;&#xA;Digitale Räume operieren zwischen individuellen Regeln, gesetzlichen Vorgaben und oft fehlenden verbindlichen Strukturen.&#xA;Es stellt sich die Frage: Welche Regulierung ist nötig – und wo beginnt Zensur?&#xA;Staatliche Akteure sind gefordert, klare Rahmenbedingungen zu schaffen, ohne Innovation und Offenheit zu ersticken.&#xA;&#xA;Bibliotheken, Archive und andere Informationsinstitutionen haben eine zentrale Rolle in dieser Debatte:&#xA;&#xA;Bildungsauftrag und Medienkompetenz&#xA;&#xA;Bibliotheken müssen nicht nur Information bereitstellen, sondern auch deren Einordnung vermitteln: Wie entsteht Wissen? Was ist verlässlich? Wie funktionieren Algorithmen?&#xA;Der Bildungsauftrag wird zunehmend plattformbasiert: Bibliotheken sollen dort präsent sein, wo Menschen Informationen suchen – auch in sozialen Medien und dezentralen Netzen.&#xA;&#xA;Demokratische Infrastruktur&#xA;&#xA;Bibliotheken sind Orte der offenen Debatte, des Wissensaustauschs und der digitalen Teilhabe.&#xA;Als öffentliche Institutionen können sie Brücken schlagen zwischen Staat, Bürger:innen und digitalen Räumen.&#xA;&#xA;Plattformunabhängigkeit und Zugänglichkeit&#xA;&#xA;Informationen sollten nicht exklusiv auf wenigen zentralen Plattformen erscheinen.&#xA;Bibliotheken können durch Open-Access-Angebote, digitale Archive und dezentrale Kanäle Alternativen bieten.&#xA;&#xA;Vorbilder und Best Practices&#xA;&#xA;Es braucht mutige Projekte, die digitale Kommunikation demokratisch gestalten: Social-Media-Angebote, Digital-Literacy-Workshops, Beteiligungsformate.&#xA;Bibliotheken können als Reallabore für gute digitale Praxis dienen – unterstützt durch Förderungen und gezielte Partnerschaften.&#xA;&#xA;Die Bibliotheks- und Informationswelt steht an einem kritischen Punkt: Sie kann die Brücke zwischen analoger Demokratie und digitaler Öffentlichkeit sein. Ihre Verantwortung ist es, nicht nur Zugang zu Wissen, sondern auch kritische Reflexion und digitale Souveränität zu fördern. Dabei sollte sie bewusst auch in sozialen Medien präsent sein – mit Haltung, Wissen und Mut zur Gestaltung.&#xA;&#xA;---&#xA;&#xA;Aus den Flicken einen Teppich machen - lückenlose Medienbildung jetzt!&#xA;&#xA;Medienbildung ist nicht nur technisches Wissen, sondern bedeutet:&#xA;&#xA;Reflexionsfähigkeit,&#xA;kritische Mediennutzung,&#xA;und bewusste Teilhabe an digitalen Prozessen.&#xA;&#xA;Ziel ist ein digitales Deutschland, in dem alle Menschen Zugang zu Medienbildung haben – altersunabhängig, barrierearm und lebensweltlich verankert.&#xA;&#xA;Digitalkompetenz muss differenziert verstanden werden – nicht alle starten auf dem gleichen Niveau.&#xA;Empirisch basierte Personas helfen, Angebote an echten Lebenssituationen auszurichten: Eltern, Erwachsene, Senior:innen – mit unterschiedlichen Zugängen, Barrieren und Bedürfnissen.&#xA;  \[Zur Quelle: https://digid.jff.de/personas/\]&#xA;&#xA;Medienbildung für Eltern&#xA;&#xA;Eltern prägen nicht nur ihren eigenen Medienumgang, sondern auch den ihrer Kinder.&#xA;Medienbildung muss daher generationenübergreifend gedacht werden, z. B. durch niedrigschwellige Elternangebote, lokale Beratung und digitale Selbstlernangebote.&#xA;&#xA;Erwachsenenbildung im digitalen Kontext&#xA;&#xA;Zielgruppe ist heterogen – reicht von völligen Neueinsteiger:innen bis zu Menschen mit fortgeschrittenem Interesse.&#xA;Herausforderungen:&#xA;  Schüchternheit &amp; Unsicherheit im Zugang&#xA;  Überforderung durch Fachsprache oder Technik&#xA;  Fehlende Angebote für Fortgeschrittene&#xA;Es braucht:&#xA;  offene Anlaufstellen&#xA;  Mikroformate&#xA;  Vernetzte und sich ergänzende Strukturen&#xA;  Aufsuchende Formate jenseits klassischer Bildungsorte&#xA;&#xA;Medienbildung für Senior:innen&#xA;&#xA;Biografische Brüche (z. B. Ruhestand) bringen neue Lernbedarfe.&#xA;Digitale Teilhabe ist für viele nicht optional – z. B. durch digitale Behördenwege („digital only“).&#xA;Herausforderungen:&#xA;  Einsamkeit, fehlende Vorerfahrung, geringe Frustrationstoleranz&#xA;  Bildung findet oft vor Ort, ehrenamtlich, nicht-institutionell statt&#xA;Lösungen:&#xA;  Koordination der Angebote&#xA;  Ansprechpartner in jeder Kommune&#xA;  Gerechte Mittelverteilung&#xA;  Formate speziell für Ältere (klassische Medien + digitale Neuzugänge)&#xA;&#xA;Strukturen und Steuerung&#xA;&#xA;Föderale Struktur bewahren, aber:&#xA;  durch eine zentrale Koordinationsstelle unterstützen&#xA;Synergien schaffen:&#xA;  Kampagnenarbeit&#xA;  fortgeschrittene Themen&#xA;  kooperative Angebote zwischen Bildungsträgern, Gemeinden, Bibliotheken&#xA;&#xA;Neue Räume und Formate&#xA;&#xA;„Mikrofortbildungen“ als flexible, kreative Antwort auf Zeitmangel, Überforderung und Lebensnähe&#xA;Fantasievolle, lebensweltliche Formate in Cafés, Bibliotheken, Einkaufszentren&#xA;&#xA;Bibliotheken sind prädestiniert, eine tragende Rolle in der Medienbildung zu übernehmen:&#xA;&#xA;Niedrigschwellige Anlaufstelle&#xA;&#xA;Öffentliche Bibliotheken sind vertraute, offene Orte – ohne Zugangshürden.&#xA;Sie können Anlaufstellen für digitale Alltagsfragen sein – von Basiswissen bis KI.&#xA;&#xA;Zielgruppengerechte Angebote&#xA;&#xA;Mit Hilfe der Personas können Bibliotheken Programme für Eltern, Berufstätige oder Senior:innen differenzieren.&#xA;Sie bieten Raum für Selbstlernen, offene Sprechstunden, Mikroformate und Peer-Learning.&#xA;&#xA;Vernetzung, Koordination und lebensbegleitendes Lernen&#xA;&#xA;Bibliotheken können regionale Bildungsnetzwerke mitgestalten – zwischen Volkshochschulen, Seniorentreffs, Schulen und kommunaler Verwaltung.&#xA;Als Orte für informelles und formelles Lernen unterstützen Bibliotheken den ganzen Lebenszyklus der digitalen Bildung – vom Kita-Elternabend bis zum Tablet-Kurs für Hochaltrige.&#xA;&#xA;Digitale Selbstbestimmung&#xA;&#xA;Bibliotheken stärken durch Informationskompetenz und Datenschutzthemen die digitale Selbstbestimmung.&#xA;&#xA;Eine zukunftsorientierte Medienbildung ist vielfältig, vernetzt und zielgruppenorientiert. Die Bibliothekswelt kann in ihrer Infrastruktur, Offenheit und Vermittlungsfunktion eine Schlüsselrolle einnehmen – als Lernort, Beratungsraum, Begegnungsstätte und Plattform für digitale Teilhabe aller Menschen.&#xA;&#xA;---&#xA;&#xA;Was wir Erwachsenen bei “Future Skills” falsch verstanden haben. Ein Plädoyer für ein cross-generationales Lernprojekt&#xA;&#xA;Was sind Future Skills eigentlich?&#xA;&#xA;Nicht nur Technik oder Tools, sondern ein breites Spektrum an Haltungen, Denkweisen und Fähigkeiten:&#xA;  z. B. Kreativität, kritisches Denken, Neugier, Empathie, Medienkompetenz, Fehlerfreundlichkeit, Zeitmanagement, Umweltbewusstsein, Prompting-Skills, Data Literacy, etc.&#xA;Es geht um Kompetenzen für eine ungewisse Zukunft, nicht nur um gegenwartsbezogene Qualifikationen.&#xA;&#xA;Kompetenz vs. Qualifikation&#xA;&#xA;Kompetenz bedeutet:&#xA;  Wissen, Können und Haltung flexibel und anpassungsfähig auf neue Probleme übertragen zu können.&#xA;  Etwas zu lernen heißt nicht nur, es einmal anwenden zu können – sondern dauerhaft in variablen Kontexten.&#xA;Qualifikation ist punktuell – Kompetenz ist dynamisch.&#xA;&#xA;Was wird häufig missverstanden?&#xA;&#xA;Future Skills werden oft als Checkliste oder Buzzword-Katalog gesehen.&#xA;Es fehlen:&#xA;  tatsächliche Lerngelegenheiten&#xA;  konkrete Vermittlungsstrategien&#xA;  Raum für Reflexion und Praxisbezug&#xA;&#xA;Lösung: cross-generationales Lernen&#xA;&#xA;Das Lernen mit- und voneinander zwischen Generationen ist selbst ein „Super Future Skill“.&#xA;Wissen, Perspektiven und Erfahrungen sollten altersübergreifend geteilt werden.&#xA;Es braucht Begegnungsräume, wo Lernende gemeinsam Kompetenzen für die Zukunft aufbauen.&#xA;&#xA;Bibliotheken haben ideale Voraussetzungen, um das Thema „Future Skills“ ganzheitlich, zugänglich und generationenverbindend zu gestalten.&#xA;&#xA;Bibliotheken als Lernorte&#xA;&#xA;Bibliotheken können Future Skills nicht nur thematisch vermitteln, sondern sie praktisch erlebbar machen:&#xA;  z. B. in Workshops zu Medienkritik, Storytelling, Coding, Data Literacy, Argumentation, Diversitätskompetenz.&#xA;Sie fördern systemisches Denken, Interdisziplinarität, Achtsamkeit und kulturelle Bildung durch ihr vielseitiges Angebot.&#xA;&#xA;Cross-generationales Lernen aktiv ermöglichen&#xA;&#xA;Bibliotheken können Formate schaffen, in denen Alt und Jung gemeinsam lernen:&#xA;  z. B. bei KI-Sprechstunden, Repair-Cafés, Medienprojekten, Makerspaces, Tandem-Workshops.&#xA;Dabei geht es nicht um „Ältere erklären Jüngeren“ oder umgekehrt, sondern um gegenseitige Bereicherung.&#xA;&#xA;Kompetenzorientierung statt reiner Wissensvermittlung&#xA;&#xA;Zukunftskompetenz heißt: lernen, zu lernen.&#xA;Bibliotheken sollten Lernräume statt nur Lehrangebote gestalten – flexibel, interaktiv, anwendungsorientiert.&#xA;Die Förderung von Reflexions- und Transferfähigkeiten kann z. B. durch kreative Formate wie Design Thinking, Diskussionsrunden oder Selbstlernstationen erfolgen.&#xA;&#xA;Brücken bauen zwischen Bildung, Alltag und Lebenswelt&#xA;&#xA;Future Skills entstehen nicht in der Theorie – sie entstehen im Tun, im Austausch, im Leben.&#xA;Bibliotheken als niedrigschwellige Orte können zwischen formaler Bildung und informellem Lernen vermitteln – und generationenübergreifende Bildungsbrücken schlagen.&#xA;&#xA;Future Skills sind mehr als eine Liste moderner Fähigkeiten – sie sind ein lebenslanger Lernmodus. Bibliotheken können als offene, generationenverbindende Bildungsorte diesen Modus verkörpern. Ihr Potenzial liegt nicht nur in der Vermittlung von Inhalten, sondern in der Gestaltung von Räumen für gemeinsames, zukunftsgerichtetes, kompetenzbasiertes Lernen. Cross-generationales Lernen sollte dabei nicht die Ausnahme, sondern das Prinzip sein.&#xA;&#xA;---&#xA;&#xA;Vom Mut zum Aufhören: Wie Exnovation die Zukunft gestaltet&#xA;&#xA;Additiv vs. substraktiv Denken&#xA;&#xA;Unser Handeln ist oft additiv: Wir fügen Neues hinzu, ohne Altes zu hinterfragen.&#xA;Dabei ist substraktives Verhalten – also das gezielte Weglassen, Reduzieren oder Beenden – oft effektiver.&#xA;&#xA;Exnovation: Das bewusste Beenden&#xA;&#xA;Exnovation bedeutet: loslassen, verlernen, ausschleichen, de-investieren, abbauen.&#xA;Es ist ein strategischer Schritt, um Ressourcen freizusetzen und Raum für Neues zu schaffen.&#xA;Exnovation ist nicht das Gegenteil, sondern eine Voraussetzung von Innovation.&#xA;&#xA;Psychologische Hürden&#xA;&#xA;Loslassen fällt schwer, u. a. wegen:&#xA;  Verlustaversion&#xA;  Status-quo-Verzerrung&#xA;  Fehlinvestitionsfalle („Wir haben doch so viel reingesteckt“)&#xA;  Angst vor dem Unbekannten&#xA;Es braucht Tools, Reflexion und kulturelle Offenheit für den bewussten Rückbau.&#xA;&#xA;Vom Ende her denken&#xA;&#xA;Gutes Innovationsmanagement bedeutet: Schon beim Anfangen an das Aufhören denken.&#xA;Aufbau und Abbau gehören zusammen – für mehr Klarheit, Fokus und Nachhaltigkeit.&#xA;&#xA;\[Quelle und Praxisbezug: https://www.mi-di.de/exmove\]&#xA;&#xA;Bibliotheken sind als öffentliche Institutionen häufig Innovations- und Traditionsorte zugleich. Der Gedanke der Exnovation hat deshalb hohe Relevanz, wird aber bisher selten bewusst praktiziert.&#xA;&#xA;Bibliotheken als Orte des strategischen Aufräumens&#xA;&#xA;In Zeiten knapper Ressourcen (Personal, Raum, Finanzen) ist Exnovation ein Werkzeug zur Priorisierung:&#xA;  Welche Angebote, Tools, Projekte sind nicht mehr wirksam?&#xA;  Was kann zugunsten neuer Formate bewusst beendet werden?&#xA;&#xA;Raum für Neues schaffen&#xA;&#xA;Exnovation kann Bibliotheken helfen, Raum für Innovationen zu schaffen – z. B. für:&#xA;  neue Zielgruppen (z. B. junge Erwachsene, Berufstätige)&#xA;  neue Formate (z. B. digitale Labs, Makerspaces)&#xA;  neue Kooperationen (z. B. mit Bildungsinitiativen, Sozialräumen)&#xA;Wichtig: Nicht nur Neues anfangen, sondern auch bewusst alte Routinen loslassen.&#xA;&#xA;Kulturwandel in der Institution&#xA;&#xA;Bibliotheken können Exnovation als Teil einer lernenden Organisation verstehen:&#xA;  Reflexion über Wirksamkeit, Nutzungszahlen, gesellschaftliche Relevanz&#xA;  Förderung einer Fehlerkultur und Lernbereitschaft&#xA;  Ermutigung zum Loslassen ohne Scheitern-Stigma&#xA;&#xA;Praktische Anwendung&#xA;&#xA;Potenzielle Einsatzfelder:&#xA;  Ausmisten veralteter Bestände und Medientypen&#xA;  Abschalten von wenig genutzten digitalen Diensten&#xA;  Einstellen redundanter Veranstaltungsformate&#xA;  Reduzieren von Verwaltungsaufwand zugunsten nutzerorientierter Angebote&#xA;&#xA;Vorbildfunktion und Vermittlung&#xA;&#xA;Bibliotheken können auch Exnovationskompetenz an Nutzer:innen weitergeben:&#xA;  z. B. durch Workshops zu Digital Detox, Minimalismus, nachhaltigem Medienkonsum&#xA;  als Teil von Angeboten zu „Future Skills“ oder Lebensbalance&#xA;&#xA;Exnovation ist eine vergessene Zukunftskompetenz. In einer Welt des permanenten Wandels braucht es nicht nur mehr Innovation, sondern auch den Mut zum Aufhören. Bibliotheken können hier Vorreiter sein – als Orte der Reflexion, des Wandels und des strategischen Loslassens. Wer Zukunft gestalten will, muss sich auch trauen, Vergangenheit loszulassen.&#xA;&#xA;---&#xA;&#xA;Bürokratie 2.0: Wie Technologie das Vertrauen in unsere Demokratie wiederherstellen kann&#xA;&#xA;Was ist Bürokratie und warum funktioniert sie nicht mehr?&#xA;&#xA;Bürokratie = Regelwerk, das wir uns selbst geben, um das Gemeinwesen zu organisieren.&#xA;Problem: Sie ist zunehmend überfordert, langsam, unübersichtlich.&#xA;Folge: Vertrauensverlust, Überforderung der Bevölkerung, massive wirtschaftliche Verluste (146 Mrd. Euro jährlich).&#xA;Extremfall: Gerichte, die keine Klagen mehr bearbeiten können = Erosion des Rechtsstaats.&#xA;&#xA;Technologische Lösung: Rechtslogik + Software&#xA;&#xA;Idee: Gesetze nicht nur für Menschen, sondern auch für Maschinen verständlich machen.&#xA;Ziel: Bürokratische Prozesse automatisieren, beschleunigen, verständlicher machen – ohne demokratische Kontrolle zu verlieren.&#xA;&#xA;Technologischer Baukasten&#xA;&#xA;Rulemapping: Visualisierung und Analyse von Rechtsregeln.&#xA;Open Source Rulemap Builder (OS 2025): Offenes Tool zur Regelmodellierung.&#xA;Rule AI: KI, die Regelwerke interpretiert, überprüft und Lücken erkennt.&#xA;Public Rulemap Library: Offene Sammlung digitalisierter Gesetzeslogik.&#xA;Digital Legislation Standard: Einheitlicher, maschinenlesbarer Standard für Gesetzestexte.&#xA;&#xA;Zivilgesellschaft und Innovation&#xA;&#xA;Plattformen wie betterplace.org oder nebenan.de zeigen, dass digitale Beteiligung Vertrauen schaffen kann.&#xA;Initiativen wie SPRIN-D (Bundesagentur für Sprunginnovationen) suchen nach disruptiven, aber demokratisch tragfähigen Ansätzen für Governance-Innovation.&#xA;&#xA;Bibliotheken stehen an der Schnittstelle zwischen Information, Gesellschaft und Demokratie – und können zentrale Impulsgeber für „Bürokratie 2.0“ sein.&#xA;&#xA;Zugang zu Rechtsinformation&#xA;&#xA;Bibliotheken können helfen, Gesetzgebung und Verwaltungsvorgänge verständlicher und transparenter zu machen.&#xA;Durch Vermittlungsarbeit rund um Open Government, digitale Gesetzesdatenbanken und maschinell lesbare Regelwerke können sie Rechtsbildung fördern.&#xA;&#xA;Informationskompetenz trifft Rechtslogik&#xA;&#xA;Vermittlung von Legal Literacy wird wichtiger: Wie funktionieren Gesetze? Wie kann man sie analysieren? Welche Rolle spielen Datenformate?&#xA;Bibliotheken könnten in Kooperation mit Civic-Tech-Initiativen (z. B. OS Rulemap Builder) Workshops, Infoabende und digitale Tools anbieten.&#xA;&#xA;Demokratische Teilhabe und Technologie&#xA;&#xA;Öffentliche Bibliotheken können Brücken bauen zwischen Staat, Technologie und Zivilgesellschaft:&#xA;  z. B. als Ort für Bürger:innenbeteiligung, digitale Petitionen oder Feedback zu Gesetzesvorschlägen&#xA;  oder als Lernräume für neue demokratische Technologien&#xA;&#xA;KI in der Regelbildung kritisch begleiten&#xA;&#xA;Bibliotheken sollten auch kritisch-reflexive Räume sein: Wie funktioniert Rule AI? Welche Risiken hat maschinelle Rechtsanwendung?&#xA;Sie bieten Raum für Diskussionen zu Datenschutz, Transparenz, Fairness in der digitalen Gesetzesanwendung.&#xA;&#xA;Dokumentation und Archivierung&#xA;&#xA;Als Gedächtnisorte der Gesellschaft können Bibliotheken helfen, die Entwicklung von Gesetzeslogik und -praxis offen, nachvollziehbar und historisch dokumentiert zu archivieren – auch in digitalen Formaten (z. B. Rulemaps, Legal-Code-Versionierung).&#xA;&#xA;Die digitale Transformation von Bürokratie kann Vertrauen in Demokratie stärken – wenn sie offen, partizipativ und nachvollziehbar gestaltet wird. Bibliotheken können als Vermittlerinnen, Aufklärerinnen und Plattformbetreiberinnen eine zentrale Rolle spielen: für ein demokratisches Bürokratieverständnis im digitalen Zeitalter.&#xA;&#xA;---&#xA;&#xA;Öffentlicher IT-Support für alle Menschen!&#xA;&#xA;Das Digital-Zebra&#xA;&#xA;Ein Infrastrukturprojekt des Verbandes der Öffentlichen Bibliotheken Berlins (VÖBB) zur Förderung digitaler Inklusion – nicht als reines Digitalisierungsprojekt, sondern als öffentliches Unterstützungsangebot zur sozialen Gerechtigkeit in der Digitalisierung.&#xA;&#xA;Alle Informationen aus erster Hand:&#xA;&#xA;https://gemeinsamdigital.berlin.de/de/massnahmen-der-strategie/digital-zebra/&#xA;https://www.zlb.de/digital-zebra/&#xA;https://www.voebb.de/aDISWeb/app?service=direct/0/Home/$DirectLink&amp;noRedir&amp;sp=SPROD00&amp;sp=SWI01000363&#xA;&#xA;Bibliotheken als Dritte Orte&#xA;&#xA;Digital-Zebra stärkt Bibliotheken als soziale Infrastruktur: als offene, vertrauenswürdige Räume, in denen Teilhabe aktiv ermöglicht wird.&#xA;Bibliotheken bieten nicht nur Wissen, sondern auch Orientierung und Begleitung – physisch, digital und menschlich.&#xA;&#xA;Digitale Teilhabe als neue Grundversorgung&#xA;&#xA;Der Ansatz ist nicht bildungszentriert, sondern infrastrukturorientiert:&#xA;  Digitale Grundversorgung wie Strom oder Wasser.&#xA;  Kein „Nice to Have“, sondern gesellschaftlich notwendig.&#xA;&#xA;Verankerung im Quartier&#xA;&#xA;Digital-Zebra zeigt, wie Bibliotheken im Stadtteil aktiv sein können – außerhalb des Gebäudes, direkt im Lebensalltag.&#xA;Verweisberatung, Netzwerkarbeit und niedrigschwellige Kommunikation gehören zur täglichen Praxis.&#xA;&#xA;Empowerment statt Pädagogik&#xA;&#xA;Statt belehrender Formate steht Zugewandtheit im Fokus.&#xA;Vermittlung auf Augenhöhe – viele der Lots\*innen arbeiten selbst biografisch nah an den Zielgruppen.&#xA;&#xA;Digitale Souveränität und Open Source&#xA;&#xA;Digital-Zebra fördert digitale Mündigkeit durch Beratung zu Open-Source-Alternativen.&#xA;Das Projekt reduziert Abhängigkeit von Big Tech und fördert langfristig eine nachhaltige Digitalstrategie.&#xA;&#xA;Digital-Zebra ist ein zukunftsweisendes Beispiel dafür, wie Bibliotheken soziale Gerechtigkeit im digitalen Raum mitgestalten können. Es verbindet Technik, Vertrauen, Teilhabe und konkrete Hilfe im Alltag – ein Modell für die ganze Bundesrepublik.&#xA;&#xA;---&#xA;&#xA;Draußen TikTok, drinnen Fax. Vom Quereinstieg in eine Behörde&#xA;&#xA;Digitalisierung: nicht for profit, sondern für Menschen&#xA;&#xA;Digitalisierung in der Verwaltung soll nicht gewinnorientiert, sondern gemeinwohlorientiert sein.&#xA;Ziel: Bessere Arbeitsbedingungen, effizientere Services und echte Bürgernähe.&#xA;Programme wie Work4Germany-Fellowships oder der DigitalCheck bringen UX, Service-Design und agile Methoden in die Verwaltung.&#xA;&#xA;Menschen mit Veränderungswillen sind da – aber oft gefangen im System&#xA;&#xA;Verwaltung ist geprägt von rechtlicher Haftung, laufbahnrechtlichen Hürden, Personalverwaltung statt -entwicklung.&#xA;Es gibt viele engagierte, motivierte Menschen – doch:&#xA;  Karrieren sind schwer planbar&#xA;  Kreative Impulse werden gebremst&#xA;  Risikoaversität dominiert&#xA;&#xA;Probleme: Strukturen, Kultur, Sichtbarkeit&#xA;&#xA;Ein Flickenteppich bei digitalisierten Leistungen&#xA;Viele gute Projekte sind unsichtbar, weil es an Kommunikation, Austausch und Skalierung fehlt.&#xA;Verwaltung ist oft ein Labyrinth mit zu wenigen Austauschformaten zwischen Fach-Silos.&#xA;&#xA;Lösungen: Räume, Methodik, Kulturwandel&#xA;&#xA;Es geht nicht nur um Technik, sondern um:&#xA;  neue Arbeitsräume (physisch &amp; mental)&#xA;  crossfunktionale Zusammenarbeit&#xA;  OKR-Foren, Open Spaces, New Work&#xA;Kulturwandel durch Menschen mit „Bock“ – die Ergebnisse zeigen und andere mitziehen.&#xA;„Purpose-driven Jobs“ und mehr Mitgestaltung als Attraktivitätsfaktoren.&#xA;&#xA;Parallelen zu Öffentlichen Bibliotheken&#xA;&#xA;Öffentliche Bibliotheken stehen vor denselben Herausforderungen wie die Verwaltung:&#xA;  Verwaltungsstrukturen, aber zugleich innovative Anforderungen.&#xA;  Personalengpässe, Kompetenzlücken, aber auch große Gestaltungsräume.&#xA;Auch hier gilt: Digitalisierung ist Mittel zum Zweck, nicht Selbstzweck.&#xA;&#xA;Bibliotheken als Zukunftslabore für öffentliche Verwaltung&#xA;&#xA;Bibliotheken können Methodenräume sein:&#xA;  für UX-/Service-Design-Workshops,&#xA;  für agile Verwaltungsformate,&#xA;  für Begegnungen über Bereichsgrenzen hinweg.&#xA;Sie können Modellprojekte aufsetzen, z. B. zu Open Data, Digital-Lots:innen …&#xA;&#xA;Bibliotheken als Arbeitgeber der neuen Verwaltungskultur&#xA;&#xA;Mit flexiblen Arbeitsmodellen (z. B. Homeoffice), interdisziplinären Teams und klarem gesellschaftlichem Purpose.&#xA;Reizvoll für junge Fachkräfte mit „Bock auf Impact“ – wenn interne Hürden abgebaut werden.&#xA;&#xA;Verwaltungsbildung &amp; Rechtskommunikation&#xA;&#xA;Bibliotheken können helfen, Verwaltung transparenter und verständlicher zu machen:&#xA;  durch leicht zugängliche Informationen zu digitalen Bürgerdiensten,&#xA;  rechtliche Aufklärung (z. B. „Was heißt Haftung im Amt?“),&#xA;  Schulungsangebote mit Verwaltungspartner:innen.&#xA;&#xA;Die Verwaltung der Zukunft ist digital, bürgernah und kompetenzorientiert – aber der Weg dorthin braucht Mut zur Veränderung, neue Räume für Zusammenarbeit und den Austausch über Silos hinweg. Bibliotheken können in diesem Wandel Katalysatoren sein – als Räume für Public Innovation, als Arbeitgeberinnen, als Partnerinnen und als Impulsgeberinnen. Sie zeigen, dass Verwaltung auch anders kann – menschlich, offen, sinnvoll.&#xA;&#xA;---&#xA;&#xA;Demokratie aktiv schützen: ein Lernfeld für die Verwaltung&#xA;&#xA;Demokratische Neutralität ≠ politische Sterilität&#xA;&#xA;Verwaltung soll neutral sein – nicht parteipolitisch – aber dennoch grundgesetztreu und menschenrechtsbasiert handeln.&#xA;Das bedeutet: keine Diskriminierung, Schutz marginalisierter Gruppen, und klare Haltung gegenüber antidemokratischen Tendenzen.&#xA;&#xA;Verfassungsrechtliche Pflichten in der Verwaltung&#xA;&#xA;Menschenwürde, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit sind nicht optional – sie sind Bindung und Richtschnur.&#xA;Verwaltungshandeln darf nicht beliebig sein – es braucht:&#xA;  Rechtskenntnis, etwa über Remonstrationspflicht&#xA;  Sicherheit im Umgang mit rechtswidrigen Weisungen&#xA;  Bewusstsein über die eigene Rolle im demokratischen System&#xA;&#xA;Demokratisches Handeln erlernen&#xA;&#xA;Viele Mitarbeitende in Behörden erleben eine hohe Handlungsunsicherheit.&#xA;Es fehlen:&#xA;  evidenzbasierte Datengrundlagen&#xA;  Beratungsangebote für Zweifelsfälle&#xA;  niedrigschwellige Tools wie z. B. ein „Demokratie-Kit“&#xA;Demokratische Resilienz entsteht nicht von außen, sondern durch reflektierte Verwaltungsakteur:innen im Innern.&#xA;&#xA;Netzwerke, Mut und kollektive Verantwortung&#xA;&#xA;Demokratie verteidigt sich nicht von allein – sie braucht:&#xA;  Menschen, die ihre Verantwortung kennen und wahrnehmen&#xA;  vernetzte Reflexion (z. B. Austauschforen, Peer-Support)&#xA;  Raum, um auch Fehler zu besprechen, nicht nur Anweisungen umzusetzen&#xA;Wichtig ist, dass Verwaltung nicht technokratisch, sondern werteorientiert handelt.&#xA;&#xA;Bibliotheken als demokratische Infrastruktur&#xA;&#xA;Bibliotheken gelten als „dritte Orte“, die offen, vertrauenswürdig und neutral sind – genau das macht sie zum perfekten Lern- und Dialograum über Demokratie.&#xA;Sie sind Orte, wo Verwaltung und Zivilgesellschaft ohne Barrieren ins Gespräch kommen können.&#xA;&#xA;Demokratiebildung nicht nur für Bürger:innen&#xA;&#xA;Bibliotheken könnten Angebote für Verwaltungsmitarbeitende entwickeln:&#xA;  Workshops zu Beamtenrecht &amp; Grundgesetz&#xA;  Reflexionsformate zu neutralem, aber wertebasiertem Verwaltungshandeln&#xA;  Lesungen, Talks, Diskussionsabende mit Akteur:innen aus Verwaltung &amp; Demokratieprojekten&#xA;&#xA;Räume für Austausch, nicht für Zeigefinger&#xA;&#xA;Bibliotheken sollten keine moralisierenden Orte sein – sondern offene Räume für Selbstklärung und demokratischen Dialog.&#xA;Zentrale Rolle: Vertrauensbildung – auch gegenüber Menschen, die sich institutionell entfremdet fühlen.&#xA;&#xA;Brücken bauen: Verwaltung ↔ Zivilgesellschaft&#xA;&#xA;Bibliotheken können:&#xA;  als Vermittlerinnen zwischen Zivilgesellschaft und Verwaltung auftreten&#xA;  Kooperationspartnerinnen für Demokratieprojekte sein&#xA;  digitale und analoge Informationsangebote zur demokratischen Grundordnung bündeln (z. B. Grundgesetz, Remonstrationspflicht, Bürgerrechte)&#xA;&#xA;Demokratie beginnt nicht erst im Parlament – sie zeigt sich im täglichen Verwaltungshandeln. Die Verwaltung muss nicht unpolitisch sein, sondern verfassungstreu, reflektiert und offen für Kritik. Bibliotheken können diesen Lernprozess unterstützen, begleiten und anregen – als neutrale, aber nicht gleichgültige Orte, an denen die Demokratie nicht erklärt, sondern gelebt wird.&#xA;&#xA;---&#xA;&#xA;XYZ? Generationenlabels zementieren doch nur Vorurteile!&#xA;&#xA;Generationenlabels sind problematisch&#xA;&#xA;Begriffe wie „Generation Z“, „Boomer“ oder „Gen X“ sind vereinfachende Etiketten, die komplexe Menschen auf Klischees reduzieren.&#xA;Empirisch kaum haltbar (vgl. Martin Schröder, Soziologe; Harvard Business Review).&#xA;Sie fördern Altersstereotype, statt Vielfalt zu sehen.&#xA;&#xA;Alter ist ein Datenpunkt, kein Schicksal&#xA;&#xA;Alter funktioniert wie ein Mischpult, nicht wie ein Schalter: es ist ein Datenpunkt unter vielen, nicht die alles entscheidende Variable.&#xA;Lebensverläufe sind heute nicht linear: Sabbaticals, späte Bildungswege, Ruhestand mit 70 oder Weiterbildung mit 60.&#xA;&#xA;Agebombs: Donkey-Kong des Altwerdens&#xA;&#xA;Das Alter birgt Hindernisse (z. B. Framing, Ausschlüsse, Diskriminierung), die wie „Bomben“ entschärft oder umgangen werden müssen – spielerisch, dynamisch.&#xA;Besonders Frauen erleben Framing &amp; Diskriminierung (z. B. als „zu emotional“ oder „nicht mehr entwicklungsfähig“).&#xA;&#xA;Altersdiversität ist ein Gewinn&#xA;&#xA;Altersmischung ist kein Hindernis, sondern eine strategische Ressource:&#xA;  Wirtschaftlich wertvoll&#xA;  Ermöglicht Perspektivwechsel&#xA;  Fördert Resilienz, z. B. durch „Generation Flux“: Anpassungsfähigkeit, Neugier, Offenheit&#xA;&#xA;Gestaltung &amp; Teilhabe&#xA;&#xA;Altersfreundliche Räume und Technologien sind kein Zusatz, sondern ein Akt von Inklusion und Mitgestaltung.&#xA;Kinder übernehmen bereits ab dem dritten Lebensjahr Altersstereotype (Becca Levy, Yale) – Vorurteile zu hinterfragen ist also dringend nötig.&#xA;&#xA;Bibliotheken als altersübergreifende Begegnungsräume&#xA;&#xA;Bibliotheken sind prädestiniert dafür, Generationen zu verbinden:&#xA;  Digital-Cafés, Leseclubs, Makerspaces oder KI-Workshops generationsübergreifend, gemeinsam&#xA;  Keine Trennung nach Alter, sondern Fokus auf gemeinsamen Interessen &amp; Lernzielen&#xA;&#xA;Bildungsangebote jenseits von Altersbildern&#xA;&#xA;Weg von Angeboten „für Senior:innen“ oder „für Jugendliche“ – hin zu:&#xA;  Intergenerationellen Lernformaten&#xA;  Altersgemischten Teams&#xA;  Selbstbestimmter Angebotswahl, nicht basierend auf Etiketten&#xA;&#xA;Design &amp; Technik altersinklusiv denken&#xA;&#xA;Bibliotheken sollten:&#xA;  ihre digitale Infrastruktur auf Barrierefreiheit und generationenübergreifende Nutzung prüfen,&#xA;  Technologien (z. B. Apps, E-Reader, Online-Kataloge) für alle verständlich und nutzbar machen.&#xA;&#xA;Bewusstseinsbildung durch Programme &amp; Medien&#xA;&#xA;Veranstaltungen, Ausstellungen und Medienangebote können helfen:&#xA;  Ageism sichtbar zu machen&#xA;  Altersdiversität als Chance zu kommunizieren&#xA;  Labels zu hinterfragen und durch Haltungen zu ersetzen&#xA;&#xA;Alter als Ressource im Team&#xA;&#xA;Auch im Personalmanagement der Bibliotheken sollte Altersvielfalt als Stärke begriffen werden – mit Blick auf:&#xA;  Arbeitszeitmodelle&#xA;  Weiterbildungsangebote für alle Lebensphasen&#xA;  Mentoring-Konzepte in beide Richtungen&#xA;&#xA;Altersvielfalt beginnt im Kopf – und hört nicht an der Bibliothekstür auf.&#xA;Bibliotheken können Pionierinnen einer neuen, altersgerechten, aber nicht alternden Gesellschaft sein. Sie bieten Raum, um Labels hinter sich zu lassen, Ressourcen zu aktivieren und Menschen in allen Lebensphasen ernst zu nehmen – nicht als „Zielgruppe“, sondern als gleichwertige Mitgestaltende.&#xA;&#xA;---&#xA;&#xA;Kick-Starting the Maker Movement in Czechia: From a Beer to FAB25 - A Flagship Event for 1,100 Makers&#xA;&#xA;Was ist FAB25?&#xA;&#xA;21. Ausgabe der internationalen Fab Lab Conference (FABx) – erstmals in Zentraleuropa.&#xA;Veranstaltungsort: Tschechien, mit 1.100 Teilnehmenden aus der globalen Maker-Szene.&#xA;Laufzeit: 8 Tage, inkl. 30+ Keynotes, 120+ Workshops, Expos &amp; Designformate.&#xA;Motto: „Bridge the Gap“ – Lücken in der FabLab-Infrastruktur schließen.&#xA;&#xA;Inhalte &amp; Programm-Tracks&#xA;&#xA;Fablabs 25 Years &amp; Beyond&#xA;&#xA;   Rückblick auf 25 Jahre FabLab-Bewegung&#xA;   Austausch über Best Practices und Zukunftsstrategien&#xA;&#xA;Maker-to-Market&#xA;&#xA;   Erfolgsgeschichten aus der Open-Source-Produktentwicklung&#xA;   Soziale und wirtschaftliche Wirkung lokaler Innovationen&#xA;&#xA;Competences for the Digital Age &amp; Emerging Technology&#xA;&#xA;   Zukunftstechnologien (v. a. 3D-Druck)&#xA;   STEM-Bildung und neue Lernformate&#xA;   Nachwuchsförderung &amp; Zukunft des „Hands-on Learning“&#xA;&#xA;Organisation &amp; Community-Building&#xA;&#xA;Drei Pre-Events mit 120 Teilnehmenden&#xA;Freiwilligenprogramm, starke Community-Orientierung&#xA;„First find your team, make your case, book a venue, engage the community“&#xA;Zusammenarbeit mit der tschechischen FabLab- und Makerspace-Vereinigung&#xA;&#xA;Bibliotheken als FabLab-Katalysatoren&#xA;&#xA;(Öffentliche) Bibliotheken sind zunehmend aktive Orte für Making, digitale Bildung und Innovation.&#xA;FAB25 zeigt, welches kulturelle und bildungspolitische Potenzial in Makerspaces steckt – auch in Bibliotheken.&#xA;&#xA;Bildung &amp; Empowerment für das digitale Zeitalter&#xA;&#xA;Programmpunkte wie „Competences for the Digital Age“ und „Maker-to-Market“ passen ideal zu Bibliothekszielen:&#xA;  Zugang zu Technologie&#xA;  Förderung von Medien- und Zukunftskompetenzen&#xA;  Stärkung lokaler Innovationskraft&#xA;&#xA;„Bridge the Gap“ als Handlungsimpuls&#xA;&#xA;Auch in Deutschland bestehen regionale Lücken in der digitalen Infrastruktur.&#xA;Bibliotheken können aktiv dazu beitragen, diese Lücken zu schließen – z. B. durch:&#xA;  Mini-Maker-Spaces&#xA;  Technologie-Workshops&#xA;  Kooperationen mit Schulen, Bildungszentren, Tech-Initiativen&#xA;&#xA;Veranstaltungsformate &amp; Community-Arbeit&#xA;&#xA;FAB25 zeigt die Wirkung von Kreativität, Formatvielfalt und Community-Zentrierung:&#xA;  Open-Stage-Formate, Design-orientierte Umgebungen&#xA;  Bibliotheken können sich davon inspirieren lassen, um eigene digitale Veranstaltungen weiterzuentwickeln.&#xA;&#xA;---&#xA;&#xA;Changemaking der nächsten Generation: „Conscious Tinkering“ KI-osk&#xA;&#xA;Was ist „Conscious Tinkering“?&#xA;&#xA;Ein praxisorientierter, risikoarmer Ansatz, um sich spielerisch und bewusst mit KI auseinanderzusetzen.&#xA;Im Mittelpunkt steht: Tüfteln, Prototypen bauen, ausprobieren, ohne gleich „die große Lösung“ zu brauchen.&#xA;Ziel: Kompetenzen in Datenmanagement, KI, Steuerung, IT-Infrastruktur durch konkrete, iterative Versuche aufbauen.&#xA;&#xA;Changemaking der nächsten Generation&#xA;&#xA;Basierend auf dem Ansatz von Ashoka – dem weltgrößten Netzwerk für Social Entrepreneurship.&#xA;Jugendliche und junge Erwachsene werden als aktive Mitgestalter:innen einer digitalen, demokratischen Gesellschaft gesehen.&#xA;Werte: Partizipation, soziale Wirkung, Unternehmertum, Kollaboration.&#xA;&#xA;KI-osk – vom Prototyp zur Relevanz&#xA;&#xA;KI-Projekte beginnen nicht mit Strategie, sondern mit Experimenten, die Strategie ermöglichen.&#xA;Fokus auf:&#xA;  kleine, schnelle Prototypen&#xA;  repetitive, interne, risikoarme Anwendungsfälle&#xA;  Lernkultur statt Perfektionskultur&#xA;Unnütze Versuche landen nicht im Müll, sondern auf dem „Friedhof der Experimente“ – aus Fehlern wird gelernt.&#xA;&#xA;Bibliotheken als sichere Testräume für KI&#xA;&#xA;Bibliotheken bieten einen idealen Raum für „bewusstes Tüfteln“:&#xA;  Sie sind nicht primär wirtschaftsgetrieben, sondern gemeinwohlorientiert.&#xA;  Hier können Experimente mit KI-Prototypen ohne hohen Druck stattfinden.&#xA;  Perfekt für Erprobung interner Anwendungen (z. B. Automatisierung von Routineaufgaben, Chatbots für Auskunftsdienste).&#xA;&#xA;KI-Kompetenz durch „Learning by Prototyping“&#xA;&#xA;Bibliotheken können niedrigschwellige KI-Labs oder KI-osk-Stationen einrichten:&#xA;  Für Besucher:innen, die spielerisch KI erleben möchten&#xA;  Für Mitarbeitende, die interne Prozesse weiterdenken&#xA;Mit jedem Prototypen wächst praktisches Know-how – unabhängig vom Alter oder Techniklevel.&#xA;&#xA;Junge Menschen als aktive „Change-Maker“&#xA;&#xA;Der Changemaker-Ansatz lässt sich auf Bibliotheken übertragen:&#xA;  Partizipative Innovationsprojekte mit Jugendlichen (z. B. zu ethischer KI, Datenkritik, kreativer KI-Nutzung)&#xA;  Maker-Projekte mit Purpose, nicht nur Technik&#xA;Ziel: Zukunftskompetenz fördern, nicht nur Technik vermitteln&#xA;&#xA;Vom Reden ins Tun kommen&#xA;&#xA;Statt auf „die große Strategie“ zu warten, sollten Bibliotheken:&#xA;  kleine Projekte mit begrenztem Risiko umsetzen&#xA;  Erfahrungen dokumentieren und teilen (Open Source, Erfahrungsberichte)&#xA;  eigene „Experimentierräume“ sichtbar machen, auch mit dem Risiko des Scheiterns&#xA;&#xA;„Conscious Tinkering“ steht für eine neue Generation des Lernens und Wandelns: risikobewusst, erfahrungsorientiert, partizipativ.&#xA;Bibliotheken können damit zu echten Prototypenwerkstätten für den digitalen Wandel werden – nicht nur als Lernort für Nutzer:innen, sondern auch als Transformationsort für sich selbst.&#xA;&#xA;---&#xA;&#xA;Deine Mediennutzung als Schlüsselanhänger&#xA;&#xA;In diesem praktischen Workshop habe ich mir keinerlei Notizen gemacht, aber es hat mich trotzdem nachhaltig beeindruckt, wie mit einfachen Mitteln ein Einstieg in die Welt der “Datenphysikalisierung” vermittelt werden kann.&#xA;&#xA;Ein Impuls, den ich in jedem Fall mit in meine Arbeit nehme.&#xA;&#xA;ALT: Ein Fragebogen auf einem Tisch erfragt Mediennutzungsverhalten. Drei Fragen sind mit Symbolen visuell unterstützt: (1) Tägliche Smartphone-Bildschirmzeit (Symbol: Quadrat), (2) Anzahl genutzter Streamingdienste (Symbol: Dreieck), (3) Hauptquelle für Nachrichten (Symbol: Kreis). Die Antwortoptionen sind farbig (z. B. gelbes Dreieck für „mittel“) und jeweils mit einem „X“ markiert. Daneben liegt ein Schlüsselanhänger mit bunten Acrylsymbolen (Dreieck, Quadrat, Welle, Kreis).&#xA;&#xA;---&#xA;&#xA;Respekt, wenn ihr die 5030 Wörter bis hier hin gelesen habt. Ich hoffe, ich konnte euch mit meinem re:publica-recap den einen oder anderen Impuls mitgeben und meine These vom Anfang des Posts in Hinblick auf das Potenzial der re:publica für und mit Bibliotheken beweisen.&#xA;&#xA;EventLog]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Okay, bevor sich in den folgenden Wochen neue Eindrücke von meinem ersten Hessentag-Einsatz in Bad Vilbel, meinem zweiten Fachtag Medien im Museum für Kommunikation in Frankfurt und der nächsten BiblioCon in Bremen in den Vordergrund drängen, wird es höchste Zeit für eine <a href="https://somebib.writeas.com/tag:rp25" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">rp25</span></a> – recap.</p>

<p><em>First things first: es war meine erste re:publica – aber sicher nicht meine letzte. Und ich finde, Europas größtem Festival zur digitalen Gesellschaft sollte in der Bibliotheks- und Informationswelt zukünftig noch mehr Beachtung geschenkt werden (und umgekehrt, wobei wir das vielleicht auch selbst in der Hand haben).</em></p>



<hr/>

<p>Nachdem die pre:publica leider buchstäblich etwas ins Wasser gefallen ist, stellte sich das richtige Festival-Feeling beim <strong><a href="https://www.youtube.com/watch?v=r67w-Bk48Sc">Opening</a></strong> dann doch recht schnell ein. Mit, wenn ich es mir richtig notiert habe, 600 Sessions auf 27 Bühnen, war aber auch die FOMO direkt am Start.</p>

<p>Werfen wir traditionell mal einen schnellen Blick auf die <strong>Sessions, an denen ich teilgenommen habe</strong>, bevor wir inhaltlich einsteigen:</p>
<ol><li><p><strong>GenerationXYZ: Digitale Heimaten, digitale Zukünfte</strong>
(Patricia Cammarata, Theresia Crone, Johnny Haeusler, Oğuz Yilmaz) – <a href="https://www.youtube.com/watch?v=FMLBWiIsrm8">Aufzeichnung</a></p></li>

<li><p><strong>Digitale Governance: Wie umgehen mit den Entwicklungen sozialer Netzwerke wie Instagram, Facebook oder X?</strong>
(Beate Stoffers, Norbert Taubken)</p></li>

<li><p><strong>Blamieren oder Kopieren – Wie der Bund das Nachnutzen digitaler Lösungen in Kommunen fördern kann</strong>
(Mathias Großklaus, Robert Peter) – <a href="https://www.youtube.com/watch?v=U4_U0ozXs2o">Aufzeichnung</a></p></li>

<li><p><strong>Aus den Flicken einen Teppich machen – lückenlose Medienbildung jetzt!</strong>
(Nadine Berlenbach, Niels Brüggen, Rüdiger Fries, Daniel Hoffmann, Mieke Garbe, Kristina Richter)</p></li>

<li><p><strong>Verwaltungsdigitalisierung made in Berlin</strong>
(Martina Klement, Ulf Buermeyer) – <a href="https://www.youtube.com/watch?v=gIa6vmmaRzk">Aufzeichnung</a></p></li>

<li><p><strong>Was wir Erwachsenen bei “Future Skills” falsch verstanden haben. Ein Plädoyer für ein cross-generationales Lernprojekt</strong>
(Jöran Muuß-Merholz)</p></li>

<li><p><strong>Vom Mut zum Aufhören: Wie Exnovation die Zukunft gestaltet</strong>
(Sandra Bils)</p></li>

<li><p><strong>Bürokratie 2.0: Wie Technologie das Vertrauen in unsere Demokratie wiederherstellen kann</strong>
(Till Behnke)</p></li>

<li><p><strong>Öffentlicher IT-Support für alle Menschen!</strong>
(Jacob Svaneeng)</p></li>

<li><p><strong>Digital die Welt retten? – NGO Arbeit &amp; Ehrenamt im Wandel der Zeit</strong>
(Lena Fünfsinn, Martina Quast, Robin Elias Alef, Hanna Klimpe) – <a href="https://www.youtube.com/watch?v=PYxUspLOCqU">Aufzeichnung</a></p></li>

<li><p><strong>Draußen TikTok, drinnen Fax. Vom Quereinstieg in eine Behörde</strong>
(Ann Cathrin Riedel, Laura Dornheim, Katrin Lütkemöller Shaw)</p></li>

<li><p><strong>Demokratie aktiv schützen: ein Lernfeld für die Verwaltung</strong>
(Jaschka Selinger, Doreen Denstädt, Julia Kümper)</p></li>

<li><p><strong>XYZ? Generationenlabels zementieren doch nur Vorurteile!</strong>
(Robert Eysoldt)</p></li>

<li><p><strong>Kick-Starting the Maker Movement in Czechia: From a Beer to FAB25 – A Flagship Event for 1,100 Makers</strong>
(Barbara Liskova)</p></li>

<li><p><strong>Zeit für ein Upgrade unserer Menschlichkeit</strong>
(Lunia Hara) – <a href="https://www.youtube.com/watch?v=2BkbLocPWHA">Aufzeichnung</a></p></li>

<li><p><strong>It’s generational! Why we clash and how we’ll squash the beef</strong>
(Johannes Lukas Gartner, Linn Friedrichs) – <a href="https://www.youtube.com/watch?v=tMDu65e-sZ4">Aufzeichnung</a></p></li>

<li><p><strong>Ein Märchen über Innovation für jung und alt</strong>
(Marina Schakarian, Jannis Schakarian) – <a href="https://www.youtube.com/watch?v=uYx6VgEcjI0">Aufzeichnung</a></p></li>

<li><p><strong>Skills, Skills, Skills – Wie ich mit Weiterbildung meinen Job und die Transformation gestalten kann</strong>
(Aileen Körfer, Moritz Ansmann) – <a href="https://www.youtube.com/watch?v=zgD1ioVgpc8">Aufzeichnung</a></p></li>

<li><p><strong>KI-Einsatz in Schulen – was geht? Und was geht so gar nicht?</strong>
(Nele Hirsch, Marit Hansen, Tim Krieger, Jan Schallaböck)</p></li>

<li><p><strong>Die Zukunft serviert: Wie KI und Robotik das Genuss-Marketing neu definieren</strong>
(WilliWein TailorWine, Alexandra Wrann, Philipp Mann, Katja Jäger) – <em>Aufzeichnung noch nicht online</em></p></li>

<li><p><strong>Ungeschützter Verkehr mit Robotern – Wie leben mit autonomen Lieferfahrzeugen im öffentlichen Raum?</strong>
(Lena Fiedler, Paul Schweidler) – <em>Aufzeichnung noch nicht online</em></p></li>

<li><p><strong>Collective Ownership: Wie der Staat von morgen aussehen sollte und wie wir ihn bereits jetzt finden</strong>
(Tiaji Sio, Arne Treves, Georg Diez) – <a href="https://www.youtube.com/watch?v=aYoFn5hMs_o">Aufzeichnung</a></p></li>

<li><p><strong>Jetzt aber! Warum ein funktionierendes eGovernment für Deutschland und Europa dringlicher ist, denn je!</strong>
(Fritzi Köhler-Geib, Claudia Plattner, Karen Funk) – <a href="https://www.youtube.com/watch?v=kdoYCOby3_0">Aufzeichnung</a></p></li>

<li><p><strong>Happy!</strong>
(Marcus John Henry Brown) – <a href="https://www.youtube.com/watch?v=WPOOnCoTg7U">Aufzeichnung [EN]</a></p></li>

<li><p><strong>Demenz: Teilhabe mit digitalen Tools ermöglichen?</strong>
(Sven Paul, Michael Zeiler, Saskia Weiß, Zarah-Louise Roth) – <a href="https://www.youtube.com/watch?v=SOQGy8G1dxA">Aufzeichnung</a></p></li>

<li><p><strong>Mind Matters: Bridging Generational Attitudes to Make Mental Health a Daily Wellness Priority</strong>
(Prateep Beed) – <em>Aufzeichnung noch nicht online</em></p></li>

<li><p><strong>Changemaking der nächsten Generation: “Conscious Tinkering” KI-osk</strong>
(Joice Biazoto, Clara Bräuer, Odin Mühlenbein)</p></li>

<li><p><strong>BREATHE TO RESET: Nervous System Regulation in Seconds</strong>
(Habiba Elisa Jaziri) – <a href="https://www.youtube.com/watch?v=beBDPgJOCGY">Aufzeichnung</a></p></li>

<li><p><strong>Deine Mediennutzung als Schlüsselanhänger</strong>
(Anna Meide, Anna Eschenbacher)</p></li>

<li><p><strong>Digitale Brücken bauen: Förderung intergenerationaler Teilhabe im sozialen Brennpunkt</strong>
(Sonja Schillings) – <em>Aufzeichnung noch nicht online</em></p></li></ol>

<p>Okay, <strong>30 Sessions verteilt auf 3 Tage</strong> kann ich kaum in einem Blogpost aufarbeiten. Deswegen möchte ich es wie mit meiner Sessionplanung halten und genauer auf die Sessions eingehen, die nicht aufgezeichnet wurden. Darüber hinaus möchte ich mich an einer Einordnung zur Relevanz der Inhalte für Bibliotheken und Maker:innen versuchen. Vielleicht lasse ich mich dabei anhand meiner Notizen <em>(Transparenz-Disclaimer)</em> ein bisschen von “der KI” unterstützen.
Alle anderen Sessions könnt ihr euch bereits jetzt bzw. nach und nach auf YouTube ansehen: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=agZrurYXPnM&amp;list=PLAR_6-tD7IZVeKK0ksCyP1HdKfM_eitR7">Playlist auf dem Kanal von der re:publica</a>.</p>

<p>Meine <strong>Schwerpunkte in der Sessionauswahl</strong> lagen, wie unschwer zu erkennen auf: Verwaltungsdigitalisierung, Bibliotheksangebote, Maker-Activities, Robotics und Mental Health.</p>

<p>Abseits von Bühnen und Sessions habe ich mich über einige nette Begegnungen, unter anderem mit Adas großen und kleinen Geschwistern aus der <a href="https://www.berlin.de/ba-spandau/aktuelles/pressemitteilungen/pressemitteilung.1150078.php">Stadtbibliothek Spandau</a> gefreut.</p>

<hr/>

<h3 id="digitale-governance-wie-umgehen-mit-den-entwicklungen-sozialer-netzwerke-wie-instagram-facebook-oder-x" id="digitale-governance-wie-umgehen-mit-den-entwicklungen-sozialer-netzwerke-wie-instagram-facebook-oder-x"><strong>Digitale Governance: Wie umgehen mit den Entwicklungen sozialer Netzwerke wie Instagram, Facebook oder X?</strong></h3>

<p>Digitale Räume bieten niederschwelligen Zugang zu Information, Teilhabe und demokratischer Mitgestaltung – bergen aber auch Risiken wie Desinformation, Manipulation, fehlende Kontrolle und unklare Regelwerke. Ein zentrales Ziel ist es, die digitale Gesellschaft so zu gestalten, dass sie demokratische Strukturen stärkt: durch Bildung, Partizipation, transparente Kommunikation und verlässliche Informationswege.</p>

<p><strong>Akteure und Verantwortung</strong></p>
<ul><li>Stiftung Zukunft Berlin steht exemplarisch für <strong>zivilgesellschaftliche Beteiligung an digitalen Debatten</strong>.</li>
<li>Es braucht <strong>interdisziplinäre Stimmen</strong> – nicht nur Politiker:innen, sondern auch Fachleute mit spezifischem Know-how.</li>
<li>Unternehmen, Staat und Zivilgesellschaft müssen <strong>gemeinsam neue Formen der Digital Governance entwickeln</strong>.</li></ul>

<p><strong>Soziale Medien und Informationsverhalten</strong></p>
<ul><li>Soziale Netzwerke sind <strong>dominante Informationskanäle</strong> für viele Menschen.</li>
<li>Politiker:innen und Institutionen nutzen sie zunehmend zur Kommunikation.</li>
<li>Gleichzeitig herrscht eine <strong>Ambivalenz</strong> zwischen niedriger Zugangsschwelle und fehlender Kontrolle über Inhalte, Algorithmen und Wahrheitsprüfung.</li></ul>

<p><strong>Regelwerke und Steuerung</strong></p>
<ul><li>Digitale Räume operieren zwischen individuellen Regeln, gesetzlichen Vorgaben und oft fehlenden <strong>verbindlichen Strukturen</strong>.</li>
<li>Es stellt sich die Frage: Welche Regulierung ist nötig – und wo beginnt Zensur?</li>
<li>Staatliche Akteure sind gefordert, <strong>klare Rahmenbedingungen</strong> zu schaffen, ohne Innovation und Offenheit zu ersticken.</li></ul>

<p>Bibliotheken, Archive und andere Informationsinstitutionen haben eine <strong>zentrale Rolle</strong> in dieser Debatte:</p>

<p><strong>Bildungsauftrag und Medienkompetenz</strong></p>
<ul><li>Bibliotheken müssen nicht nur <strong>Information bereitstellen</strong>, sondern auch deren <strong>Einordnung vermitteln</strong>: Wie entsteht Wissen? Was ist verlässlich? Wie funktionieren Algorithmen?</li>
<li>Der Bildungsauftrag wird zunehmend <strong>plattformbasiert</strong>: Bibliotheken sollen dort präsent sein, <strong>wo Menschen Informationen suchen</strong> – auch in sozialen Medien und dezentralen Netzen.</li></ul>

<p><strong>Demokratische Infrastruktur</strong></p>
<ul><li>Bibliotheken sind Orte der <strong>offenen Debatte</strong>, des <strong>Wissensaustauschs</strong> und der <strong>digitalen Teilhabe</strong>.</li>
<li>Als öffentliche Institutionen können sie <strong>Brücken</strong> schlagen zwischen Staat, Bürger:innen und digitalen Räumen.</li></ul>

<p><strong>Plattformunabhängigkeit und Zugänglichkeit</strong></p>
<ul><li>Informationen sollten <strong>nicht exklusiv</strong> auf wenigen zentralen Plattformen erscheinen.</li>
<li>Bibliotheken können durch <strong>Open-Access-Angebote</strong>, <strong>digitale Archive</strong> und <strong>dezentrale Kanäle</strong> Alternativen bieten.</li></ul>

<p><strong>Vorbilder und Best Practices</strong></p>
<ul><li>Es braucht <strong>mutige Projekte</strong>, die digitale Kommunikation demokratisch gestalten: Social-Media-Angebote, Digital-Literacy-Workshops, Beteiligungsformate.</li>
<li>Bibliotheken können als <strong>Reallabore</strong> für gute digitale Praxis dienen – unterstützt durch Förderungen und gezielte Partnerschaften.</li></ul>

<p>Die Bibliotheks- und Informationswelt steht an einem kritischen Punkt: Sie kann die Brücke zwischen analoger Demokratie und digitaler Öffentlichkeit sein. Ihre Verantwortung ist es, nicht nur <strong>Zugang zu Wissen</strong>, sondern auch <strong>kritische Reflexion</strong> und <strong>digitale Souveränität</strong> zu fördern. Dabei sollte sie bewusst auch in sozialen Medien präsent sein – mit Haltung, Wissen und Mut zur Gestaltung.</p>

<hr/>

<h3 id="aus-den-flicken-einen-teppich-machen-lückenlose-medienbildung-jetzt" id="aus-den-flicken-einen-teppich-machen-lückenlose-medienbildung-jetzt"><strong>Aus den Flicken einen Teppich machen – lückenlose Medienbildung jetzt!</strong></h3>

<p>Medienbildung ist nicht nur technisches Wissen, sondern bedeutet:</p>
<ul><li><strong>Reflexionsfähigkeit</strong>,</li>
<li><strong>kritische Mediennutzung</strong>,</li>
<li>und <strong>bewusste Teilhabe</strong> an digitalen Prozessen.</li></ul>

<p>Ziel ist ein <strong>digitales Deutschland</strong>, in dem <strong>alle Menschen Zugang zu Medienbildung</strong> haben – altersunabhängig, barrierearm und lebensweltlich verankert.</p>
<ul><li>Digitalkompetenz muss <strong>differenziert</strong> verstanden werden – nicht alle starten auf dem gleichen Niveau.</li>
<li>Empirisch basierte <strong>Personas</strong> helfen, Angebote an echten Lebenssituationen auszurichten: Eltern, Erwachsene, Senior:innen – mit unterschiedlichen Zugängen, Barrieren und Bedürfnissen.
[Zur Quelle: <a href="https://digid.jff.de/personas/">https://digid.jff.de/personas/</a>]</li></ul>

<p><strong>Medienbildung für Eltern</strong></p>
<ul><li>Eltern prägen nicht nur ihren eigenen Medienumgang, sondern auch den ihrer Kinder.</li>
<li>Medienbildung muss daher <strong>generationenübergreifend</strong> gedacht werden, z. B. durch niedrigschwellige Elternangebote, lokale Beratung und digitale Selbstlernangebote.</li></ul>

<p><strong>Erwachsenenbildung im digitalen Kontext</strong></p>
<ul><li><strong>Zielgruppe ist heterogen</strong> – reicht von völligen Neueinsteiger:innen bis zu Menschen mit fortgeschrittenem Interesse.</li>
<li>Herausforderungen:
<ul><li>Schüchternheit &amp; Unsicherheit im Zugang</li>
<li>Überforderung durch Fachsprache oder Technik</li>
<li>Fehlende Angebote für Fortgeschrittene</li></ul></li>
<li>Es braucht:
<ul><li><strong>offene Anlaufstellen</strong></li>
<li><strong>Mikroformate</strong></li>
<li><strong>Vernetzte und sich ergänzende Strukturen</strong></li>
<li><strong>Aufsuchende Formate</strong> jenseits klassischer Bildungsorte</li></ul></li></ul>

<p><strong>Medienbildung für Senior:innen</strong></p>
<ul><li>Biografische Brüche (z. B. Ruhestand) bringen neue Lernbedarfe.</li>
<li>Digitale Teilhabe ist für viele <strong>nicht optional</strong> – z. B. durch digitale Behördenwege („digital only“).</li>
<li>Herausforderungen:
<ul><li>Einsamkeit, fehlende Vorerfahrung, geringe Frustrationstoleranz</li>
<li>Bildung findet oft <strong>vor Ort</strong>, <strong>ehrenamtlich</strong>, <strong>nicht-institutionell</strong> statt</li></ul></li>
<li>Lösungen:
<ul><li>Koordination der Angebote</li>
<li>Ansprechpartner in jeder Kommune</li>
<li>Gerechte Mittelverteilung</li>
<li>Formate speziell für Ältere (klassische Medien + digitale Neuzugänge)</li></ul></li></ul>

<p><strong>Strukturen und Steuerung</strong></p>
<ul><li><strong>Föderale Struktur</strong> bewahren, aber:
<ul><li>durch eine <strong>zentrale Koordinationsstelle</strong> unterstützen</li></ul></li>
<li>Synergien schaffen:
<ul><li><strong>Kampagnenarbeit</strong></li>
<li><strong>fortgeschrittene Themen</strong></li>
<li><strong>kooperative Angebote</strong> zwischen Bildungsträgern, Gemeinden, Bibliotheken</li></ul></li></ul>

<p><strong>Neue Räume und Formate</strong></p>
<ul><li>„Mikrofortbildungen“ als flexible, kreative Antwort auf Zeitmangel, Überforderung und Lebensnähe</li>
<li>Fantasievolle, lebensweltliche Formate in Cafés, Bibliotheken, Einkaufszentren</li></ul>

<p>Bibliotheken sind <strong>prädestiniert</strong>, eine tragende Rolle in der Medienbildung zu übernehmen:</p>

<p><strong>Niedrigschwellige Anlaufstelle</strong></p>
<ul><li>Öffentliche Bibliotheken sind vertraute, offene Orte – ohne Zugangshürden.</li>
<li>Sie können <strong>Anlaufstellen für digitale Alltagsfragen</strong> sein – von Basiswissen bis KI.</li></ul>

<p><strong>Zielgruppengerechte Angebote</strong></p>
<ul><li>Mit Hilfe der <strong>Personas</strong> können Bibliotheken Programme für Eltern, Berufstätige oder Senior:innen differenzieren.</li>
<li>Sie bieten Raum für <strong>Selbstlernen</strong>, <strong>offene Sprechstunden</strong>, <strong>Mikroformate</strong> und <strong>Peer-Learning</strong>.</li></ul>

<p><strong>Vernetzung, Koordination und lebensbegleitendes Lernen</strong></p>
<ul><li>Bibliotheken können <strong>regionale Bildungsnetzwerke</strong> mitgestalten – zwischen Volkshochschulen, Seniorentreffs, Schulen und kommunaler Verwaltung.</li>
<li>Als Orte für informelles und formelles Lernen unterstützen Bibliotheken den <strong>ganzen Lebenszyklus</strong> der digitalen Bildung – vom Kita-Elternabend bis zum Tablet-Kurs für Hochaltrige.</li></ul>

<p><strong>Digitale Selbstbestimmung</strong></p>
<ul><li>Bibliotheken stärken durch Informationskompetenz und Datenschutzthemen die <strong>digitale Selbstbestimmung</strong>.</li></ul>

<p>Eine zukunftsorientierte Medienbildung ist <strong>vielfältig, vernetzt und zielgruppenorientiert</strong>. Die Bibliothekswelt kann in ihrer Infrastruktur, Offenheit und Vermittlungsfunktion eine Schlüsselrolle einnehmen – als Lernort, Beratungsraum, Begegnungsstätte und Plattform für digitale Teilhabe aller Menschen.</p>

<hr/>

<h3 id="was-wir-erwachsenen-bei-future-skills-falsch-verstanden-haben-ein-plädoyer-für-ein-cross-generationales-lernprojekt" id="was-wir-erwachsenen-bei-future-skills-falsch-verstanden-haben-ein-plädoyer-für-ein-cross-generationales-lernprojekt"><strong>Was wir Erwachsenen bei “Future Skills” falsch verstanden haben. Ein Plädoyer für ein cross-generationales Lernprojekt</strong></h3>

<p><strong>Was sind Future Skills eigentlich?</strong></p>
<ul><li><strong>Nicht nur Technik oder Tools</strong>, sondern ein breites Spektrum an <strong>Haltungen, Denkweisen und Fähigkeiten</strong>:
<ul><li>z. B. Kreativität, kritisches Denken, Neugier, Empathie, Medienkompetenz, Fehlerfreundlichkeit, Zeitmanagement, Umweltbewusstsein, Prompting-Skills, Data Literacy, etc.</li></ul></li>
<li>Es geht um <strong>Kompetenzen für eine ungewisse Zukunft</strong>, nicht nur um gegenwartsbezogene Qualifikationen.</li></ul>

<p><strong>Kompetenz vs. Qualifikation</strong></p>
<ul><li><strong>Kompetenz</strong> bedeutet:
<ul><li>Wissen, Können und Haltung <strong>flexibel und anpassungsfähig auf neue Probleme übertragen</strong> zu können.</li>
<li>Etwas zu lernen heißt nicht nur, es einmal anwenden zu können – sondern <strong>dauerhaft in variablen Kontexten</strong>.</li></ul></li>
<li><strong>Qualifikation</strong> ist punktuell – <strong>Kompetenz ist dynamisch</strong>.</li></ul>

<p><strong>Was wird häufig missverstanden?</strong></p>
<ul><li>Future Skills werden oft als <strong>Checkliste</strong> oder Buzzword-Katalog gesehen.</li>
<li>Es fehlen:
<ul><li><strong>tatsächliche Lerngelegenheiten</strong></li>
<li><strong>konkrete Vermittlungsstrategien</strong></li>
<li><strong>Raum für Reflexion und Praxisbezug</strong></li></ul></li></ul>

<p><strong>Lösung: cross-generationales Lernen</strong></p>
<ul><li>Das Lernen <strong>mit- und voneinander zwischen Generationen</strong> ist selbst ein „Super Future Skill“.</li>
<li>Wissen, Perspektiven und Erfahrungen sollten <strong>altersübergreifend</strong> geteilt werden.</li>
<li>Es braucht <strong>Begegnungsräume</strong>, wo Lernende gemeinsam Kompetenzen für die Zukunft aufbauen.</li></ul>

<p>Bibliotheken haben ideale Voraussetzungen, um das Thema „Future Skills“ ganzheitlich, zugänglich und generationenverbindend zu gestalten.</p>

<p><strong>Bibliotheken als Lernorte</strong></p>
<ul><li>Bibliotheken können Future Skills <strong>nicht nur thematisch vermitteln</strong>, sondern sie <strong>praktisch erlebbar machen</strong>:
<ul><li>z. B. in Workshops zu Medienkritik, Storytelling, Coding, Data Literacy, Argumentation, Diversitätskompetenz.</li></ul></li>
<li>Sie fördern <strong>systemisches Denken</strong>, <strong>Interdisziplinarität</strong>, <strong>Achtsamkeit</strong> und <strong>kulturelle Bildung</strong> durch ihr vielseitiges Angebot.</li></ul>

<p><strong>Cross-generationales Lernen aktiv ermöglichen</strong></p>
<ul><li>Bibliotheken können <strong>Formate schaffen, in denen Alt und Jung gemeinsam lernen</strong>:
<ul><li>z. B. bei KI-Sprechstunden, Repair-Cafés, Medienprojekten, Makerspaces, Tandem-Workshops.</li></ul></li>
<li>Dabei geht es nicht um „Ältere erklären Jüngeren“ oder umgekehrt, sondern um <strong>gegenseitige Bereicherung</strong>.</li></ul>

<p><strong>Kompetenzorientierung statt reiner Wissensvermittlung</strong></p>
<ul><li>Zukunftskompetenz heißt: <strong>lernen, zu lernen</strong>.</li>
<li>Bibliotheken sollten <strong>Lernräume statt nur Lehrangebote</strong> gestalten – flexibel, interaktiv, anwendungsorientiert.</li>
<li>Die Förderung von Reflexions- und Transferfähigkeiten kann z. B. durch kreative Formate wie Design Thinking, Diskussionsrunden oder Selbstlernstationen erfolgen.</li></ul>

<p><strong>Brücken bauen zwischen Bildung, Alltag und Lebenswelt</strong></p>
<ul><li>Future Skills entstehen nicht in der Theorie – sie entstehen <strong>im Tun, im Austausch, im Leben</strong>.</li>
<li>Bibliotheken als niedrigschwellige Orte können zwischen <strong>formaler Bildung</strong> und <strong>informellem Lernen</strong> vermitteln – und <strong>generationenübergreifende Bildungsbrücken schlagen</strong>.</li></ul>

<p>Future Skills sind mehr als eine Liste moderner Fähigkeiten – sie sind ein <strong>lebenslanger Lernmodus</strong>. Bibliotheken können als offene, generationenverbindende Bildungsorte diesen Modus verkörpern. Ihr Potenzial liegt nicht nur in der Vermittlung von Inhalten, sondern in der Gestaltung von Räumen für <strong>gemeinsames, zukunftsgerichtetes, kompetenzbasiertes Lernen</strong>. Cross-generationales Lernen sollte dabei nicht die Ausnahme, sondern das Prinzip sein.</p>

<hr/>

<h3 id="vom-mut-zum-aufhören-wie-exnovation-die-zukunft-gestaltet" id="vom-mut-zum-aufhören-wie-exnovation-die-zukunft-gestaltet"><strong>Vom Mut zum Aufhören: Wie Exnovation die Zukunft gestaltet</strong></h3>

<p><strong>Additiv vs. substraktiv Denken</strong></p>
<ul><li>Unser Handeln ist oft <strong>additiv</strong>: Wir fügen Neues hinzu, ohne Altes zu hinterfragen.</li>
<li>Dabei ist <strong>substraktives Verhalten</strong> – also das gezielte Weglassen, Reduzieren oder Beenden – oft effektiver.</li></ul>

<p><strong>Exnovation: Das bewusste Beenden</strong></p>
<ul><li>Exnovation bedeutet: <strong>loslassen, verlernen, ausschleichen, de-investieren, abbauen</strong>.</li>
<li>Es ist ein <strong>strategischer Schritt</strong>, um Ressourcen freizusetzen und <strong>Raum für Neues</strong> zu schaffen.</li>
<li>Exnovation ist <strong>nicht das Gegenteil</strong>, sondern eine <strong>Voraussetzung von Innovation</strong>.</li></ul>

<p><strong>Psychologische Hürden</strong></p>
<ul><li><strong>Loslassen fällt schwer</strong>, u. a. wegen:
<ul><li>Verlustaversion</li>
<li>Status-quo-Verzerrung</li>
<li>Fehlinvestitionsfalle („Wir haben doch so viel reingesteckt“)</li>
<li>Angst vor dem Unbekannten</li></ul></li>
<li>Es braucht <strong>Tools</strong>, Reflexion und kulturelle Offenheit für den bewussten Rückbau.</li></ul>

<p><strong>Vom Ende her denken</strong></p>
<ul><li>Gutes Innovationsmanagement bedeutet: <strong>Schon beim Anfangen an das Aufhören denken</strong>.</li>
<li><strong>Aufbau und Abbau gehören zusammen</strong> – für mehr Klarheit, Fokus und Nachhaltigkeit.</li></ul>

<p>[Quelle und Praxisbezug: <a href="https://www.mi-di.de/exmove">https://www.mi-di.de/exmove</a>]</p>

<p>Bibliotheken sind als öffentliche Institutionen häufig <strong>Innovations- und Traditionsorte zugleich</strong>. Der Gedanke der Exnovation hat deshalb <strong>hohe Relevanz</strong>, wird aber bisher selten bewusst praktiziert.</p>

<p><strong>Bibliotheken als Orte des strategischen Aufräumens</strong></p>
<ul><li>In Zeiten knapper Ressourcen (Personal, Raum, Finanzen) ist Exnovation ein <strong>Werkzeug zur Priorisierung</strong>:
<ul><li>Welche Angebote, Tools, Projekte sind <strong>nicht mehr wirksam</strong>?</li>
<li>Was kann zugunsten neuer Formate <strong>bewusst beendet</strong> werden?</li></ul></li></ul>

<p><strong>Raum für Neues schaffen</strong></p>
<ul><li>Exnovation kann Bibliotheken helfen, <strong>Raum für Innovationen</strong> zu schaffen – z. B. für:
<ul><li>neue Zielgruppen (z. B. junge Erwachsene, Berufstätige)</li>
<li>neue Formate (z. B. digitale Labs, Makerspaces)</li>
<li>neue Kooperationen (z. B. mit Bildungsinitiativen, Sozialräumen)</li></ul></li>
<li>Wichtig: Nicht nur Neues anfangen, sondern auch bewusst <strong>alte Routinen loslassen</strong>.</li></ul>

<p><strong>Kulturwandel in der Institution</strong></p>
<ul><li>Bibliotheken können Exnovation als Teil einer <strong>lernenden Organisation</strong> verstehen:
<ul><li>Reflexion über Wirksamkeit, Nutzungszahlen, gesellschaftliche Relevanz</li>
<li>Förderung einer <strong>Fehlerkultur</strong> und <strong>Lernbereitschaft</strong></li>
<li>Ermutigung zum <strong>Loslassen ohne Scheitern-Stigma</strong></li></ul></li></ul>

<p><strong>Praktische Anwendung</strong></p>
<ul><li>Potenzielle Einsatzfelder:
<ul><li>Ausmisten veralteter Bestände und Medientypen</li>
<li>Abschalten von wenig genutzten digitalen Diensten</li>
<li>Einstellen redundanter Veranstaltungsformate</li>
<li>Reduzieren von Verwaltungsaufwand zugunsten nutzerorientierter Angebote</li></ul></li></ul>

<p><strong>Vorbildfunktion und Vermittlung</strong></p>
<ul><li>Bibliotheken können auch <strong>Exnovationskompetenz</strong> an Nutzer:innen weitergeben:
<ul><li>z. B. durch Workshops zu Digital Detox, Minimalismus, nachhaltigem Medienkonsum</li>
<li>als Teil von Angeboten zu „Future Skills“ oder Lebensbalance</li></ul></li></ul>

<p>Exnovation ist <strong>eine vergessene Zukunftskompetenz</strong>. In einer Welt des permanenten Wandels braucht es nicht nur mehr Innovation, sondern auch den <strong>Mut zum Aufhören</strong>. Bibliotheken können hier Vorreiter sein – als Orte der Reflexion, des Wandels und des strategischen Loslassens. Wer Zukunft gestalten will, muss sich auch trauen, Vergangenheit loszulassen.</p>

<hr/>

<h3 id="bürokratie-2-0-wie-technologie-das-vertrauen-in-unsere-demokratie-wiederherstellen-kann" id="bürokratie-2-0-wie-technologie-das-vertrauen-in-unsere-demokratie-wiederherstellen-kann"><strong>Bürokratie 2.0: Wie Technologie das Vertrauen in unsere Demokratie wiederherstellen kann</strong></h3>

<p><strong>Was ist Bürokratie und warum funktioniert sie nicht mehr?</strong></p>
<ul><li>Bürokratie = <strong>Regelwerk</strong>, das wir uns selbst geben, um das Gemeinwesen zu organisieren.</li>
<li>Problem: Sie ist zunehmend <strong>überfordert, langsam, unübersichtlich</strong>.</li>
<li>Folge: Vertrauensverlust, Überforderung der Bevölkerung, <strong>massive wirtschaftliche Verluste</strong> (146 Mrd. Euro jährlich).</li>
<li>Extremfall: Gerichte, die keine Klagen mehr bearbeiten können = <strong>Erosion des Rechtsstaats</strong>.</li></ul>

<p><strong>Technologische Lösung: Rechtslogik + Software</strong></p>
<ul><li>Idee: <strong>Gesetze nicht nur für Menschen</strong>, sondern auch <strong>für Maschinen verständlich machen</strong>.</li>
<li>Ziel: Bürokratische Prozesse <strong>automatisieren</strong>, beschleunigen, verständlicher machen – <strong>ohne demokratische Kontrolle zu verlieren</strong>.</li></ul>

<p><strong>Technologischer Baukasten</strong></p>
<ul><li><strong><a href="https://www.sprind.org/taten/projekte/rulemapping">Rulemapping</a></strong>: Visualisierung und Analyse von Rechtsregeln.</li>
<li><strong>Open Source Rulemap Builder (OS 2025)</strong>: Offenes Tool zur Regelmodellierung.</li>
<li><strong>Rule AI</strong>: KI, die Regelwerke interpretiert, überprüft und Lücken erkennt.</li>
<li><strong>Public Rulemap Library</strong>: Offene Sammlung digitalisierter Gesetzeslogik.</li>
<li><strong>Digital Legislation Standard</strong>: Einheitlicher, maschinenlesbarer Standard für Gesetzestexte.</li></ul>

<p><strong>Zivilgesellschaft und Innovation</strong></p>
<ul><li>Plattformen wie <strong>betterplace.org</strong> oder <strong>nebenan.de</strong> zeigen, dass digitale Beteiligung Vertrauen schaffen kann.</li>
<li>Initiativen wie <strong><a href="https://www.sprind.org">SPRIN-D</a></strong> (Bundesagentur für Sprunginnovationen) suchen nach disruptiven, aber demokratisch tragfähigen Ansätzen für Governance-Innovation.</li></ul>

<p>Bibliotheken stehen an der <strong>Schnittstelle zwischen Information, Gesellschaft und Demokratie</strong> – und können zentrale Impulsgeber für „Bürokratie 2.0“ sein.</p>

<p><strong>Zugang zu Rechtsinformation</strong></p>
<ul><li>Bibliotheken können helfen, Gesetzgebung und Verwaltungsvorgänge <strong>verständlicher und transparenter</strong> zu machen.</li>
<li>Durch Vermittlungsarbeit rund um <strong>Open Government</strong>, <strong>digitale Gesetzesdatenbanken</strong> und <strong>maschinell lesbare Regelwerke</strong> können sie Rechtsbildung fördern.</li></ul>

<p><strong>Informationskompetenz trifft Rechtslogik</strong></p>
<ul><li>Vermittlung von <strong>Legal Literacy</strong> wird wichtiger: Wie funktionieren Gesetze? Wie kann man sie analysieren? Welche Rolle spielen Datenformate?</li>
<li>Bibliotheken könnten in Kooperation mit Civic-Tech-Initiativen (z. B. OS Rulemap Builder) Workshops, Infoabende und digitale Tools anbieten.</li></ul>

<p><strong>Demokratische Teilhabe und Technologie</strong></p>
<ul><li>Öffentliche Bibliotheken können <strong>Brücken bauen zwischen Staat, Technologie und Zivilgesellschaft</strong>:
<ul><li>z. B. als Ort für Bürger:innenbeteiligung, digitale Petitionen oder Feedback zu Gesetzesvorschlägen</li>
<li>oder als Lernräume für neue demokratische Technologien</li></ul></li></ul>

<p><strong>KI in der Regelbildung kritisch begleiten</strong></p>
<ul><li>Bibliotheken sollten auch <strong>kritisch-reflexive Räume</strong> sein: Wie funktioniert Rule AI? Welche Risiken hat maschinelle Rechtsanwendung?</li>
<li>Sie bieten Raum für Diskussionen zu Datenschutz, Transparenz, Fairness in der digitalen Gesetzesanwendung.</li></ul>

<p><strong>Dokumentation und Archivierung</strong></p>
<ul><li>Als Gedächtnisorte der Gesellschaft können Bibliotheken helfen, die Entwicklung von Gesetzeslogik und -praxis <strong>offen, nachvollziehbar und historisch dokumentiert</strong> zu archivieren – auch in digitalen Formaten (z. B. Rulemaps, Legal-Code-Versionierung).</li></ul>

<p>Die digitale Transformation von Bürokratie kann Vertrauen in Demokratie stärken – wenn sie <strong>offen, partizipativ und nachvollziehbar</strong> gestaltet wird. Bibliotheken können als <strong>Vermittlerinnen, Aufklärerinnen und Plattformbetreiberinnen</strong> eine zentrale Rolle spielen: für ein demokratisches Bürokratieverständnis im digitalen Zeitalter.</p>

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<h3 id="öffentlicher-it-support-für-alle-menschen" id="öffentlicher-it-support-für-alle-menschen"><strong>Öffentlicher IT-Support für alle Menschen!</strong></h3>

<p><strong>Das Digital-Zebra</strong></p>

<p>Ein Infrastrukturprojekt des <strong>Verbandes der Öffentlichen Bibliotheken Berlins (VÖBB)</strong> zur Förderung <strong>digitaler Inklusion</strong> – nicht als reines Digitalisierungsprojekt, sondern als <strong>öffentliches Unterstützungsangebot</strong> zur <strong>sozialen Gerechtigkeit in der Digitalisierung</strong>.</p>

<p><strong>Alle Informationen aus erster Hand:</strong></p>
<ul><li><a href="https://gemeinsamdigital.berlin.de/de/massnahmen-der-strategie/digital-zebra/">https://gemeinsamdigital.berlin.de/de/massnahmen-der-strategie/digital-zebra/</a></li>
<li><a href="https://www.zlb.de/digital-zebra/">https://www.zlb.de/digital-zebra/</a></li>
<li><a href="https://www.voebb.de/aDISWeb/app?service=direct/0/Home/$DirectLink&amp;noRedir&amp;sp=SPROD00&amp;sp=SWI01000363">https://www.voebb.de/aDISWeb/app?service=direct/0/Home/$DirectLink&amp;noRedir&amp;sp=SPROD00&amp;sp=SWI01000363</a></li></ul>

<p><strong>Bibliotheken als Dritte Orte</strong></p>
<ul><li>Digital-Zebra <strong>stärkt Bibliotheken als soziale Infrastruktur</strong>: als offene, vertrauenswürdige Räume, in denen Teilhabe aktiv ermöglicht wird.</li>
<li>Bibliotheken bieten <strong>nicht nur Wissen, sondern auch Orientierung und Begleitung</strong> – physisch, digital und menschlich.</li></ul>

<p><strong>Digitale Teilhabe als neue Grundversorgung</strong></p>
<ul><li>Der Ansatz ist <strong>nicht bildungszentriert</strong>, sondern <strong>infrastrukturorientiert</strong>:
<ul><li>Digitale Grundversorgung wie Strom oder Wasser.</li>
<li>Kein „Nice to Have“, sondern <strong>gesellschaftlich notwendig</strong>.</li></ul></li></ul>

<p><strong>Verankerung im Quartier</strong></p>
<ul><li>Digital-Zebra zeigt, wie Bibliotheken <strong>im</strong> <strong>Stadtteil aktiv sein können</strong> – außerhalb des Gebäudes, direkt im Lebensalltag.</li>
<li>Verweisberatung, Netzwerkarbeit und niedrigschwellige Kommunikation gehören zur täglichen Praxis.</li></ul>

<p><strong>Empowerment statt Pädagogik</strong></p>
<ul><li>Statt belehrender Formate steht <strong>Zugewandtheit</strong> im Fokus.</li>
<li>Vermittlung auf Augenhöhe – viele der Lots*innen arbeiten selbst biografisch nah an den Zielgruppen.</li></ul>

<p><strong>Digitale Souveränität und Open Source</strong></p>
<ul><li>Digital-Zebra fördert <strong>digitale Mündigkeit</strong> durch Beratung zu Open-Source-Alternativen.</li>
<li>Das Projekt <strong>reduziert Abhängigkeit von Big Tech</strong> und fördert langfristig eine <strong>nachhaltige Digitalstrategie</strong>.</li></ul>

<p><strong>Digital-Zebra</strong> ist ein zukunftsweisendes Beispiel dafür, wie <strong>Bibliotheken soziale Gerechtigkeit im digitalen Raum mitgestalten können</strong>. Es verbindet Technik, Vertrauen, Teilhabe und konkrete Hilfe im Alltag – ein Modell für die ganze Bundesrepublik.</p>

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<h3 id="draußen-tiktok-drinnen-fax-vom-quereinstieg-in-eine-behörde" id="draußen-tiktok-drinnen-fax-vom-quereinstieg-in-eine-behörde">Draußen TikTok, drinnen Fax. Vom Quereinstieg in eine Behörde</h3>

<p><strong>Digitalisierung: nicht for profit, sondern für Menschen</strong></p>
<ul><li>Digitalisierung in der Verwaltung soll <strong>nicht gewinnorientiert</strong>, sondern <strong>gemeinwohlorientiert</strong> sein.</li>
<li>Ziel: <strong>Bessere Arbeitsbedingungen</strong>, effizientere Services und echte <strong>Bürgernähe</strong>.</li>
<li>Programme wie <strong>Work4Germany-Fellowships</strong> oder der <strong>DigitalCheck</strong> bringen UX, Service-Design und agile Methoden in die Verwaltung.</li></ul>

<p><strong>Menschen mit Veränderungswillen sind da – aber oft gefangen im System</strong></p>
<ul><li>Verwaltung ist geprägt von <strong>rechtlicher Haftung</strong>, <strong>laufbahnrechtlichen Hürden</strong>, <strong>Personalverwaltung statt -entwicklung</strong>.</li>
<li>Es gibt viele engagierte, motivierte Menschen – doch:
<ul><li>Karrieren sind schwer planbar</li>
<li>Kreative Impulse werden gebremst</li>
<li>Risikoaversität dominiert</li></ul></li></ul>

<p><strong>Probleme: Strukturen, Kultur, Sichtbarkeit</strong></p>
<ul><li>Ein <strong>Flickenteppich</strong> bei digitalisierten Leistungen</li>
<li>Viele gute Projekte sind <strong>unsichtbar</strong>, weil es <strong>an Kommunikation, Austausch und Skalierung</strong> fehlt.</li>
<li>Verwaltung ist oft ein <strong>Labyrinth</strong> mit zu wenigen Austauschformaten zwischen Fach-Silos.</li></ul>

<p><strong>Lösungen: Räume, Methodik, Kulturwandel</strong></p>
<ul><li>Es geht nicht nur um Technik, sondern um:
<ul><li><strong>neue Arbeitsräume</strong> (physisch &amp; mental)</li>
<li><strong>crossfunktionale Zusammenarbeit</strong></li>
<li><strong>OKR-Foren</strong>, <strong>Open Spaces</strong>, <strong>New Work</strong></li></ul></li>
<li>Kulturwandel durch Menschen mit „Bock“ – die <strong>Ergebnisse zeigen</strong> und andere mitziehen.</li>
<li>„<strong>Purpose-driven Jobs</strong>“ und <strong>mehr Mitgestaltung</strong> als Attraktivitätsfaktoren.</li></ul>

<p><strong>Parallelen zu Öffentlichen Bibliotheken</strong></p>
<ul><li>Öffentliche Bibliotheken stehen vor denselben Herausforderungen wie die Verwaltung:
<ul><li><strong>Verwaltungsstrukturen</strong>, aber zugleich <strong>innovative Anforderungen</strong>.</li>
<li><strong>Personalengpässe</strong>, <strong>Kompetenzlücken</strong>, aber auch große <strong>Gestaltungsräume</strong>.</li></ul></li>
<li>Auch hier gilt: Digitalisierung ist <strong>Mittel zum Zweck</strong>, nicht Selbstzweck.</li></ul>

<p><strong>Bibliotheken als Zukunftslabore für öffentliche Verwaltung</strong></p>
<ul><li>Bibliotheken können <strong>Methodenräume</strong> sein:
<ul><li>für UX-/Service-Design-Workshops,</li>
<li>für agile Verwaltungsformate,</li>
<li>für Begegnungen über Bereichsgrenzen hinweg.</li></ul></li>
<li>Sie können <strong>Modellprojekte</strong> aufsetzen, z. B. zu Open Data, Digital-Lots:innen …</li></ul>

<p><strong>Bibliotheken als Arbeitgeber der neuen Verwaltungskultur</strong></p>
<ul><li>Mit <strong>flexiblen Arbeitsmodellen</strong> (z. B. Homeoffice), <strong>interdisziplinären Teams</strong> und <strong>klarem gesellschaftlichem Purpose</strong>.</li>
<li>Reizvoll für junge Fachkräfte mit „Bock auf Impact“ – wenn interne Hürden abgebaut werden.</li></ul>

<p><strong>Verwaltungsbildung &amp; Rechtskommunikation</strong></p>
<ul><li>Bibliotheken können helfen, <strong>Verwaltung transparenter und verständlicher zu machen</strong>:
<ul><li>durch leicht zugängliche Informationen zu digitalen Bürgerdiensten,</li>
<li>rechtliche Aufklärung (z. B. „Was heißt Haftung im Amt?“),</li>
<li>Schulungsangebote mit Verwaltungspartner:innen.</li></ul></li></ul>

<p>Die Verwaltung der Zukunft ist <strong>digital, bürgernah und kompetenzorientiert</strong> – aber der Weg dorthin braucht <strong>Mut zur Veränderung, neue Räume für Zusammenarbeit</strong> und den <strong>Austausch über Silos hinweg</strong>. Bibliotheken können in diesem Wandel <strong>Katalysatoren sein</strong> – als Räume für <strong>Public Innovation</strong>, als Arbeitgeberinnen, als Partnerinnen und als Impulsgeberinnen. Sie zeigen, dass Verwaltung <strong>auch anders kann – menschlich, offen, sinnvoll</strong>.</p>

<hr/>

<h3 id="demokratie-aktiv-schützen-ein-lernfeld-für-die-verwaltung" id="demokratie-aktiv-schützen-ein-lernfeld-für-die-verwaltung"><strong>Demokratie aktiv schützen: ein Lernfeld für die Verwaltung</strong></h3>

<p><strong>Demokratische Neutralität ≠ politische Sterilität</strong></p>
<ul><li>Verwaltung soll neutral sein – <strong>nicht parteipolitisch</strong> – aber dennoch <strong>grundgesetztreu und menschenrechtsbasiert handeln</strong>.</li>
<li>Das bedeutet: <strong>keine Diskriminierung</strong>, <strong>Schutz marginalisierter Gruppen</strong>, und <strong>klare Haltung gegenüber antidemokratischen Tendenzen</strong>.</li></ul>

<p><strong>Verfassungsrechtliche Pflichten in der Verwaltung</strong></p>
<ul><li><strong>Menschenwürde, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit</strong> sind nicht optional – sie sind <strong>Bindung und Richtschnur</strong>.</li>
<li>Verwaltungshandeln darf nicht beliebig sein – es braucht:
<ul><li><strong>Rechtskenntnis</strong>, etwa über <strong>Remonstrationspflicht</strong></li>
<li>Sicherheit im Umgang mit <strong>rechtswidrigen Weisungen</strong></li>
<li>Bewusstsein über die eigene <strong>Rolle im demokratischen System</strong></li></ul></li></ul>

<p><strong>Demokratisches Handeln erlernen</strong></p>
<ul><li>Viele Mitarbeitende in Behörden erleben eine <strong>hohe Handlungsunsicherheit</strong>.</li>
<li>Es fehlen:
<ul><li><strong>evidenzbasierte Datengrundlagen</strong></li>
<li><strong>Beratungsangebote</strong> für Zweifelsfälle</li>
<li><strong>niedrigschwellige Tools</strong> wie z. B. ein „Demokratie-Kit“</li></ul></li>
<li>Demokratische Resilienz entsteht <strong>nicht von außen</strong>, sondern durch <strong>reflektierte Verwaltungsakteur:innen im Innern</strong>.</li></ul>

<p><strong>Netzwerke, Mut und kollektive Verantwortung</strong></p>
<ul><li>Demokratie verteidigt sich <strong>nicht von allein</strong> – sie braucht:
<ul><li>Menschen, die <strong>ihre Verantwortung kennen und wahrnehmen</strong></li>
<li><strong>vernetzte Reflexion</strong> (z. B. Austauschforen, Peer-Support)</li>
<li>Raum, um auch <strong>Fehler zu besprechen</strong>, nicht nur Anweisungen umzusetzen</li></ul></li>
<li>Wichtig ist, dass <strong>Verwaltung nicht technokratisch</strong>, sondern <strong>werteorientiert</strong> handelt.</li></ul>

<p><strong>Bibliotheken als demokratische Infrastruktur</strong></p>
<ul><li>Bibliotheken gelten als <strong>„dritte Orte“</strong>, die <strong>offen, vertrauenswürdig und neutral</strong> sind – genau das macht sie zum perfekten <strong>Lern- und Dialograum</strong> über Demokratie.</li>
<li>Sie sind Orte, wo Verwaltung und Zivilgesellschaft <strong>ohne Barrieren ins Gespräch kommen können</strong>.</li></ul>

<p><strong>Demokratiebildung nicht nur für Bürger:innen</strong></p>
<ul><li>Bibliotheken könnten Angebote für <strong>Verwaltungsmitarbeitende</strong> entwickeln:
<ul><li>Workshops zu <strong>Beamtenrecht &amp; Grundgesetz</strong></li>
<li><strong>Reflexionsformate</strong> zu neutralem, aber wertebasiertem Verwaltungshandeln</li>
<li><strong>Lesungen, Talks, Diskussionsabende</strong> mit Akteur:innen aus Verwaltung &amp; Demokratieprojekten</li></ul></li></ul>

<p><strong>Räume für Austausch, nicht für Zeigefinger</strong></p>
<ul><li>Bibliotheken sollten keine moralisierenden Orte sein – sondern <strong>offene Räume für Selbstklärung</strong> und demokratischen Dialog.</li>
<li>Zentrale Rolle: <strong>Vertrauensbildung</strong> – auch gegenüber Menschen, die sich institutionell entfremdet fühlen.</li></ul>

<p><strong>Brücken bauen: Verwaltung ↔ Zivilgesellschaft</strong></p>
<ul><li>Bibliotheken können:
<ul><li>als <strong>Vermittlerinnen</strong> zwischen Zivilgesellschaft und Verwaltung auftreten</li>
<li><strong>Kooperationspartnerinnen für Demokratieprojekte</strong> sein</li>
<li><strong>digitale und analoge Informationsangebote</strong> zur demokratischen Grundordnung bündeln (z. B. Grundgesetz, Remonstrationspflicht, Bürgerrechte)</li></ul></li></ul>

<p>Demokratie beginnt nicht erst im Parlament – sie zeigt sich im <strong>täglichen Verwaltungshandeln</strong>. Die <strong>Verwaltung muss nicht unpolitisch sein, sondern verfassungstreu, reflektiert und offen für Kritik</strong>. Bibliotheken können diesen Lernprozess <strong>unterstützen, begleiten und anregen</strong> – als neutrale, aber nicht gleichgültige Orte, an denen die Demokratie nicht erklärt, sondern <strong>gelebt</strong> wird.</p>

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<h3 id="xyz-generationenlabels-zementieren-doch-nur-vorurteile" id="xyz-generationenlabels-zementieren-doch-nur-vorurteile"><strong>XYZ? Generationenlabels zementieren doch nur Vorurteile!</strong></h3>

<p><strong>Generationenlabels sind problematisch</strong></p>
<ul><li>Begriffe wie „Generation Z“, „Boomer“ oder „Gen X“ sind <strong>vereinfachende Etiketten</strong>, die <strong>komplexe Menschen auf Klischees reduzieren</strong>.</li>
<li>Empirisch kaum haltbar (vgl. Martin Schröder, Soziologe; Harvard Business Review).</li>
<li>Sie fördern <strong>Altersstereotype</strong>, statt <strong>Vielfalt</strong> zu sehen.</li></ul>

<p><strong>Alter ist ein Datenpunkt, kein Schicksal</strong></p>
<ul><li>Alter funktioniert wie ein <strong>Mischpult</strong>, nicht wie ein Schalter: es ist <strong>ein Datenpunkt unter vielen</strong>, nicht die alles entscheidende Variable.</li>
<li>Lebensverläufe sind heute nicht linear: Sabbaticals, späte Bildungswege, Ruhestand mit 70 oder Weiterbildung mit 60.</li></ul>

<p><strong>Agebombs: Donkey-Kong des Altwerdens</strong></p>
<ul><li>Das Alter birgt Hindernisse (z. B. Framing, Ausschlüsse, Diskriminierung), die wie „Bomben“ entschärft oder umgangen werden müssen – spielerisch, dynamisch.</li>
<li>Besonders Frauen erleben <strong>Framing &amp; Diskriminierung</strong> (z. B. als „zu emotional“ oder „nicht mehr entwicklungsfähig“).</li></ul>

<p><strong>Altersdiversität ist ein Gewinn</strong></p>
<ul><li>Altersmischung ist kein Hindernis, sondern eine <strong>strategische Ressource</strong>:
<ul><li>Wirtschaftlich wertvoll</li>
<li>Ermöglicht Perspektivwechsel</li>
<li>Fördert Resilienz, z. B. durch „Generation Flux“: Anpassungsfähigkeit, Neugier, Offenheit</li></ul></li></ul>

<p><strong>Gestaltung &amp; Teilhabe</strong></p>
<ul><li>Altersfreundliche Räume und Technologien sind kein Zusatz, sondern <strong>ein Akt von Inklusion und Mitgestaltung</strong>.</li>
<li>Kinder übernehmen bereits ab dem dritten Lebensjahr Altersstereotype (Becca Levy, Yale) – <strong>Vorurteile zu hinterfragen ist also dringend nötig</strong>.</li></ul>

<p><strong>Bibliotheken als altersübergreifende Begegnungsräume</strong></p>
<ul><li>Bibliotheken sind prädestiniert dafür, <strong>Generationen zu verbinden</strong>:
<ul><li>Digital-Cafés, Leseclubs, Makerspaces oder KI-Workshops generationsübergreifend, gemeinsam</li>
<li>Keine Trennung nach Alter, sondern Fokus auf <strong>gemeinsamen Interessen &amp; Lernzielen</strong></li></ul></li></ul>

<p><strong>Bildungsangebote jenseits von Altersbildern</strong></p>
<ul><li>Weg von Angeboten „für Senior:innen“ oder „für Jugendliche“ – hin zu:
<ul><li><strong>Intergenerationellen Lernformaten</strong></li>
<li><strong>Altersgemischten Teams</strong></li>
<li><strong>Selbstbestimmter Angebotswahl</strong>, nicht basierend auf Etiketten</li></ul></li></ul>

<p><strong>Design &amp; Technik altersinklusiv denken</strong></p>
<ul><li>Bibliotheken sollten:
<ul><li>ihre <strong>digitale Infrastruktur</strong> auf Barrierefreiheit und generationenübergreifende Nutzung prüfen,</li>
<li>Technologien (z. B. Apps, E-Reader, Online-Kataloge) für alle verständlich und nutzbar machen.</li></ul></li></ul>

<p><strong>Bewusstseinsbildung durch Programme &amp; Medien</strong></p>
<ul><li>Veranstaltungen, Ausstellungen und Medienangebote können helfen:
<ul><li><strong>Ageism sichtbar zu machen</strong></li>
<li><strong>Altersdiversität als Chance zu kommunizieren</strong></li>
<li><strong>Labels zu hinterfragen</strong> und durch <strong>Haltungen zu ersetzen</strong></li></ul></li></ul>

<p><strong>Alter als Ressource im Team</strong></p>
<ul><li>Auch im Personalmanagement der Bibliotheken sollte Altersvielfalt als <strong>Stärke begriffen</strong> werden – mit Blick auf:
<ul><li>Arbeitszeitmodelle</li>
<li>Weiterbildungsangebote für alle Lebensphasen</li>
<li>Mentoring-Konzepte in beide Richtungen</li></ul></li></ul>

<p><strong>Altersvielfalt beginnt im Kopf – und hört nicht an der Bibliothekstür auf.</strong>
Bibliotheken können Pionierinnen einer neuen, <strong>altersgerechten, aber nicht alternden Gesellschaft</strong> sein. Sie bieten Raum, um <strong>Labels hinter sich zu lassen</strong>, <strong>Ressourcen zu aktivieren</strong> und <strong>Menschen in allen Lebensphasen ernst zu nehmen</strong> – nicht als „Zielgruppe“, sondern als gleichwertige Mitgestaltende.</p>

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<h3 id="kick-starting-the-maker-movement-in-czechia-from-a-beer-to-fab25-a-flagship-event-for-1-100-makers" id="kick-starting-the-maker-movement-in-czechia-from-a-beer-to-fab25-a-flagship-event-for-1-100-makers"><strong>Kick-Starting the Maker Movement in Czechia: From a Beer to FAB25 – A Flagship Event for 1,100 Makers</strong></h3>

<p><strong>Was ist FAB25?</strong></p>
<ul><li><strong>21. Ausgabe der internationalen Fab Lab Conference</strong> (FABx) – erstmals in Zentraleuropa.</li>
<li>Veranstaltungsort: <strong>Tschechien</strong>, mit <strong>1.100 Teilnehmenden</strong> aus der globalen Maker-Szene.</li>
<li>Laufzeit: <strong>8 Tage</strong>, inkl. 30+ Keynotes, 120+ Workshops, Expos &amp; Designformate.</li>
<li>Motto: <strong>„Bridge the Gap“</strong> – Lücken in der FabLab-Infrastruktur schließen.</li></ul>

<p><strong>Inhalte &amp; Programm-Tracks</strong></p>
<ol><li><p><strong>Fablabs 25 Years &amp; Beyond</strong></p>
<ul><li>Rückblick auf 25 Jahre FabLab-Bewegung</li>
<li>Austausch über Best Practices und Zukunftsstrategien</li></ul></li>

<li><p><strong>Maker-to-Market</strong></p>
<ul><li>Erfolgsgeschichten aus der Open-Source-Produktentwicklung</li>
<li>Soziale und wirtschaftliche Wirkung lokaler Innovationen</li></ul></li>

<li><p><strong>Competences for the Digital Age &amp; Emerging Technology</strong></p>
<ul><li>Zukunftstechnologien (v. a. 3D-Druck)</li>
<li>STEM-Bildung und neue Lernformate</li>
<li>Nachwuchsförderung &amp; Zukunft des „Hands-on Learning“</li></ul></li></ol>

<p><strong>Organisation &amp; Community-Building</strong></p>
<ul><li>Drei Pre-Events mit 120 Teilnehmenden</li>
<li>Freiwilligenprogramm, starke Community-Orientierung</li>
<li>„First find your team, make your case, book a venue, engage the community“</li>
<li>Zusammenarbeit mit der <strong>tschechischen FabLab- und Makerspace-Vereinigung</strong></li></ul>

<p><strong>Bibliotheken als FabLab-Katalysatoren</strong></p>
<ul><li>(Öffentliche) Bibliotheken sind zunehmend <strong>aktive Orte für Making, digitale Bildung und Innovation</strong>.</li>
<li>FAB25 zeigt, welches <strong>kulturelle und bildungspolitische Potenzial</strong> in Makerspaces steckt – auch in Bibliotheken.</li></ul>

<p><strong>Bildung &amp; Empowerment für das digitale Zeitalter</strong></p>
<ul><li>Programmpunkte wie „Competences for the Digital Age“ und „Maker-to-Market“ passen ideal zu <strong>Bibliothekszielen</strong>:
<ul><li><strong>Zugang zu Technologie</strong></li>
<li><strong>Förderung von Medien- und Zukunftskompetenzen</strong></li>
<li><strong>Stärkung lokaler Innovationskraft</strong></li></ul></li></ul>

<p><strong>„Bridge the Gap“ als Handlungsimpuls</strong></p>
<ul><li>Auch in Deutschland bestehen <strong>regionale Lücken</strong> in der digitalen Infrastruktur.</li>
<li>Bibliotheken können aktiv dazu beitragen, diese Lücken zu schließen – z. B. durch:
<ul><li><strong>Mini-Maker-Spaces</strong></li>
<li><strong>Technologie-Workshops</strong></li>
<li><strong>Kooperationen mit Schulen, Bildungszentren, Tech-Initiativen</strong></li></ul></li></ul>

<p><strong>Veranstaltungsformate &amp; Community-Arbeit</strong></p>
<ul><li>FAB25 zeigt die Wirkung von <strong>Kreativität, Formatvielfalt und Community-Zentrierung</strong>:
<ul><li><strong>Open-Stage-Formate</strong>, <strong>Design-orientierte Umgebungen</strong></li>
<li>Bibliotheken können sich davon inspirieren lassen, um eigene digitale Veranstaltungen weiterzuentwickeln.</li></ul></li></ul>

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<h3 id="changemaking-der-nächsten-generation-conscious-tinkering-ki-osk" id="changemaking-der-nächsten-generation-conscious-tinkering-ki-osk"><strong>Changemaking der nächsten Generation: „Conscious Tinkering“ KI-osk</strong></h3>

<p><strong>Was ist „Conscious Tinkering“?</strong></p>
<ul><li>Ein <strong>praxisorientierter, risikoarmer Ansatz</strong>, um sich <strong>spielerisch und bewusst</strong> mit KI auseinanderzusetzen.</li>
<li>Im Mittelpunkt steht: <strong>Tüfteln, Prototypen bauen, ausprobieren</strong>, ohne gleich „die große Lösung“ zu brauchen.</li>
<li>Ziel: Kompetenzen in <strong>Datenmanagement</strong>, <strong>KI</strong>, <strong>Steuerung</strong>, <strong>IT-Infrastruktur</strong> durch konkrete, iterative Versuche aufbauen.</li></ul>

<p><strong>Changemaking der nächsten Generation</strong></p>
<ul><li>Basierend auf dem Ansatz von <strong>Ashoka</strong> – dem weltgrößten Netzwerk für Social Entrepreneurship.</li>
<li>Jugendliche und junge Erwachsene werden als <strong>aktive Mitgestalter:innen</strong> einer digitalen, demokratischen Gesellschaft gesehen.</li>
<li>Werte: <strong>Partizipation, soziale Wirkung, Unternehmertum, Kollaboration</strong>.</li></ul>

<p><strong>KI-osk – vom Prototyp zur Relevanz</strong></p>
<ul><li>KI-Projekte beginnen nicht mit Strategie, sondern mit <strong>Experimenten</strong>, die Strategie ermöglichen.</li>
<li>Fokus auf:
<ul><li><strong>kleine, schnelle Prototypen</strong></li>
<li><strong>repetitive, interne, risikoarme Anwendungsfälle</strong></li>
<li><strong>Lernkultur statt Perfektionskultur</strong></li></ul></li>
<li>Unnütze Versuche landen nicht im Müll, sondern auf dem <strong>„Friedhof der Experimente“</strong> – aus Fehlern wird gelernt.</li></ul>

<p><strong>Bibliotheken als sichere Testräume für KI</strong></p>
<ul><li>Bibliotheken bieten einen idealen Raum für <strong>„bewusstes Tüfteln“</strong>:
<ul><li>Sie sind <strong>nicht primär wirtschaftsgetrieben</strong>, sondern gemeinwohlorientiert.</li>
<li>Hier können <strong>Experimente mit KI-Prototypen</strong> ohne hohen Druck stattfinden.</li>
<li>Perfekt für <strong>Erprobung interner Anwendungen</strong> (z. B. Automatisierung von Routineaufgaben, Chatbots für Auskunftsdienste).</li></ul></li></ul>

<p><strong>KI-Kompetenz durch „Learning by Prototyping“</strong></p>
<ul><li>Bibliotheken können <strong>niedrigschwellige KI-Labs oder KI-osk-Stationen</strong> einrichten:
<ul><li>Für Besucher:innen, die spielerisch KI erleben möchten</li>
<li>Für Mitarbeitende, die interne Prozesse weiterdenken</li></ul></li>
<li>Mit jedem Prototypen wächst <strong>praktisches Know-how</strong> – unabhängig vom Alter oder Techniklevel.</li></ul>

<p><strong>Junge Menschen als aktive „Change-Maker“</strong></p>
<ul><li>Der Changemaker-Ansatz lässt sich auf Bibliotheken übertragen:
<ul><li><strong>Partizipative Innovationsprojekte mit Jugendlichen</strong> (z. B. zu ethischer KI, Datenkritik, kreativer KI-Nutzung)</li>
<li><strong>Maker-Projekte mit Purpose</strong>, nicht nur Technik</li></ul></li>
<li>Ziel: <strong>Zukunftskompetenz fördern</strong>, nicht nur Technik vermitteln</li></ul>

<p><strong>Vom Reden ins Tun kommen</strong></p>
<ul><li>Statt auf „die große Strategie“ zu warten, sollten Bibliotheken:
<ul><li><strong>kleine Projekte mit begrenztem Risiko umsetzen</strong></li>
<li>Erfahrungen dokumentieren und teilen (Open Source, Erfahrungsberichte)</li>
<li>eigene <strong>„Experimentierräume“ sichtbar machen</strong>, auch mit dem Risiko des Scheiterns</li></ul></li></ul>

<p><strong>„Conscious Tinkering“</strong> steht für eine neue Generation des Lernens und Wandelns: <strong>risikobewusst, erfahrungsorientiert, partizipativ</strong>.
Bibliotheken können damit zu echten <strong>Prototypenwerkstätten für den digitalen Wandel</strong> werden – nicht nur als Lernort für Nutzer:innen, sondern auch als Transformationsort für sich selbst.</p>

<hr/>

<h3 id="deine-mediennutzung-als-schlüsselanhänger" id="deine-mediennutzung-als-schlüsselanhänger"><strong>Deine Mediennutzung als Schlüsselanhänger</strong></h3>

<p>In diesem praktischen Workshop habe ich mir keinerlei Notizen gemacht, aber es hat mich trotzdem nachhaltig beeindruckt, wie mit einfachen Mitteln ein Einstieg in die Welt der “Datenphysikalisierung” vermittelt werden kann.</p>

<p>Ein Impuls, den ich in jedem Fall mit in meine Arbeit nehme.</p>

<p><img src="https://i.snap.as/M0UaNtdr.jpeg" alt=""/></p>

<p>ALT: Ein Fragebogen auf einem Tisch erfragt Mediennutzungsverhalten. Drei Fragen sind mit Symbolen visuell unterstützt: (1) Tägliche Smartphone-Bildschirmzeit (Symbol: Quadrat), (2) Anzahl genutzter Streamingdienste (Symbol: Dreieck), (3) Hauptquelle für Nachrichten (Symbol: Kreis). Die Antwortoptionen sind farbig (z. B. gelbes Dreieck für „mittel“) und jeweils mit einem „X“ markiert. Daneben liegt ein Schlüsselanhänger mit bunten Acrylsymbolen (Dreieck, Quadrat, Welle, Kreis).</p>

<hr/>

<p>Respekt, wenn ihr die 5030 Wörter bis hier hin gelesen habt. Ich hoffe, ich konnte euch mit meinem re:publica-recap den einen oder anderen Impuls mitgeben und meine These vom Anfang des Posts in Hinblick auf das Potenzial der re:publica für und mit Bibliotheken beweisen.</p>

<p><a href="https://somebib.writeas.com/tag:EventLog" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">EventLog</span></a></p>
]]></content:encoded>
      <guid>https://somebib.writeas.com/re-publica-2025</guid>
      <pubDate>Sat, 14 Jun 2025 19:59:56 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>bibcamp25</title>
      <link>https://somebib.writeas.com/bibcamp25?pk_campaign=rss-feed</link>
      <description>&lt;![CDATA[Der Januar 2025 war ganz offensichtlich ein geeigneter BarCamp-Monat, denn nachdem ich auf dem Innovation Culture Camp 2025 war, ging es eine Woche später direkt mit dem #bibcamp25 weiter.&#xA;&#xA;Das #bibcamp25 lud vom 31. Januar – 1. Februar 2025 in die großartige Zentralbibliothek (im KAP1) der Stadtbüchereien Düsseldorf ein und dockte einerseits an das Motto der Landeshauptstadt Düsseldorf („Nähe trifft Freiheit“) an, erweckte andererseits mit „voneinander lernen, gemeinsam gestalten“ die erfolgreiche bibliothekarische Unkonferenz wieder zum Leben. Es wurde gemeinsam von 30 Studierenden der TH Köln, dem Düsseldorfer Bibliotheksteam, dem BIB und den Teilnehmenden gestaltet.&#xA;&#xA;!--more--&#xA;&#xA;  Vielen Dank an alle Organisator:innen und Sponsor:innen, die mit dem #bibcamp25 zwei intensive und bereichernde Tage des Austauschs und der Weiterentwicklung ermöglicht haben!&#xA;&#xA;Für mich war es das zweite #bibcamp, nachdem ich 2017 in einer Session unser damaliges Studierendenprojekt zum Thema OER vorstellen und diskutieren durfte. Gemeinsam mit zwei Kolleg:innen ging es also am Freitagmorgen mit dem ICE in Richtung Düsseldorf. Die knapp anderthalbstündige Fahrt nutzten wir sinnvoll und lauschten der ersten DFA-Kaffeepause zum Thema „KI und digitale Barrierefreiheit“.&#xA;&#xA;In Düsseldorf angekommen, hatten wir bei Kaffee und Fingerfood die erste Gelegenheit zum Kennenlernen anderer Teilnehmer:innen und entdeckten auch schnell bekannte Gesichter im Stadtfenster des KAP1.&#xA;&#xA;Gegen 12.30 startete das #bibcamp25 dann offiziell mit Grußworten und der obligatorischen Sessioneinteilung. Zwölf spannende Sessions schafften es auf den Sessionplan des ersten Tages, die übrigen auf den Themenparkplatz für Samstag. Das Themenspektrum an Tag 1 umfasste: Zentralbibliothek im KAP1, Escape Room, Leseförderung, Berufseinstieg und -wechsel, Change Management, Safe Space Bibliothek, Social Media, Medien an den Rändern, KI-Kompetenz, Nutzerforschung, Fort- und Weiterbildung sowie Pen and Paper.&#xA;&#xA;---&#xA;&#xA;Die Sessions, die ich besucht habe, im Überblick:&#xA;&#xA;Führung durch die Zentralbibliothek der Stadtbüchereien Düsseldorf im KAP1 und Erläuterungen zum Konzept&#xA;&#xA;Change Management in Bibliotheken&#xA;&#xA;KI-Kompetenz&#xA;&#xA;Maker\&#xA;&#xA;Die Rolle von Bibliotheken in Zeiten von KI&#xA;&#xA;Die Zukunft des #bibcamp&#xA;&#xA;Im Folgenden findest Du zwar keine vollständige Zusammenfassung dieser Sessions, aber einige (unstrukturierte) Punkte, die ich mir notiert habe und die vielleicht auch für Dich interessant sind.&#xA;&#xA;Die „offizielle“ #bibcamp25 – Summary (befüllt von den Studierenden) findest Du hier.&#xA;&#xA;---&#xA;&#xA;Führung durch die Zentralbibliothek der Stadtbüchereien Düsseldorf im KAP1 und Erläuterungen zum Konzept&#xA;&#xA;Einen umfassenden Eindruck findest Du in dieser Broschüre.&#xA;&#xA;Die Zentralbibliothek im KAP1 umfasst insgesamt 12.000 m2, davon können 8.000 m2 als Publikumsfläche auf zwei Ebenen (Herz &amp; Hirn) genutzt werden.&#xA;Die Bibliothek ist Mo – Fr von 9 – 21 Uhr (10 – 19 Uhr mit Bibliotheksteam), &#xA;  Sa von 9 – 18 Uhr (10 – 16 Uhr mit Bibliotheksteam), So von 11 – 18 Uhr geöffnet.&#xA;Die Zeiten, die ohne Bibliotheksteam angegeben sind, sind Open-Library-Zeiten, in denen Besucher:innen die Bibliothek auch ohne Bibliotheksausweis nutzen können.&#xA;Das Stadtfenster im KAP1 ist ein offizielles Trauzimmer der Stadt Düsseldorf, im vergangenen Jahr wurden dort 20 Trauungen vollzogen.&#xA;Der Veranstaltungsraum „Herzkammer“ verfügt über 140 Sitzplätze.&#xA;Insgesamt verfügt die Bibliothek über mehr als 15 Veranstaltungsräume.&#xA;An manchen Tagen finden in der Zentralbibliothek bis zu 8 Veranstaltungen parallel statt.&#xA;Das Veranstaltungsprogramm ist beteiligungsorientiert und legt Wert auf inhaltliche Kooperationen.&#xA;Das Bibliothekscafé (via DEHOGA) übernimmt das Catering bei Veranstaltungen.&#xA;Customer Journey führten zu verschiedenen Erkenntnissen (z.B. Verben zur Beschriftung von wichtigen Touch Points \[abholen, zahlen, …\], mehr Sitzgelegenheiten)&#xA;In der Zentralbibliothek sind Selbstverbucher auch dezentral im Raum aufgestellt.&#xA;Es wird eine Umstellung auf vollständig bargeldloses Bezahlen angestrebt.&#xA;Die Bibliothek verfügt über 600 Arbeitsplätze und 60 PC-Arbeitsplätze.&#xA;Plakate werden nur an einer zentralen Stelle in der Bibliothek angebracht.&#xA;Es wird überlegt, die Kopierer-Anzahl zu reduzieren, da die Nachfrage merklich zurückgegangen ist.&#xA;Der Dachgarten dient als Picknick-Area.&#xA;Ein digitales Reallabor (zusammen mit dem Digitaldezernat) ist in Planung.&#xA;Die Lernboxen in der Bibliothek können online reserviert werden.&#xA;Nur noch 20% der Besucher\innen entleihen auch Medien, sonntags sind es sogar nur 8%.&#xA;Zum Bibliotheksteam gehören auch Veranstaltungstechniker:innen.&#xA;Kolleg:innen können 5-10% ihrer Stelle nach Interesse gestalten, z.B. durch Mitarbeit in digitalen Projekten.&#xA;Es gibt ein Sachgebiet „Digitaler Kundenservice“.&#xA;&#xA;---&#xA;&#xA;Change Management in Bibliotheken&#xA;&#xA;Vor dem Start in den Change-Prozess kann es hilfreich sein, vorhandene Strukturen aufzuzeichnen, Spezialwissen zu identifizieren und Services zu clustern.&#xA;Change betrifft sowohl die Aufbau- als auch die Ablauforganisation.&#xA;Es lohnt sich, Zeit in Recherche und Impulse (Best-Practices) von außen zu investieren.&#xA;Es ist wichtig, im Change Themenschwerpunkte zu setzen und Schulungen zu ermöglichen.&#xA;Im Change müssen ggf. auch Tätigkeitsbeschreibungen entsprechend angepasst werden.&#xA;Automatisierungen sollten an geeigneten Stellen eingesetzt werden, um Freiräume für anderes zu schaffen.&#xA;Finanzielle Mittel können Treiber von Change-Prozessen sein, wenn sie an Fristen gebunden sind.&#xA;Bibliotheken sind oft noch reagil statt agil.&#xA;Ängste der Mitarbeitenden müssen ernst genommen werden, bei Veränderungen ist immer auch Trauer im Team dabei.&#xA;Bei der Einführung neuer Software kann es hilfreich sein, nach ca. 3 Monaten noch einmal zusammenzukommen und zu schauen, ob Fragen offen oder Probleme in der täglichen Praxis identifiziert worden sind.&#xA;Newsletter sind eine gute Möglichkeit, um regelmäßig über (anstehende) Neuerungen zu informieren.&#xA;Impulsfrage: Wie können Mitarbeitende in einer positiven Grundstimmung gegenüber Veränderungen gehalten werden?&#xA;Es ist sinnvoll, von vornherein eine klare Vision zu formulieren. (Wir machen das aus den und den Gründen. Das und das würde passieren, wenn wir es nicht machen)&#xA;Es ist wichtig, realistisch zu bleiben: Skeptiker:innen werden selten zu motivierten Macher:innen bekehrt.&#xA;Menschen können sich im selben Change-Prozess in verschiedenen Stadien befinden – Führungskräfte müssen im Blick behalten, wer sich gerade auf welche Ebene der Change-Management-Kurve befindet.&#xA;Ein regelmäßiger „Blick hinter die Kulissen“ bei der Einführung neuer Software, vor dem Go-Live, kann frühzeitig Ängste abbauen und offene Fragen klären.&#xA;Permanente Veränderung kann als neuer Normalzustand etabliert werden, wenn es richtig angegangen wird.&#xA;Veränderungskultur und Fehlerkultur müssen gemeinsam gelebt werden.&#xA;Es gibt verschiedene Stufen der Partizipation in Change-Prozessen, die Rahmenbedingungen für die Mitbestimmung sollten von Anfang an klar definiert werden.&#xA;Job-Shadowing und Mentoren-Programme können helfen, bspw. wenn es um die Zusammenlegung von Abteilungen oder Standorten geht.&#xA;Die Methode der 6 Denkhüte eröffnet neue Perspektiven.&#xA;&#xA;Mehr zum Thema&#xA;&#xA;Apel, Jochen. (2012). Change Management an Bibliotheken. Perspektive Bibliothek. 1. 10.11588/pb.2012.1.9402.&#xA;Fachstelle Öffentliche Bibliotheken NRW: https://fachstelle-oeffentliche-bibliotheken.nrw/2024/06/change-management-in-bibliotheken-strategien-fuer-den-wandel-kommunikation-ist-alles/&#xA;&#xA;---&#xA;&#xA;KI-Kompetenz&#xA;&#xA;Die Vermittlung von KI-Kompetenzen erfordert eine Mehrstufigkeit.&#xA;KI-Funktionen sollten in Anwendungen im Idealfall aktiv und bewusst zugeschaltet werden, nachdem entsprechende Leitlinien und Hinweise zur Kenntnis genommen wurden.&#xA;KI-Ergebnisse sollten immer hinterfragt und reflektiert werden.&#xA;Prompt-Battle als Format für die Vermittlung von KI-Kompetenzen.&#xA;Neben den üblichen Fragestellungen in Hinblick auf KI und ihre Ergebnisse, sollte immer auch für das Thema der Nachhaltigkeit sensibilisiert werden.&#xA;Außerdem sollte vor dem Einsatz von KI die Frage gestellt werden: Wofür brauchen wir sie und wofür brauchen wir sie nicht?&#xA;Ängste nehmen mit und vor KI.&#xA;Die StB Düsseldorf arbeiten mit einem Formblatt für ihre Stadtteilbibliotheken, die KI-Veranstaltungen in ihr Portfolio aufnehmen möchten. So stellen sie sicher, dass alle auf derselben Ebene sensibilisiert sind und sich im Vorfeld entsprechende Gedanken darüber gemacht haben.&#xA;Vorsicht ist geboten, wenn KI intern zum Training freigegeben wird: Mitarbeitende sind i.d.R. Einwortsuchen via Google und Co. gewohnt und müssen vorher entsprechend gebrieft werden, dass die KI auf ganze Sätze und Kontexte als Suchanfragen trainiert werden sollte.&#xA;Die ZLB Berlin setzt in der Vermittlung von u.a. KI-Kompetenzen auf einen „Digitalen Kompetenzsprint“ und öffnet dafür an einem Tag in der Woche ihre Bibliotheken im Self-Service, um den Mitarbeitenden die Teilnahme an dieser internen Trainingsmaßnahme zu ermöglichen.&#xA;Informationssouveränität vs. KI, was sind noch geprüfte Informationen?&#xA;&#xA;Mehr zum Thema&#xA;&#xA;https://bibliotheksportal.de/ressourcen/digitale-services/bibliotheken-und-ki/?cn-reloaded=1&#xA;https://www.o-bib.de/bib/article/view/6031/9158&#xA;https://www.ibi.hu-berlin.de/de/von-uns/bbk/abstracts/ss24/schmidtki&#xA;&#xA;---&#xA;&#xA;Maker\*&#xA;&#xA;Austausch zum Thema VDI-TechnoTheken&#xA;EU CodeWeek z.B. mit Ozobot, 3D-Druck, Scratch, Lego Spike …&#xA;Experience Lab des MIZ der Leuphana Universität Lüneburg&#xA;MethoThek der Stadtbibliothek Hannover&#xA;Makerspace-Netzwerk des MAGIE | Makerspace Gießen&#xA;Stop-Motion-Filme mit 3D-gedruckten Elementen&#xA;Wie bewerbe ich Maker-Angebote, insbesondere wenn sie analoge und digitale Elemente vereinen?&#xA;Menschen erobern sich die Räume, die sie nutzen möchten – hier sollte mit positiver Bestätigung gearbeitet werden.&#xA;&#xA;Mehr zum Thema&#xA;&#xA;https://www.goethe.de/ins/hr/de/kul/sup/bib/21581603.html&#xA;Ben Kaden, Linda Freyberg, „Makerspaces und Library Labs in wissenschaftlichen Bibliotheken – zwischen physischem Raum und forschungsorientierter Ausrichtung“. LIBREAS. Library Ideas, 44 (2023).&#xA;  https://libreas.eu/ausgabe44/kaden_freyberg/&#xA;&#xA;---&#xA;&#xA;Die Rolle von Bibliotheken in Zeiten von KI&#xA;&#xA;KI als Werkzeug (gründlich) verstehen&#xA;Welchen Einfluss hat KI auf Forschung und Wissenschaft?&#xA;KI im „Hype Cycle“ – wo wird sie sich letztendlich einpendeln? (Plateau der Produktivität)&#xA;KI stellt für viele Menschen immer noch eine Blackbox dar.&#xA;Viele Bücher liegen noch nicht als eBook vor und können so schwerlich (ohne Weiteres) in die Knowledge Base von KI einfließen.&#xA;Wer kann das Mentoring zu KI-Antworten übernehmen?&#xA;Wie kommen WB-Skills in Sachen KI an die ÖB und umgekehrt?&#xA;Blog-Empfehlung aus der Runde: Aaron Tay’s Musings about librarianship&#xA;KI weist extrem hohe Dynamiken auf, Schulungen müssten beinahe wöchentlich angepasst werden.&#xA;Projekt Open Source-KI.nrw&#xA;Eine Möglichkeit, das Thema in den Bibliotheken gezielt anzugehen, kann die Bildung von „KI Task Forces“ sein.&#xA;Chicago hat kürzlich einen „Artificial Intelligence Librarian“ ausgeschrieben.&#xA;Klassische Recherche-Skills müssen von Bibliotheken trotzdem weiterhin vermittelt werden.&#xA;KI erzeugt eine Illusion der Sicherheit und Finalität der Antworten.&#xA;Auch bei KI-Antworten müssen die üblichen Checkpoints hinterfragt werden, z.B. Was ist die Quelle? Wer steht hinter dieser Quelle? …&#xA;&#xA;Mehr zum Thema&#xA;&#xA;Pence, Harry. (2022). Future of Artificial Intelligence in Libraries. The Reference Librarian. 63. 1-11. 10.1080/02763877.2022.2140741.&#xA;https://www.b-u-b.de/detail/das-zeitalter-der-ki-bibliothekare&#xA;&#xA;---&#xA;&#xA;## Die Zukunft des #bibcamp&#xA;&#xA;Zum Abschluss des #bibcamp25 wurde noch einmal intensiv über die Zukunft des #bibcamp gesprochen. Alle sind sich einig, das Format sollte weiterbestehen, aber es braucht Menschen, Räume und Sponsor:innen, um das auf die Beine zu stellen. Insbesondere das Einbeziehen von Studis und Azubis sollte forciert werden.&#xA;&#xA;EventLog]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Der Januar 2025 war ganz offensichtlich ein geeigneter BarCamp-Monat, denn nachdem ich auf dem <a href="https://somebib.de/2025/02/02/i2c25-innovation-culture-camp-2025/">Innovation Culture Camp 2025</a> war, ging es eine Woche später direkt mit dem <a href="https://www.b-u-b.de/detail/die-bibliothekarische-unkonferenz-kehrt-zurueck"><a href="https://somebib.writeas.com/tag:bibcamp25" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">bibcamp25</span></a></a> weiter.</p>

<p>Das <a href="https://somebib.writeas.com/tag:bibcamp25" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">bibcamp25</span></a> lud vom 31. Januar – 1. Februar 2025 in die großartige Zentralbibliothek (im KAP1) der Stadtbüchereien Düsseldorf ein und dockte einerseits an das Motto der Landeshauptstadt Düsseldorf („Nähe trifft Freiheit“) an, erweckte andererseits mit „voneinander lernen, gemeinsam gestalten“ die erfolgreiche bibliothekarische Unkonferenz wieder zum Leben. Es wurde gemeinsam von 30 Studierenden der TH Köln, dem Düsseldorfer Bibliotheksteam, dem BIB und den Teilnehmenden gestaltet.</p>



<blockquote><p>Vielen Dank an alle Organisator:innen und Sponsor:innen, die mit dem <a href="https://somebib.writeas.com/tag:bibcamp25" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">bibcamp25</span></a> zwei intensive und bereichernde Tage des Austauschs und der Weiterentwicklung ermöglicht haben!</p></blockquote>

<p>Für mich war es das zweite <a href="https://somebib.writeas.com/tag:bibcamp" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">bibcamp</span></a>, nachdem ich 2017 in einer Session unser damaliges Studierendenprojekt zum Thema <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Open_Educational_Resources">OER</a> vorstellen und diskutieren durfte. Gemeinsam mit zwei Kolleg:innen ging es also am Freitagmorgen mit dem ICE in Richtung Düsseldorf. Die knapp anderthalbstündige Fahrt nutzten wir sinnvoll und lauschten der ersten <a href="https://digitaltag.eu/anmeldung-dfa-kaffeepause">DFA-Kaffeepause</a> zum Thema „KI und digitale Barrierefreiheit“.</p>

<p>In Düsseldorf angekommen, hatten wir bei Kaffee und Fingerfood die erste Gelegenheit zum Kennenlernen anderer Teilnehmer:innen und entdeckten auch schnell bekannte Gesichter im Stadtfenster des KAP1.</p>

<p>Gegen 12.30 startete das <a href="https://somebib.writeas.com/tag:bibcamp25" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">bibcamp25</span></a> dann offiziell mit Grußworten und der obligatorischen Sessioneinteilung. Zwölf spannende Sessions schafften es auf den Sessionplan des ersten Tages, die übrigen auf den Themenparkplatz für Samstag. Das Themenspektrum an Tag 1 umfasste: Zentralbibliothek im KAP1, Escape Room, Leseförderung, Berufseinstieg und -wechsel, Change Management, Safe Space Bibliothek, Social Media, Medien an den Rändern, KI-Kompetenz, Nutzerforschung, Fort- und Weiterbildung sowie Pen and Paper.</p>

<hr/>

<p><strong>Die Sessions, die ich besucht habe, im Überblick:</strong></p>
<ol><li><p>Führung durch die Zentralbibliothek der Stadtbüchereien Düsseldorf im KAP1 und Erläuterungen zum Konzept</p></li>

<li><p>Change Management in Bibliotheken</p></li>

<li><p>KI-Kompetenz</p></li>

<li><p>Maker*</p></li>

<li><p>Die Rolle von Bibliotheken in Zeiten von KI</p></li>

<li><p>Die Zukunft des <a href="https://somebib.writeas.com/tag:bibcamp" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">bibcamp</span></a></p></li></ol>

<p>Im Folgenden findest Du zwar keine vollständige Zusammenfassung dieser Sessions, aber einige (unstrukturierte) Punkte, die ich mir notiert habe und die vielleicht auch für Dich interessant sind.</p>

<p>Die „offizielle“ <a href="https://somebib.writeas.com/tag:bibcamp25" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">bibcamp25</span></a> – Summary (befüllt von den Studierenden) findest Du <a href="https://docs.google.com/document/u/0/d/1gBcOEZ_DE4S7vuKx7FZ7S6nvLhwiXxAz9d21wOkRihU/mobilebasic?pli=1">hier</a>.</p>

<hr/>

<h2 id="führung-durch-die-zentralbibliothek-der-stadtbüchereien-düsseldorf-im-kap1-und-erläuterungen-zum-konzept" id="führung-durch-die-zentralbibliothek-der-stadtbüchereien-düsseldorf-im-kap1-und-erläuterungen-zum-konzept"><strong>Führung durch die Zentralbibliothek der Stadtbüchereien Düsseldorf im KAP1 und Erläuterungen zum Konzept</strong></h2>

<p>Einen umfassenden Eindruck findest Du in dieser <a href="https://www.duesseldorf.de/fileadmin/Amt41-202/stadtbuechereien/pdf/41-202_Br_Zentralbibliothek_komplett_web_bf.pdf">Broschüre</a>.</p>
<ul><li>Die Zentralbibliothek im KAP1 umfasst insgesamt 12.000 m2, davon können 8.000 m2 als Publikumsfläche auf zwei Ebenen (Herz &amp; Hirn) genutzt werden.</li>
<li>Die Bibliothek ist Mo – Fr von 9 – 21 Uhr (10 – 19 Uhr mit Bibliotheksteam), 
Sa von 9 – 18 Uhr (10 – 16 Uhr mit Bibliotheksteam), So von 11 – 18 Uhr geöffnet.</li>
<li>Die Zeiten, die ohne Bibliotheksteam angegeben sind, sind Open-Library-Zeiten, in denen Besucher:innen die Bibliothek auch ohne Bibliotheksausweis nutzen können.</li>
<li>Das Stadtfenster im KAP1 ist ein offizielles Trauzimmer der Stadt Düsseldorf, im vergangenen Jahr wurden dort 20 Trauungen vollzogen.</li>
<li>Der Veranstaltungsraum „Herzkammer“ verfügt über 140 Sitzplätze.</li>
<li>Insgesamt verfügt die Bibliothek über mehr als 15 Veranstaltungsräume.</li>
<li>An manchen Tagen finden in der Zentralbibliothek bis zu 8 Veranstaltungen parallel statt.</li>
<li>Das Veranstaltungsprogramm ist beteiligungsorientiert und legt Wert auf inhaltliche Kooperationen.</li>
<li>Das Bibliothekscafé (via DEHOGA) übernimmt das Catering bei Veranstaltungen.</li>
<li>Customer Journey führten zu verschiedenen Erkenntnissen (z.B. Verben zur Beschriftung von wichtigen Touch Points [abholen, zahlen, …], mehr Sitzgelegenheiten)</li>
<li>In der Zentralbibliothek sind Selbstverbucher auch dezentral im Raum aufgestellt.</li>
<li>Es wird eine Umstellung auf vollständig bargeldloses Bezahlen angestrebt.</li>
<li>Die Bibliothek verfügt über 600 Arbeitsplätze und 60 PC-Arbeitsplätze.</li>
<li>Plakate werden nur an einer zentralen Stelle in der Bibliothek angebracht.</li>
<li>Es wird überlegt, die Kopierer-Anzahl zu reduzieren, da die Nachfrage merklich zurückgegangen ist.</li>
<li>Der Dachgarten dient als Picknick-Area.</li>
<li>Ein digitales Reallabor (zusammen mit dem Digitaldezernat) ist in Planung.</li>
<li>Die Lernboxen in der Bibliothek können online reserviert werden.</li>
<li>Nur noch 20% der Besucher*innen entleihen auch Medien, sonntags sind es sogar nur 8%.</li>
<li>Zum Bibliotheksteam gehören auch Veranstaltungstechniker:innen.</li>
<li>Kolleg:innen können 5-10% ihrer Stelle nach Interesse gestalten, z.B. durch Mitarbeit in digitalen Projekten.</li>
<li>Es gibt ein Sachgebiet „Digitaler Kundenservice“.</li></ul>

<hr/>

<h2 id="change-management-in-bibliotheken" id="change-management-in-bibliotheken"><strong>Change Management in Bibliotheken</strong></h2>
<ul><li>Vor dem Start in den Change-Prozess kann es hilfreich sein, vorhandene Strukturen aufzuzeichnen, Spezialwissen zu identifizieren und Services zu clustern.</li>
<li>Change betrifft sowohl die Aufbau- als auch die Ablauforganisation.</li>
<li>Es lohnt sich, Zeit in Recherche und Impulse (Best-Practices) von außen zu investieren.</li>
<li>Es ist wichtig, im Change Themenschwerpunkte zu setzen und Schulungen zu ermöglichen.</li>
<li>Im Change müssen ggf. auch Tätigkeitsbeschreibungen entsprechend angepasst werden.</li>
<li>Automatisierungen sollten an geeigneten Stellen eingesetzt werden, um Freiräume für anderes zu schaffen.</li>
<li>Finanzielle Mittel können Treiber von Change-Prozessen sein, wenn sie an Fristen gebunden sind.</li>
<li>Bibliotheken sind oft noch reagil statt agil.</li>
<li>Ängste der Mitarbeitenden müssen ernst genommen werden, bei Veränderungen ist immer auch Trauer im Team dabei.</li>
<li>Bei der Einführung neuer Software kann es hilfreich sein, nach ca. 3 Monaten noch einmal zusammenzukommen und zu schauen, ob Fragen offen oder Probleme in der täglichen Praxis identifiziert worden sind.</li>
<li>Newsletter sind eine gute Möglichkeit, um regelmäßig über (anstehende) Neuerungen zu informieren.</li>
<li>Impulsfrage: Wie können Mitarbeitende in einer positiven Grundstimmung gegenüber Veränderungen gehalten werden?</li>
<li>Es ist sinnvoll, von vornherein eine klare Vision zu formulieren. (Wir machen das aus den und den Gründen. Das und das würde passieren, wenn wir es nicht machen)</li>
<li>Es ist wichtig, realistisch zu bleiben: Skeptiker:innen werden selten zu motivierten Macher:innen bekehrt.</li>
<li>Menschen können sich im selben Change-Prozess in verschiedenen Stadien befinden – Führungskräfte müssen im Blick behalten, wer sich gerade auf welche Ebene der Change-Management-Kurve befindet.</li>
<li>Ein regelmäßiger „Blick hinter die Kulissen“ bei der Einführung neuer Software, vor dem Go-Live, kann frühzeitig Ängste abbauen und offene Fragen klären.</li>
<li>Permanente Veränderung kann als neuer Normalzustand etabliert werden, wenn es richtig angegangen wird.</li>
<li>Veränderungskultur und Fehlerkultur müssen gemeinsam gelebt werden.</li>
<li>Es gibt verschiedene Stufen der Partizipation in Change-Prozessen, die Rahmenbedingungen für die Mitbestimmung sollten von Anfang an klar definiert werden.</li>
<li>Job-Shadowing und Mentoren-Programme können helfen, bspw. wenn es um die Zusammenlegung von Abteilungen oder Standorten geht.</li>
<li>Die Methode der 6 Denkhüte eröffnet neue Perspektiven.</li></ul>

<h3 id="mehr-zum-thema" id="mehr-zum-thema"><strong>Mehr zum Thema</strong></h3>
<ul><li>Apel, Jochen. (2012). Change Management an Bibliotheken. Perspektive Bibliothek. 1. 10.11588/pb.2012.1.9402.</li>
<li>Fachstelle Öffentliche Bibliotheken NRW: <a href="https://fachstelle-oeffentliche-bibliotheken.nrw/2024/06/change-management-in-bibliotheken-strategien-fuer-den-wandel-kommunikation-ist-alles/">https://fachstelle-oeffentliche-bibliotheken.nrw/2024/06/change-management-in-bibliotheken-strategien-fuer-den-wandel-kommunikation-ist-alles/</a></li></ul>

<hr/>

<h2 id="ki-kompetenz" id="ki-kompetenz"><strong>KI-Kompetenz</strong></h2>
<ul><li>Die Vermittlung von KI-Kompetenzen erfordert eine Mehrstufigkeit.</li>
<li>KI-Funktionen sollten in Anwendungen im Idealfall aktiv und bewusst zugeschaltet werden, nachdem entsprechende Leitlinien und Hinweise zur Kenntnis genommen wurden.</li>
<li>KI-Ergebnisse sollten immer hinterfragt und reflektiert werden.</li>
<li>Prompt-Battle als Format für die Vermittlung von KI-Kompetenzen.</li>
<li>Neben den üblichen Fragestellungen in Hinblick auf KI und ihre Ergebnisse, sollte immer auch für das Thema der Nachhaltigkeit sensibilisiert werden.</li>
<li>Außerdem sollte vor dem Einsatz von KI die Frage gestellt werden: Wofür brauchen wir sie und wofür brauchen wir sie nicht?</li>
<li>Ängste nehmen mit und vor KI.</li>
<li>Die StB Düsseldorf arbeiten mit einem Formblatt für ihre Stadtteilbibliotheken, die KI-Veranstaltungen in ihr Portfolio aufnehmen möchten. So stellen sie sicher, dass alle auf derselben Ebene sensibilisiert sind und sich im Vorfeld entsprechende Gedanken darüber gemacht haben.</li>
<li>Vorsicht ist geboten, wenn KI intern zum Training freigegeben wird: Mitarbeitende sind i.d.R. Einwortsuchen via Google und Co. gewohnt und müssen vorher entsprechend gebrieft werden, dass die KI auf ganze Sätze und Kontexte als Suchanfragen trainiert werden sollte.</li>
<li>Die ZLB Berlin setzt in der Vermittlung von u.a. KI-Kompetenzen auf einen <a href="https://taz.de/Bibliotheken-schraenken-Service-ein/!6058578/">„Digitalen Kompetenzsprint“</a> und öffnet dafür an einem Tag in der Woche ihre Bibliotheken im Self-Service, um den Mitarbeitenden die Teilnahme an dieser internen Trainingsmaßnahme zu ermöglichen.</li>
<li>Informationssouveränität vs. KI, was sind noch geprüfte Informationen?</li></ul>

<h3 id="mehr-zum-thema-1" id="mehr-zum-thema-1"><strong>Mehr zum Thema</strong></h3>
<ul><li><a href="https://bibliotheksportal.de/ressourcen/digitale-services/bibliotheken-und-ki/?cn-reloaded=1">https://bibliotheksportal.de/ressourcen/digitale-services/bibliotheken-und-ki/?cn-reloaded=1</a></li>
<li><a href="https://www.o-bib.de/bib/article/view/6031/9158">https://www.o-bib.de/bib/article/view/6031/9158</a></li>
<li><a href="https://www.ibi.hu-berlin.de/de/von-uns/bbk/abstracts/ss_24/schmidt_ki">https://www.ibi.hu-berlin.de/de/von-uns/bbk/abstracts/ss_24/schmidt_ki</a></li></ul>

<hr/>

<h2 id="maker" id="maker"><strong>Maker*</strong></h2>
<ul><li>Austausch zum Thema <a href="https://www.vdi.de/netzwerke-aktivitaeten/nachwuchsaktivitaeten/technotheken">VDI-TechnoTheken</a></li>
<li><a href="https://codeweek.eu/">EU CodeWeek</a> z.B. mit Ozobot, 3D-Druck, Scratch, Lego Spike …</li>
<li><a href="https://www.leuphana.de/services/miz/service-support/miz-schulungsprogramm/experience-lab-des-miz.html">Experience Lab des MIZ der Leuphana Universität Lüneburg</a></li>
<li><a href="https://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Bildung/Bibliotheken-Archive/Stadtbibliothek-Hannover/Veranstaltungen/Workshop-s-in-der-MethoThek-der-Stadtbibliothek-Hannover/Was-ist-die-MethoThek">MethoThek der Stadtbibliothek Hannover</a></li>
<li><a href="https://makerspace-giessen.de/makerspace-netzwerk/">Makerspace-Netzwerk des MAGIE | Makerspace Gießen</a></li>
<li>Stop-Motion-Filme mit 3D-gedruckten Elementen</li>
<li>Wie bewerbe ich Maker-Angebote, insbesondere wenn sie analoge und digitale Elemente vereinen?</li>
<li>Menschen erobern sich die Räume, die sie nutzen möchten – hier sollte mit positiver Bestätigung gearbeitet werden.</li></ul>

<h3 id="mehr-zum-thema-2" id="mehr-zum-thema-2"><strong>Mehr zum Thema</strong></h3>
<ul><li><a href="https://www.goethe.de/ins/hr/de/kul/sup/bib/21581603.html">https://www.goethe.de/ins/hr/de/kul/sup/bib/21581603.html</a></li>
<li>Ben Kaden, Linda Freyberg, „Makerspaces und Library Labs in wissenschaftlichen Bibliotheken – zwischen physischem Raum und forschungsorientierter Ausrichtung“. <em>LIBREAS. Library Ideas</em>, 44 (2023).
<a href="https://libreas.eu/ausgabe44/kaden_freyberg/">https://libreas.eu/ausgabe44/kaden_freyberg/</a></li></ul>

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<h2 id="die-rolle-von-bibliotheken-in-zeiten-von-ki" id="die-rolle-von-bibliotheken-in-zeiten-von-ki"><strong>Die Rolle von Bibliotheken in Zeiten von KI</strong></h2>
<ul><li>KI als Werkzeug (gründlich) verstehen</li>
<li>Welchen Einfluss hat KI auf Forschung und Wissenschaft?</li>
<li>KI im „Hype Cycle“ – wo wird sie sich letztendlich einpendeln? (Plateau der Produktivität)</li>
<li>KI stellt für viele Menschen immer noch eine Blackbox dar.</li>
<li>Viele Bücher liegen noch nicht als eBook vor und können so schwerlich (ohne Weiteres) in die Knowledge Base von KI einfließen.</li>
<li>Wer kann das Mentoring zu KI-Antworten übernehmen?</li>
<li>Wie kommen WB-Skills in Sachen KI an die ÖB und umgekehrt?</li>
<li>Blog-Empfehlung aus der Runde: <a href="https://musingsaboutlibrarianship.blogspot.com/">Aaron Tay’s Musings about librarianship</a></li>
<li>KI weist extrem hohe Dynamiken auf, Schulungen müssten beinahe wöchentlich angepasst werden.</li>
<li>Projekt <a href="https://oski.nrw/">Open Source-KI.nrw</a></li>
<li>Eine Möglichkeit, das Thema in den Bibliotheken gezielt anzugehen, kann die Bildung von „KI Task Forces“ sein.</li>
<li>Chicago hat kürzlich einen „Artificial Intelligence Librarian“ ausgeschrieben.</li>
<li>Klassische Recherche-Skills müssen von Bibliotheken trotzdem weiterhin vermittelt werden.</li>
<li>KI erzeugt eine Illusion der Sicherheit und Finalität der Antworten.</li>
<li>Auch bei KI-Antworten müssen die üblichen Checkpoints hinterfragt werden, z.B. Was ist die Quelle? Wer steht hinter dieser Quelle? …</li></ul>

<h3 id="mehr-zum-thema-3" id="mehr-zum-thema-3"><strong>Mehr zum Thema</strong></h3>
<ul><li>Pence, Harry. (2022). Future of Artificial Intelligence in Libraries. The Reference Librarian. 63. 1-11. 10.1080/02763877.2022.2140741.</li>
<li><a href="https://www.b-u-b.de/detail/das-zeitalter-der-ki-bibliothekare">https://www.b-u-b.de/detail/das-zeitalter-der-ki-bibliothekare</a></li></ul>

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<h2 id="die-zukunft-des-bibcamp" id="die-zukunft-des-bibcamp"><strong>Die Zukunft des <a href="https://somebib.writeas.com/tag:bibcamp" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">bibcamp</span></a></strong></h2>

<p>Zum Abschluss des <a href="https://somebib.writeas.com/tag:bibcamp25" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">bibcamp25</span></a> wurde noch einmal intensiv über die Zukunft des <a href="https://somebib.writeas.com/tag:bibcamp" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">bibcamp</span></a> gesprochen. Alle sind sich einig, das Format sollte weiterbestehen, aber es braucht Menschen, Räume und Sponsor:innen, um das auf die Beine zu stellen. Insbesondere das Einbeziehen von Studis und Azubis sollte forciert werden.</p>

<p><a href="https://somebib.writeas.com/tag:EventLog" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">EventLog</span></a></p>
]]></content:encoded>
      <guid>https://somebib.writeas.com/bibcamp25</guid>
      <pubDate>Mon, 19 May 2025 20:50:28 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Innovation Culture Camp 2025</title>
      <link>https://somebib.writeas.com/innovation-culture-camp-2025?pk_campaign=rss-feed</link>
      <description>&lt;![CDATA[Während meiner Qualifizierung zur Digitalisierungsexpertin (ein Qualifizierungsangebot des Personal- und Organisationsamtes für Mitarbeitende der Stadt Frankfurt am Main) im Jahr 2021 hatte ich das große Glück, Tom Klose als externen Referenten erleben zu dürfen und folge seitdem ihm sowie seiner Arbeit bei supernju° in den sozialen Medien.&#xA;&#xA;---&#xA;&#xA;Warum erzähle ich das?&#xA;&#xA;Weil ich also schon seit 2021 auf die passende Gelegenheit gewartet habe, endlich am Innovation Culture Camp, das von Tom und seinem Team organisiert wird, teilnehmen zu können. Und 2025 war es mit dem #i2c25 endlich soweit …&#xA;&#xA;!--more--&#xA;&#xA;Am Samstag, dem 25. Januar 2025, hat das 6. Innovation Culture Camp, erstmalig in den Räumen der AOE GmbH (thanks for having us!), stattgefunden. Ich war etwas aufgeregt, auf dem Weg durch das LuisenForum in Wiesbaden. Es war zwar nicht mein erstes BarCamp(wenn ich schätzen müsste, eher bereits das vierte oder fünfte) – aber das erste, das ich außerhalb meiner gewohnten Bubble besuchen würde. Doch schon beim Betreten der hellen und weitläufigen Räumlichkeiten und mit dem herzlichen Empfang beim Check-in legte sich die Aufregung ziemlich schnell wieder. Bereits das Frühstück mit Kaffee, Gebäck und Obst ermöglichte ein erstes Kennenlernen und Gespräche mit ebenfalls früh(er) aufgestandenen Teilnehmenden.&#xA;&#xA;---&#xA;&#xA;Begrüßung &amp; Kennenlernen&#xA;&#xA;Gegen 9.30 Uhr eröffnete Tom das BarCamp offiziell, begrüßte die Teilnehmer:innen, dankte Sponsor:innen und Supporter:innen und erklärte den geplanten Ablauf. Anschließend hatten wir die Gelegenheit, uns bei einem kleinen Kennenlernspiel einen Überblick über die anderen Teilnehmenden zu verschaffen. Beinahe 200 Menschen standen vor der Herausforderung, sich nach der Weite ihres Anfahrtswegs sortiert auf dem gewundenen Pfad durch die Büroräume aufzustellen. Dabei wurden so mache Orte und Regionen ganz unverhofft zu Nachbarn. Ich freute mich, meinen Platz in einer kleinen Hochtaunus-/Main-Taunus-Gruppe schnell gefunden zu haben. Die nächste Aufgabe bestand darin, in Gruppen von zwei bis drei Personen die „verrückteste Gemeinsamkeit“ zu finden. Glaubt mir, das war noch schwieriger, als das Auffrischen der Geografie-Kenntnisse.&#xA;&#xA;---&#xA;&#xA;Sessioneinteilung&#xA;&#xA;Das Herzstück eines jeden BarCamps ist die Sessioneinteilung. Anders als bei anderen Konferenzen stehen Programm, Themen und Themengeber:innen nicht von vornherein fest. Es gab zwar die Möglichkeit, sein Herzensthema schon vorab im Sessionradar einzugeben, aber in guter alter BarCamp-Manier nutzten auch viele Teilnehmer:innen die Option, spontan einen Sessionvorschlag zu pitchen.&#xA;Über 50 Sessionangebote wurden vorgestellt und auf sechs Sessionblöcke aufgeteilt – hallo FOMO, alte Freundin!&#xA;&#xA;---&#xA;&#xA;Die Sessions, die ich besucht habe, im Überblick:&#xA;&#xA;Mit Spaß in den Burnout – Mentale Gesundheit in digitalen Arbeitswelten&#xA;&#xA;Toleranz Poker – wie viel Konflikt steckt in deinem Team?&#xA;&#xA;Der KI Experimente &amp; Competence Guide – Motivation und Effizienz leicht gemacht&#xA;&#xA;Meeting Klinik&#xA;&#xA;„Der verlorene Kompass – aus der Annahmefalle entkommen“ – ein Escape Game für Innovation&#xA;&#xA;Deep Reading&#xA;&#xA;---&#xA;&#xA;Mit Spaß in den Burnout – Mentale Gesundheit in digitalen Arbeitswelten&#xA;&#xA;Bianca Gade lud mit ihrer Session zu einem Austausch über ein sehr persönliches Thema und ihren eigenen Erfahrungsbericht ein. Sie eröffnete mit den sieben Phasen des Burnouts nach Burisch, sprach über Chancen und Risiken von Digitalisierung am Arbeitsplatz und stellte verschiedene Thesen über Stressoren in digitalen Arbeitswelten und im Change zur Diskussion. Auch die Themen Job-Autonomie (the-too-much-of-a-good-thing-effect), Wechselwirkung von Belastungen und Mangel an Ressourcen, ihre Learnings (Erkennen der Abwärtsspirale, Stressoren und Ressourcen) sowie Plattformen, Tools &amp; Kurse zur Stressprävention und mentaler Gesundheit wollte sie besprechen. Es stellte sich jedoch schnell heraus, dass 45 Minuten für diese komplexe und auch emotionale Themenwelt nicht ausreichen würden. Anstatt an der Agenda festzuhalten, gab sie deshalb wertvollen Raum für Diskussion und Austausch.&#xA;&#xA;  Transparenz-Disclaimer: Nachfolgende Zusammenfassung is powered by ChatGPT 4o&#xA;&#xA;Die sieben Phasen des Burnouts (nach Burisch)&#xA;&#xA;Anfangsphase: Überengagement, Erschöpfung, Vernachlässigung eigener Bedürfnisse.&#xA;&#xA;Reduziertes Engagement: Rückzug von Kollegen, Empathieverlust.&#xA;&#xA;Emotionale Reaktionen: Schuldgefühle, Selbstmitleid, Depression.&#xA;&#xA;Leistungsabbau: Konzentrationsprobleme, Motivationsverlust.&#xA;&#xA;Resignation: Soziale Isolation, Interessenverlust.&#xA;&#xA;Psychosomatische Beschwerden: Schlafstörungen, Muskelverspannungen.&#xA;&#xA;Verzweiflung: Hoffnungslosigkeit, Suizidgedanken.&#xA;&#xA;Stressoren in digitalen Arbeitswelten&#xA;&#xA;Orts- und zeitunabhängiges Arbeiten: Fehlende Pausen und Struktur.&#xA;Automatisierung &amp; KI: Rebound-Effekt → mehr Arbeit in gleicher Zeit.&#xA;Erhöhte Sichtbarkeit: Leistungsdruck durch Vergleich mit anderen.&#xA;Remote Work: Soziale Isolation, Unsicherheit über Erwartungen.&#xA;Agile Arbeit &amp; neue Technologien: Überforderung durch hohe Anforderungen.&#xA;Erweiterte Verantwortung: Nicht alle Mitarbeitenden sind darauf vorbereitet.&#xA;&#xA;➡ Ergebnis: Stress, Unsicherheiten, Erschöpfung → erhöhtes Burnout-Risiko.&#xA;&#xA;Job-Autonomie und Burnout-Risiko&#xA;&#xA;Übermäßige Autonomie kann ebenso schädlich sein wie zu wenig.&#xA;Fehlendes Feedback und hohe Verantwortung führen zu Überforderung.&#xA;&#xA;Frühe Warnzeichen und Strategien zur Prävention&#xA;&#xA;Achtsamkeit: Emotionen wahrnehmen, Gedanken reflektieren.&#xA;Stressoren erkennen &amp; gegensteuern: Frühzeitig Probleme ansprechen.&#xA;Richtige Pausen einlegen: Sport, Natur, Meditation, soziale Kontakte.&#xA;Coaching &amp; Weiterbildung: Tools, Kurse, Therapieoptionen nutzen.&#xA;&#xA;Plattformen und Tools zur mentalen Gesundheit&#xA;&#xA;INQA: Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz fördern.&#xA;nilo.health &amp; openup: Psychologische Unterstützung &amp; Selbsthilfe.&#xA;E-Learning &amp; Kurse: Burnout-Prävention für Führungskräfte &amp; Mitarbeitende.&#xA;&#xA;Fazit und Empfehlung&#xA;&#xA;Burnout entsteht durch eine Kombination aus Stressoren &amp; Ressourcenmangel.&#xA;Frühzeitiges Erkennen der Abwärtsspirale ist entscheidend.&#xA;Unternehmen und Individuen müssen aktiv Maßnahmen zur Prävention ergreifen.&#xA;&#xA;➡ Schlüssel zum Erfolg: Bewusstsein schaffen, Belastungen regulieren &amp; resiliente Strukturen aufbauen.&#xA;&#xA;---&#xA;&#xA;Toleranz Poker – wie viel Konflikt steckt in deinem Team?&#xA;&#xA;Sören Krüger und Thomas Rühl haben in ihrer Session die Teilnehmenden in die Methodik des Toleranz-Pokers eingeführt. Dabei ist ganz deutlich geworden: Menschen reagieren in der Regel unterschiedlich und ihre Verhaltensweisen sind immer eine Frage des Kontextes.&#xA;&#xA;In der Session hatten zwei Gruppen die Chance, Toleranz-Poker direkt einmal live „zu spielen“. &#xA;Zum Einsatz kam dabei das Toleranzmodell by paragraph1.&#xA;&#xA;---&#xA;&#xA;Der KI Experimente &amp; Competence Guide – Motivation und Effizienz leicht gemacht&#xA;&#xA;Wolf Noeding verursachte bei den Teilnehmenden seiner Session ein Wechselbad der Gefühle. Von Neugier, über staunendes Schweigen bis hin zu teilweiser Resignation war meiner Einschätzung nach alles dabei.&#xA;&#xA;  Transparenz-Disclaimer: Nachfolgende Zusammenfassung is powered by ChatGPT 4o&#xA;&#xA;Ziel und Hintergrund&#xA;&#xA;Der KI Competence Guide bietet einen strukturierten Ansatz für Unternehmen und Einzelpersonen, um effektiv KI-Kompetenzen aufzubauen. Er kombiniert co-kreative Experimente, gezieltes Lernen und Business-Integration, um die Herausforderungen des KI-Wandels zu meistern.&#xA;&#xA;Herausforderungen beim KI-Kompetenzaufbau&#xA;&#xA;Laut Studien (BCG, Gartner, HPI) sind die größten Schwierigkeiten:&#xA;&#xA;Technologische Schnelllebigkeit → Schwierigkeit, up-to-date zu bleiben&#xA;Ethik &amp; Datenschutz → Unsicherheit im Umgang mit sensiblen Daten&#xA;Mangel an Fachkräften &amp; Mentoren → Fehlendes Wissen &amp; Orientierung&#xA;Balance zwischen Automatisierung &amp; Mensch → Fehlendes Vertrauen in KI&#xA;Komplexität &amp; Zeitmanagement → Schwierigkeit, KI sinnvoll zu integrieren&#xA;&#xA;➡ Lösung: Praxisorientierte KI-Experimente als Schlüssel zum Lernen und Verstehen.&#xA;&#xA;Methoden für den KI-Kompetenzaufbau&#xA;&#xA;KI-Lernformate:&#xA;&#xA;Online-Kurse (z. B. MIT AI, Harvard AI, Google Gen AI)&#xA;Netzwerke &amp; Communities (CXAI, Local KI-Explorer)&#xA;Blogs, Konferenzen &amp; praktische Workshops&#xA;&#xA;KI-Experimente:&#xA;&#xA;Interaktive Tests mit KI-Tools (ChatGPT, Perplexity, DALL-E)&#xA;Recherchen, Übersetzungen, Marktanalysen, Prototyping&#xA;KI-Assistenz in Finance, Business-Design &amp; Content-Produktion&#xA;Ziel: Vertrauen in KI durch eigenes Testen &amp; Anwenden auf Fachbereiche&#xA;&#xA;Der Wert von KI-Experimenten&#xA;&#xA;Fördern KI-Qualitäts- &amp; Kontrollverständnis&#xA;Unterstützen Business-Integration durch Prototyping&#xA;Erleichtern individuelles Lernen &amp; kreative Anwendung&#xA;Steigern Effizienz durch Automatisierung &amp; Workflows&#xA;&#xA;Beispiel: KI-gestützte Marktanalysen oder Finanzassistenten zur Investmentplanung.&#xA;&#xA;Fazit und Handlungsempfehlungen&#xA;&#xA;KI ist kein Selbstläufer → Individuelles Lernen &amp; Orientierung notwendig&#xA;Experimente sind der Schlüssel → Theoretisches Wissen reicht nicht&#xA;Co-Creation &amp; Testphasen nutzen → KI sinnvoll in Arbeitsprozesse einbinden&#xA;Hybride KI-Modelle bevorzugen → Kombination Mensch &amp; KI für besten Nutzen&#xA;&#xA;➡ KI-Experimente und gezieltes Training sind die effektivsten Wege zur Kompetenzentwicklung.&#xA;&#xA;Wolf hat den Teilnehmer:innen seiner Session dankenswerterweise seine Slides zur Verfügung gestellt. Durch die Beantwortung der nachfolgenden Fragen können wir außerdem zur Weiterentwicklung des AI Competence Guide beitragen.&#xA;&#xA;Meine Antworten auf Wolfs Fragen&#xA;&#xA;1\. Wie gut war das Thema aus deiner Sicht allgemein kommuniziert?&#xA;&#xA;Für mein Empfinden hat die Session das Thema KI-Kompetenz insgesamt gut vermittelt, indem sie praxisnahe Ansätze, Herausforderungen und Lösungen klar strukturiert dargestellt hat. Mir wurde noch einmal bestätigt, dass KI-Experimente eine wertvolle Methode sind, um den Kompetenzaufbau zu unterstützen. Durch konkrete Beispiele für solche Experimente wurde das Thema noch etwas greifbarer.&#xA;&#xA;Gleichzeitig ist mir noch stärker bewusst geworden, wie unterschiedlich KI-Kompetenz-Level sein können und ich war zwischenzeitlich etwas überwältigt, um nicht zu sagen: resigniert. Privat mögen mir alle Türen offen stehen, um mit KI-Experimenten mein KI-Kompetenz-Level zu steigern, aber im dienstlichen Kontext fehlt es aktuell leider noch an einer abschließenden Klärung relevanter Fragen und Rahmenbedingungen.&#xA;&#xA;Die Session / Präsentation hätte gerne noch etwas mehr darauf eingehen können, wie Unternehmen oder Einzelpersonen konkret starten sollten. Hier wäre eine Schritt-für-Schritt-Anleitung hilfreich.&#xA;&#xA;\+++&#xA;&#xA;2\. Welchen Herausforderungen siehst du bei deinem KI-Kompetenzaufbau?&#xA;&#xA;Meine größten Herausforderungen sind aktuell die rasanten Entwicklungen auf dem Gebiet, die mir das Gefühl vermitteln, dass es schwer ist, up-to-date zu bleiben und Schritt zu halten. Auch sind für mich viele Fragen in Hinblick auf Ethik und Datenschutz, aber auch Urheberrechte, noch nicht abschließend geklärt. Das Thema „KI“ ist unglaublich komplex und weist so viele verschiedene Ebenen auf, mit denen ich mich intensiv auseinandersetzen sollte, dass es teilweise schwer fällt, einen ganzheitlichen Einstieg zu finden und meinem individuellen Lernpfad zu folgen. Auch führen die Diskussionen rund um KI mir an der einen oder anderen Stelle meine eigenen Unzulänglichkeiten und blinden Flecken vor Augen. Nicht zuletzt beschäftigt mich aber auch das Thema „Nachhaltigkeit“ im Kontext von KI. KI-Experimente verbrauchen, je nach Setting, unglaublich viele Ressourcen – aus diesem Grund sollten sie ein Ziel mit Mehrwert verfolgen und Ergebnisse liefern, die an anderer Stelle wieder sinnvoll (um nicht zu sagen: nachhaltig) weiterverarbeitet werden können.&#xA;&#xA;\+++&#xA;&#xA;3\. Was sind deine Erfahrung mit KI Experimenten?&#xA;&#xA;Ausgehend vom Niveau der Präsentation möchte ich fast behaupten, noch keine Erfahrungen mit KI-Experimenten zu haben. Natürlich habe ich diverse Tools bereits einmal flüchtig ausprobiert: ChatGPT, DeepL, MS Copilot, Claude, Stable Diffusion …&#xA;&#xA;Aber gerade weil der Einsatz von KI meiner Meinung nach nur in begründeten Use Cases erfolgen sollte und ich dienstlich bisher nicht die Möglichkeit dazu habe, hat es bis hier hin privat nur für Zusammenfassungen (zur Zeitersparnis), Übersetzungen und Ideensammlungen gereicht.&#xA;&#xA;Eine Ausnahme stellen die Erfahrungen und Anwendungsfälle (Conversational AI, Prototyping und Datentransformation, Dokumentenanalyse, Automatisierung in Postfächern, …) im Rahmen des absolvierten Online-Kurses „ChatGPT: Was bedeutet generative KI für unsere Gesellschaft“ (openHPI, 2023) dar. https://open.hpi.de/courses/kizukunft2023&#xA;&#xA;\+++&#xA;&#xA;4\. Aus welchem „KI Kompetenz Level“ siehst du dich aktuell?&#xA;&#xA;Ich finde es sehr schwer, diese Frage zu beantworten – schätze aber, dass ich mich ungefähr bei Level 3 (AI Tools / Use Cases Specific) bewege.&#xA;&#xA;\+++&#xA;&#xA;5\. Welche Business und Private Domains wären für dich im KI-Kontext spannend?&#xA;&#xA;Business Domains, die für mich im KI-Kontext spannend wären:&#xA;&#xA;Personalisierte Medienempfehlungen durch KI-gestützte Nutzeranalyse&#xA;Automatisierte Metadaten-Erstellung&#xA;KI-Unterstützung in Hinblick auf (digitale) Barrierefreiheit&#xA;…&#xA;&#xA;Private Domains, die für mich im KI-Kontext spannend wären:&#xA;&#xA;KI-Coaching für mentale Gesundheit&#xA;KI-gestütztes Zeitmanagement&#xA;…&#xA;&#xA;6\. Wenn du hinsichtlich KI einen Wunsch frei hättest, dann …. ?&#xA;&#xA;.. würde ich mir wünschen, dass KI verständlich, zugänglich und sinnvoll für alle nutzbar wird – egal ob für den privaten Alltag, die Arbeitswelt oder Bildungseinrichtungen wie Bibliotheken.&#xA;&#xA;KI sollte nicht nur ein Werkzeug für Tech-Experten sein, sondern ein intuitives Hilfsmittel für jede:n, um Wissen zu erweitern, Kreativität zu fördern und den Alltag zu erleichtern.&#xA;&#xA;Aber: damit diese Vision Wirklichkeit werden kann, muss ein Weg gefunden werden, den KI-Einsatz ressourcenschonend und nachhaltig zu gestalten!&#xA;&#xA;---&#xA;&#xA;Meeting Klinik&#xA;&#xA;Sabine Brossart lud die Teilnehmenden in einer spontanen Session dazu ein, vom Weg abgekommene Meetings einmal genauer unter die Lupe zu nehmen und gemeinsam Lösungsansätze zu entwickeln, um in Zukunft auf Kurs zu bleiben.&#xA;&#xA;Zunächst einmal verschafften wir uns einen Überblick über die verschiedenen Arten von Meetings (dazu habe ich hier einen guten Artikel entdeckt) und mögliche Erfolgsfaktoren für deren Gelingen. Anschließend ging es in Teilgruppen in die Analyse echter Beispiele und möglicher „Therapien“.&#xA;&#xA;Wenig überraschendes Fazit: klare Kommunikation ist die halbe Miete!&#xA;&#xA;---&#xA;&#xA;„Der verlorene Kompass – aus der Annahmefalle entkommen“ – ein Escape Game für Innovation&#xA;&#xA;Wer kennt es nicht? In der Entwicklung neuer Angebote und Formate wird viel darüber sinniert, was die Kund:innen sich wünschen würden und auf entsprechende „Erfahrungswerte“ zurückgegriffen. Um aus dieser „Annahmefalle“ zu entkommen, hat Benno Lœwenberg ein Escape Game entwickelt und mit uns in der Session gespielt.&#xA;&#xA;  Die Münze im Sandstrand oder die Nadel im Heuhaufen finden? Genug vom Rätselraten über Kundenwünsche? Raus aus der Annahmenfalle mit meinem Escape Game-Workshop „Der verlorene Kompass“!&#xA;    Entdeckt in meiner 45-minütigen Schnupper-Session, wie Ihr: Kundenverhalten ohne komplizierte Theorien besser versteht und gewünschte Verhaltensänderungen tatsächlich unterstützen könnt.&#xA;    Erlebt die „Benno-Box“ in der neuesten Version („o3-mini“) – spielerisch, praktisch, sofort anwendbar.&#xA;    \Benno Lœwenberg auf [LinkedIn\]&#xA;&#xA;Wir haben uns dabei spielerisch und aus zwei verschiedenen Perspektiven (emotional vs. rational) mit Persönlichkeitstypen, Kundenwünschen, Verhaltensmustern und einigem mehr auseinandergesetzt. Teilweise war es schon ein bisschen ’spooky‘, wie gut die Vorhersagen der „Magnet-KI“ zusammengepasst und am Ende ein Bild der potentiellen Kund:in gezeichnet haben.&#xA;&#xA;---&#xA;&#xA;Deep Reading&#xA;&#xA;Eine Session, die mich (nicht zuletzt aus beruflichen Gründen) so richtig abgeholt hat, haben Tanja Wehr und Bettina Mathar zum Programm des #i2c25 beigetragen.&#xA;&#xA;In 45 Minuten haben sie uns anschaulich und sehr unterhaltsam daran teilhaben lassen, wie sie zu „Business Book Buddies“ geworden sind. Ihre selbst entwickelte Methodik des „Deep Reading“ eröffnet die Möglichkeit, das in Sach-/Fachbüchern Gelesene wirklich zu verinnerlichen und die mitgenommenen Impulse in Arbeit und Alltag einfließen zu lassen.&#xA;&#xA;Die Methode umfasst folgende Schritte:&#xA;&#xA;Gemeinsam ein Buch auswählen.&#xA;&#xA;25 Seiten lesen und Notizen dazu machen.&#xA;&#xA;Zoom-Call zum gemeinsamen Austausch über das Gelesene.&#xA;&#xA;Steps 2 und 3 so oft wiederholen, bis das Buch beendet ist.&#xA;&#xA;Quintessenz zusammenfassen&#xA;&#xA;Tanja hat uns an ihren Erkenntnissen teilhaben lassen, dass sie mit „Deep Reading“ zwar langsamer, aber dafür intensiver liest und das Gelesene so besser verankert wird. Dabei ergeben sich fast schon von selbst Querverweise, Ideen und Erkenntnisse mit „Bäm-Effekt“.&#xA;&#xA;Zum Abschluss der Session wurden dann noch rege Buchtipps ausgetauscht.&#xA;&#xA;Buchempfehlungen:&#xA;&#xA;Adam Grant: Hidden Potential&#xA;Paula Irmschler: Alles immer wegen damals&#xA;Wolf Lotter:&#xA;  Echt&#xA;  Zusammenhänge&#xA;  Innovation&#xA;Matt Haig: Die Mitternachtsbibliothek&#xA;Rutger Bregman: Im Grunde gut&#xA;Martina Hefter: Hey guten Morgen, wie geht es dir?&#xA;Elke Heidenreich: Altern&#xA;&#xA;Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass die Session „Deep Reading“ auch im Veranstaltungsprogramm von Bibliotheken auf große Resonanz stoßen würde. Auf jeden Fall werde ich meiner Kollegin mal einen dahingehenden Impuls geben.&#xA;&#xA;---&#xA;&#xA;Zum Abschluss gab es noch das „Save the Date“ für das 7. Innovation Culture Camp, das ich mir direkt im Kalender markiert habe: 31.01.2026!&#xA;&#xA;EventLog ]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Während meiner Qualifizierung zur Digitalisierungsexpertin (ein Qualifizierungsangebot des Personal- und Organisationsamtes für Mitarbeitende der Stadt Frankfurt am Main) im Jahr 2021 hatte ich das große Glück, <a href="https://www.linkedin.com/in/thomasklose/?locale=de_DE">Tom Klose</a> als externen Referenten erleben zu dürfen und folge seitdem ihm sowie seiner Arbeit bei <a href="https://www.supernju.de/">supernju°</a> in den sozialen Medien.</p>

<hr/>

<p><strong>Warum erzähle ich das?</strong></p>

<p>Weil ich also schon seit 2021 auf die passende Gelegenheit gewartet habe, endlich am <a href="https://innovationculture.camp/">Innovation Culture Camp</a>, das von Tom und seinem Team organisiert wird, teilnehmen zu können. Und 2025 war es mit dem <a href="https://somebib.writeas.com/tag:i2c25" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">i2c25</span></a> endlich soweit …</p>



<p>Am Samstag, dem 25. Januar 2025, hat das 6. Innovation Culture Camp, erstmalig in den Räumen der <a href="https://www.aoe.com/de/home.html">AOE GmbH</a> (thanks for having us!), stattgefunden. Ich war etwas aufgeregt, auf dem Weg durch das LuisenForum in Wiesbaden. Es war zwar nicht mein erstes <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Barcamp">BarCamp</a>(wenn ich schätzen müsste, eher bereits das vierte oder fünfte) – aber das erste, das ich außerhalb meiner gewohnten Bubble besuchen würde. Doch schon beim Betreten der hellen und weitläufigen Räumlichkeiten und mit dem herzlichen Empfang beim Check-in legte sich die Aufregung ziemlich schnell wieder. Bereits das Frühstück mit Kaffee, Gebäck und Obst ermöglichte ein erstes Kennenlernen und Gespräche mit ebenfalls früh(er) aufgestandenen Teilnehmenden.</p>

<hr/>

<p><strong>Begrüßung &amp; Kennenlernen</strong></p>

<p>Gegen 9.30 Uhr eröffnete Tom das BarCamp offiziell, begrüßte die Teilnehmer:innen, dankte Sponsor:innen und Supporter:innen und erklärte den geplanten Ablauf. Anschließend hatten wir die Gelegenheit, uns bei einem kleinen <a href="http://www.kinderpolitik.de/?option=com_methoden&amp;ID=26">Kennenlernspiel</a> einen Überblick über die anderen Teilnehmenden zu verschaffen. Beinahe 200 Menschen standen vor der Herausforderung, sich nach der Weite ihres Anfahrtswegs sortiert auf dem gewundenen Pfad durch die Büroräume aufzustellen. Dabei wurden so mache Orte und Regionen ganz unverhofft zu Nachbarn. Ich freute mich, meinen Platz in einer kleinen Hochtaunus-/Main-Taunus-Gruppe schnell gefunden zu haben. Die nächste Aufgabe bestand darin, in Gruppen von zwei bis drei Personen die „verrückteste Gemeinsamkeit“ zu finden. Glaubt mir, das war noch schwieriger, als das Auffrischen der Geografie-Kenntnisse.</p>

<hr/>

<p><strong>Sessioneinteilung</strong></p>

<p>Das Herzstück eines jeden BarCamps ist die Sessioneinteilung. Anders als bei anderen Konferenzen stehen Programm, Themen und Themengeber:innen nicht von vornherein fest. Es gab zwar die Möglichkeit, sein Herzensthema schon vorab im Sessionradar einzugeben, aber in guter alter BarCamp-Manier nutzten auch viele Teilnehmer:innen die Option, spontan einen Sessionvorschlag zu pitchen.
Über 50 Sessionangebote wurden vorgestellt und auf sechs Sessionblöcke aufgeteilt – hallo <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Fear_of_missing_out">FOMO</a>, alte Freundin!</p>

<hr/>

<p><strong>Die Sessions, die ich besucht habe, im Überblick:</strong></p>
<ol><li><p>Mit Spaß in den Burnout – Mentale Gesundheit in digitalen Arbeitswelten</p></li>

<li><p>Toleranz Poker – wie viel Konflikt steckt in deinem Team?</p></li>

<li><p>Der KI Experimente &amp; Competence Guide – Motivation und Effizienz leicht gemacht</p></li>

<li><p>Meeting Klinik</p></li>

<li><p>„Der verlorene Kompass – aus der Annahmefalle entkommen“ – ein Escape Game für Innovation</p></li>

<li><p>Deep Reading</p></li></ol>

<hr/>

<h2 id="mit-spaß-in-den-burnout-mentale-gesundheit-in-digitalen-arbeitswelten" id="mit-spaß-in-den-burnout-mentale-gesundheit-in-digitalen-arbeitswelten"><strong>Mit Spaß in den Burnout – Mentale Gesundheit in digitalen Arbeitswelten</strong></h2>

<p><a href="https://www.linkedin.com/in/biancagade/">Bianca Gade</a> lud mit ihrer Session zu einem Austausch über ein sehr persönliches Thema und ihren eigenen Erfahrungsbericht ein. Sie eröffnete mit den sieben Phasen des Burnouts nach <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Matthias_Burisch">Burisch</a>, sprach über Chancen und Risiken von Digitalisierung am Arbeitsplatz und stellte verschiedene Thesen über Stressoren in digitalen Arbeitswelten und im Change zur Diskussion. Auch die Themen Job-Autonomie (<a href="https://doi.org/10.4236/psych.2020.112019">the-too-much-of-a-good-thing-effect</a>), Wechselwirkung von Belastungen und Mangel an Ressourcen, ihre Learnings (Erkennen der Abwärtsspirale, Stressoren und Ressourcen) sowie Plattformen, Tools &amp; Kurse zur Stressprävention und mentaler Gesundheit wollte sie besprechen. Es stellte sich jedoch schnell heraus, dass 45 Minuten für diese komplexe und auch emotionale Themenwelt nicht ausreichen würden. Anstatt an der Agenda festzuhalten, gab sie deshalb wertvollen Raum für Diskussion und Austausch.</p>

<blockquote><p><em>Transparenz-Disclaimer: Nachfolgende Zusammenfassung is powered by ChatGPT 4o</em></p></blockquote>

<p><strong>Die sieben Phasen des Burnouts (nach Burisch)</strong></p>
<ol><li><p>Anfangsphase: Überengagement, Erschöpfung, Vernachlässigung eigener Bedürfnisse.</p></li>

<li><p>Reduziertes Engagement: Rückzug von Kollegen, Empathieverlust.</p></li>

<li><p>Emotionale Reaktionen: Schuldgefühle, Selbstmitleid, Depression.</p></li>

<li><p>Leistungsabbau: Konzentrationsprobleme, Motivationsverlust.</p></li>

<li><p>Resignation: Soziale Isolation, Interessenverlust.</p></li>

<li><p>Psychosomatische Beschwerden: Schlafstörungen, Muskelverspannungen.</p></li>

<li><p>Verzweiflung: Hoffnungslosigkeit, Suizidgedanken.</p></li></ol>

<p><strong>Stressoren in digitalen Arbeitswelten</strong></p>
<ul><li>Orts- und zeitunabhängiges Arbeiten: Fehlende Pausen und Struktur.</li>
<li>Automatisierung &amp; KI: Rebound-Effekt → mehr Arbeit in gleicher Zeit.</li>
<li>Erhöhte Sichtbarkeit: Leistungsdruck durch Vergleich mit anderen.</li>
<li>Remote Work: Soziale Isolation, Unsicherheit über Erwartungen.</li>
<li>Agile Arbeit &amp; neue Technologien: Überforderung durch hohe Anforderungen.</li>
<li>Erweiterte Verantwortung: Nicht alle Mitarbeitenden sind darauf vorbereitet.</li></ul>

<p>➡ Ergebnis: Stress, Unsicherheiten, Erschöpfung → erhöhtes Burnout-Risiko.</p>

<p><strong>Job-Autonomie und Burnout-Risiko</strong></p>
<ul><li>Übermäßige Autonomie kann ebenso schädlich sein wie zu wenig.</li>
<li>Fehlendes Feedback und hohe Verantwortung führen zu Überforderung.</li></ul>

<p><strong>Frühe Warnzeichen und Strategien zur Prävention</strong></p>
<ul><li>Achtsamkeit: Emotionen wahrnehmen, Gedanken reflektieren.</li>
<li>Stressoren erkennen &amp; gegensteuern: Frühzeitig Probleme ansprechen.</li>
<li>Richtige Pausen einlegen: Sport, Natur, Meditation, soziale Kontakte.</li>
<li>Coaching &amp; Weiterbildung: Tools, Kurse, Therapieoptionen nutzen.</li></ul>

<p><strong>Plattformen und Tools zur mentalen Gesundheit</strong></p>
<ul><li><a href="https://www.inqa.de/DE/startseite/startseite.html">INQA</a>: Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz fördern.</li>
<li><a href="https://nilohealth.com/">nilo.health</a> &amp; <a href="https://openup.com/">openup</a>: Psychologische Unterstützung &amp; Selbsthilfe.</li>
<li>E-Learning &amp; Kurse: Burnout-Prävention für Führungskräfte &amp; Mitarbeitende.</li></ul>

<p><strong>Fazit und Empfehlung</strong></p>
<ul><li>Burnout entsteht durch eine Kombination aus Stressoren &amp; Ressourcenmangel.</li>
<li>Frühzeitiges Erkennen der Abwärtsspirale ist entscheidend.</li>
<li>Unternehmen und Individuen müssen aktiv Maßnahmen zur Prävention ergreifen.</li></ul>

<p>➡ Schlüssel zum Erfolg: Bewusstsein schaffen, Belastungen regulieren &amp; resiliente Strukturen aufbauen.</p>

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<h2 id="toleranz-poker-wie-viel-konflikt-steckt-in-deinem-team" id="toleranz-poker-wie-viel-konflikt-steckt-in-deinem-team"><strong>Toleranz Poker – wie viel Konflikt steckt in deinem Team?</strong></h2>

<p><a href="https://www.linkedin.com/in/s%C3%B6renkr%C3%BCger/">Sören Krüger</a> und <a href="https://www.linkedin.com/in/thomas-ruehl/">Thomas Rühl</a> haben in ihrer Session die Teilnehmenden in die Methodik des Toleranz-Pokers eingeführt. Dabei ist ganz deutlich geworden: Menschen reagieren in der Regel unterschiedlich und ihre Verhaltensweisen sind immer eine Frage des Kontextes.</p>

<p>In der Session hatten zwei Gruppen die Chance, Toleranz-Poker direkt einmal live „zu spielen“. 
Zum Einsatz kam dabei das <a href="https://www.paragraph1.de/toolbox/toleranz-modell">Toleranzmodell by paragraph1</a>.</p>

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<h2 id="der-ki-experimente-competence-guide-motivation-und-effizienz-leicht-gemacht" id="der-ki-experimente-competence-guide-motivation-und-effizienz-leicht-gemacht"><strong>Der KI Experimente &amp; Competence Guide – Motivation und Effizienz leicht gemacht</strong></h2>

<p><a href="https://www.linkedin.com/in/wolf-noeding-3a77722/">Wolf Noeding</a> verursachte bei den Teilnehmenden seiner Session ein Wechselbad der Gefühle. Von Neugier, über staunendes Schweigen bis hin zu teilweiser Resignation war meiner Einschätzung nach alles dabei.</p>

<blockquote><p><em>Transparenz-Disclaimer: Nachfolgende Zusammenfassung is powered by ChatGPT 4o</em></p></blockquote>

<p><strong>Ziel und Hintergrund</strong></p>

<p>Der KI Competence Guide bietet einen strukturierten Ansatz für Unternehmen und Einzelpersonen, um effektiv KI-Kompetenzen aufzubauen. Er kombiniert co-kreative Experimente, gezieltes Lernen und Business-Integration, um die Herausforderungen des KI-Wandels zu meistern.</p>

<p><strong>Herausforderungen beim KI-Kompetenzaufbau</strong></p>

<p>Laut Studien (BCG, Gartner, HPI) sind die größten Schwierigkeiten:</p>
<ul><li>Technologische Schnelllebigkeit → Schwierigkeit, up-to-date zu bleiben</li>
<li>Ethik &amp; Datenschutz → Unsicherheit im Umgang mit sensiblen Daten</li>
<li>Mangel an Fachkräften &amp; Mentoren → Fehlendes Wissen &amp; Orientierung</li>
<li>Balance zwischen Automatisierung &amp; Mensch → Fehlendes Vertrauen in KI</li>
<li>Komplexität &amp; Zeitmanagement → Schwierigkeit, KI sinnvoll zu integrieren</li></ul>

<p>➡ Lösung: Praxisorientierte KI-Experimente als Schlüssel zum Lernen und Verstehen.</p>

<p><strong>Methoden für den KI-Kompetenzaufbau</strong></p>

<p>KI-Lernformate:</p>
<ul><li>Online-Kurse (z. B. MIT AI, Harvard AI, Google Gen AI)</li>
<li>Netzwerke &amp; Communities (CXAI, Local KI-Explorer)</li>
<li>Blogs, Konferenzen &amp; praktische Workshops</li></ul>

<p>KI-Experimente:</p>
<ul><li>Interaktive Tests mit KI-Tools (ChatGPT, Perplexity, DALL-E)</li>
<li>Recherchen, Übersetzungen, Marktanalysen, Prototyping</li>
<li>KI-Assistenz in Finance, Business-Design &amp; Content-Produktion</li>
<li>Ziel: Vertrauen in KI durch eigenes Testen &amp; Anwenden auf Fachbereiche</li></ul>

<p><strong>Der Wert von KI-Experimenten</strong></p>
<ul><li>Fördern KI-Qualitäts- &amp; Kontrollverständnis</li>
<li>Unterstützen Business-Integration durch Prototyping</li>
<li>Erleichtern individuelles Lernen &amp; kreative Anwendung</li>
<li>Steigern Effizienz durch Automatisierung &amp; Workflows</li></ul>

<p>Beispiel: KI-gestützte Marktanalysen oder Finanzassistenten zur Investmentplanung.</p>

<p><strong>Fazit und Handlungsempfehlungen</strong></p>
<ul><li>KI ist kein Selbstläufer → Individuelles Lernen &amp; Orientierung notwendig</li>
<li>Experimente sind der Schlüssel → Theoretisches Wissen reicht nicht</li>
<li>Co-Creation &amp; Testphasen nutzen → KI sinnvoll in Arbeitsprozesse einbinden</li>
<li>Hybride KI-Modelle bevorzugen → Kombination Mensch &amp; KI für besten Nutzen</li></ul>

<p>➡ KI-Experimente und gezieltes Training sind die effektivsten Wege zur Kompetenzentwicklung.</p>

<p>Wolf hat den Teilnehmer:innen seiner Session dankenswerterweise seine Slides zur Verfügung gestellt. Durch die Beantwortung der nachfolgenden Fragen können wir außerdem zur Weiterentwicklung des AI Competence Guide beitragen.</p>

<p><strong>Meine Antworten auf Wolfs Fragen</strong></p>

<p>1. Wie gut war das Thema aus deiner Sicht allgemein kommuniziert?</p>

<p>Für mein Empfinden hat die Session das Thema KI-Kompetenz insgesamt gut vermittelt, indem sie praxisnahe Ansätze, Herausforderungen und Lösungen klar strukturiert dargestellt hat. Mir wurde noch einmal bestätigt, dass KI-Experimente eine wertvolle Methode sind, um den Kompetenzaufbau zu unterstützen. Durch konkrete Beispiele für solche Experimente wurde das Thema noch etwas greifbarer.</p>

<p>Gleichzeitig ist mir noch stärker bewusst geworden, wie unterschiedlich KI-Kompetenz-Level sein können und ich war zwischenzeitlich etwas überwältigt, um nicht zu sagen: resigniert. Privat mögen mir alle Türen offen stehen, um mit KI-Experimenten mein KI-Kompetenz-Level zu steigern, aber im dienstlichen Kontext fehlt es aktuell leider noch an einer abschließenden Klärung relevanter Fragen und Rahmenbedingungen.</p>

<p>Die Session / Präsentation hätte gerne noch etwas mehr darauf eingehen können, wie Unternehmen oder Einzelpersonen konkret starten sollten. Hier wäre eine Schritt-für-Schritt-Anleitung hilfreich.</p>

<p>+++</p>

<p>2. Welchen Herausforderungen siehst du bei deinem KI-Kompetenzaufbau?</p>

<p>Meine größten Herausforderungen sind aktuell die rasanten Entwicklungen auf dem Gebiet, die mir das Gefühl vermitteln, dass es schwer ist, up-to-date zu bleiben und Schritt zu halten. Auch sind für mich viele Fragen in Hinblick auf Ethik und Datenschutz, aber auch Urheberrechte, noch nicht abschließend geklärt. Das Thema „KI“ ist unglaublich komplex und weist so viele verschiedene Ebenen auf, mit denen ich mich intensiv auseinandersetzen sollte, dass es teilweise schwer fällt, einen ganzheitlichen Einstieg zu finden und meinem individuellen Lernpfad zu folgen. Auch führen die Diskussionen rund um KI mir an der einen oder anderen Stelle meine eigenen Unzulänglichkeiten und blinden Flecken vor Augen. Nicht zuletzt beschäftigt mich aber auch das Thema „Nachhaltigkeit“ im Kontext von KI. KI-Experimente verbrauchen, je nach Setting, unglaublich viele Ressourcen – aus diesem Grund sollten sie ein Ziel mit Mehrwert verfolgen und Ergebnisse liefern, die an anderer Stelle wieder sinnvoll (um nicht zu sagen: nachhaltig) weiterverarbeitet werden können.</p>

<p>+++</p>

<p>3. Was sind deine Erfahrung mit KI Experimenten?</p>

<p>Ausgehend vom Niveau der Präsentation möchte ich fast behaupten, noch keine Erfahrungen mit KI-Experimenten zu haben. Natürlich habe ich diverse Tools bereits einmal flüchtig ausprobiert: ChatGPT, DeepL, MS Copilot, Claude, Stable Diffusion …</p>

<p>Aber gerade weil der Einsatz von KI meiner Meinung nach nur in begründeten Use Cases erfolgen sollte und ich dienstlich bisher nicht die Möglichkeit dazu habe, hat es bis hier hin privat nur für Zusammenfassungen (zur Zeitersparnis), Übersetzungen und Ideensammlungen gereicht.</p>

<p>Eine Ausnahme stellen die Erfahrungen und Anwendungsfälle (Conversational AI, Prototyping und Datentransformation, Dokumentenanalyse, Automatisierung in Postfächern, …) im Rahmen des absolvierten Online-Kurses „ChatGPT: Was bedeutet generative KI für unsere Gesellschaft“ (openHPI, 2023) dar. <a href="https://open.hpi.de/courses/kizukunft2023">https://open.hpi.de/courses/kizukunft2023</a></p>

<p>+++</p>

<p>4. Aus welchem „KI Kompetenz Level“ siehst du dich aktuell?</p>

<p>Ich finde es sehr schwer, diese Frage zu beantworten – schätze aber, dass ich mich ungefähr bei Level 3 (AI Tools / Use Cases Specific) bewege.</p>

<p>+++</p>

<p>5. Welche Business und Private Domains wären für dich im KI-Kontext spannend?</p>

<p>Business Domains, die für mich im KI-Kontext spannend wären:</p>
<ul><li>Personalisierte Medienempfehlungen durch KI-gestützte Nutzeranalyse</li>
<li>Automatisierte Metadaten-Erstellung</li>
<li>KI-Unterstützung in Hinblick auf (digitale) Barrierefreiheit</li>
<li>…</li></ul>

<p>Private Domains, die für mich im KI-Kontext spannend wären:</p>
<ul><li>KI-Coaching für mentale Gesundheit</li>
<li>KI-gestütztes Zeitmanagement</li>
<li>…</li></ul>

<p>6. Wenn du hinsichtlich KI einen Wunsch frei hättest, dann …. ?</p>

<p>.. würde ich mir wünschen, dass KI verständlich, zugänglich und sinnvoll für alle nutzbar wird – egal ob für den privaten Alltag, die Arbeitswelt oder Bildungseinrichtungen wie Bibliotheken.</p>

<p>KI sollte nicht nur ein Werkzeug für Tech-Experten sein, sondern ein intuitives Hilfsmittel für jede:n, um Wissen zu erweitern, Kreativität zu fördern und den Alltag zu erleichtern.</p>

<p>Aber: damit diese Vision Wirklichkeit werden kann, muss ein Weg gefunden werden, den KI-Einsatz ressourcenschonend und nachhaltig zu gestalten!</p>

<hr/>

<h2 id="meeting-klinik" id="meeting-klinik"><strong>Meeting Klinik</strong></h2>

<p><a href="https://www.linkedin.com/in/sabine-brossart/">Sabine Brossart</a> lud die Teilnehmenden in einer spontanen Session dazu ein, vom Weg abgekommene Meetings einmal genauer unter die Lupe zu nehmen und gemeinsam Lösungsansätze zu entwickeln, um in Zukunft auf Kurs zu bleiben.</p>

<p>Zunächst einmal verschafften wir uns einen Überblick über die verschiedenen Arten von Meetings (dazu habe ich <a href="https://www.teamazing.de/meeting-arten/">hier</a> einen guten Artikel entdeckt) und mögliche Erfolgsfaktoren für deren Gelingen. Anschließend ging es in Teilgruppen in die Analyse echter Beispiele und möglicher „Therapien“.</p>

<p>Wenig überraschendes Fazit: klare Kommunikation ist die halbe Miete!</p>

<hr/>

<h2 id="der-verlorene-kompass-aus-der-annahmefalle-entkommen-ein-escape-game-für-innovation" id="der-verlorene-kompass-aus-der-annahmefalle-entkommen-ein-escape-game-für-innovation"><strong>„Der verlorene Kompass – aus der Annahmefalle entkommen“ – ein Escape Game für Innovation</strong></h2>

<p>Wer kennt es nicht? In der Entwicklung neuer Angebote und Formate wird viel darüber sinniert, was die Kund:innen sich wünschen würden und auf entsprechende „Erfahrungswerte“ zurückgegriffen. Um aus dieser „Annahmefalle“ zu entkommen, hat <a href="https://www.linkedin.com/in/benno-l%C5%93wenberg-4178b1116/">Benno Lœwenberg</a> ein Escape Game entwickelt und mit uns in der Session gespielt.</p>

<blockquote><p>Die Münze im Sandstrand oder die Nadel im Heuhaufen finden? Genug vom Rätselraten über Kundenwünsche? Raus aus der Annahmenfalle mit meinem Escape Game-Workshop „Der verlorene Kompass“!</p>

<p>Entdeckt in meiner 45-minütigen Schnupper-Session, wie Ihr: Kundenverhalten ohne komplizierte Theorien besser versteht und gewünschte Verhaltensänderungen tatsächlich unterstützen könnt.</p>

<p>Erlebt die „Benno-Box“ in der neuesten Version („o3-mini“) – spielerisch, praktisch, sofort anwendbar.</p>

<p>[Benno Lœwenberg auf <a href="https://www.linkedin.com/posts/benno-l%C5%93wenberg-4178b1116_maesnze-nadel-i2c25-activity-7287855890307710976-Rdek?utm_source=share&amp;utm_medium=member_desktop">LinkedIn</a>]</p></blockquote>

<p>Wir haben uns dabei spielerisch und aus zwei verschiedenen Perspektiven (emotional vs. rational) mit Persönlichkeitstypen, Kundenwünschen, Verhaltensmustern und einigem mehr auseinandergesetzt. Teilweise war es schon ein bisschen ’spooky‘, wie gut die Vorhersagen der „Magnet-KI“ zusammengepasst und am Ende ein Bild der potentiellen Kund:in gezeichnet haben.</p>

<hr/>

<h2 id="deep-reading" id="deep-reading"><strong>Deep Reading</strong></h2>

<p>Eine Session, die mich (nicht zuletzt aus beruflichen Gründen) so richtig abgeholt hat, haben <a href="https://www.linkedin.com/in/tanja-wehr-258993b4/">Tanja Wehr</a> und <a href="https://www.linkedin.com/in/bettina-mathar/">Bettina Mathar</a> zum Programm des <a href="https://somebib.writeas.com/tag:i2c25" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">i2c25</span></a> beigetragen.</p>

<p>In 45 Minuten haben sie uns anschaulich und sehr unterhaltsam daran teilhaben lassen, wie sie zu „Business Book Buddies“ geworden sind. Ihre selbst entwickelte Methodik des „Deep Reading“ eröffnet die Möglichkeit, das in Sach-/Fachbüchern Gelesene wirklich zu verinnerlichen und die mitgenommenen Impulse in Arbeit und Alltag einfließen zu lassen.</p>

<p><strong>Die Methode umfasst folgende Schritte:</strong></p>
<ol><li><p>Gemeinsam ein Buch auswählen.</p></li>

<li><p>25 Seiten lesen und Notizen dazu machen.</p></li>

<li><p>Zoom-Call zum gemeinsamen Austausch über das Gelesene.</p></li>

<li><p>Steps 2 und 3 so oft wiederholen, bis das Buch beendet ist.</p></li>

<li><p>Quintessenz zusammenfassen</p></li></ol>

<p>Tanja hat uns an ihren Erkenntnissen teilhaben lassen, dass sie mit „Deep Reading“ zwar langsamer, aber dafür intensiver liest und das Gelesene so besser verankert wird. Dabei ergeben sich fast schon von selbst Querverweise, Ideen und Erkenntnisse mit „Bäm-Effekt“.</p>

<p>Zum Abschluss der Session wurden dann noch rege Buchtipps ausgetauscht.</p>

<p><strong>Buchempfehlungen</strong>:</p>
<ul><li><a href="https://www.buchkatalog.de/hidden-potential-die-wissenschaft-des-erfolgs-9783492072915">Adam Grant: Hidden Potential</a></li>
<li><a href="https://www.buchkatalog.de/alles-immer-wegen-damals-9783423283342">Paula Irmschler: Alles immer wegen damals</a></li>
<li>Wolf Lotter:
<ul><li><a href="https://www.buchkatalog.de/echt-9783430211093">Echt</a></li>
<li><a href="https://www.buchkatalog.de/zusammenhaenge-9783896842817">Zusammenhänge</a></li>
<li><a href="https://www.buchkatalog.de/innovation-9783896842626">Innovation</a></li></ul></li>
<li><a href="https://www.buchkatalog.de/die-mitternachtsbibliothek-9783426308257">Matt Haig: Die Mitternachtsbibliothek</a></li>
<li><a href="https://www.buchkatalog.de/im-grunde-gut-9783499004162">Rutger Bregman: Im Grunde gut</a></li>
<li><a href="https://www.buchkatalog.de/hey-guten-morgen-wie-geht-es-dir-9783608988260">Martina Hefter: Hey guten Morgen, wie geht es dir?</a></li>
<li><a href="https://www.buchkatalog.de/altern-9783446279643">Elke Heidenreich: Altern</a></li></ul>

<p>Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass die Session „Deep Reading“ auch im Veranstaltungsprogramm von Bibliotheken auf große Resonanz stoßen würde. Auf jeden Fall werde ich meiner Kollegin mal einen dahingehenden Impuls geben.</p>

<hr/>

<p>Zum Abschluss gab es noch das „Save the Date“ für das <strong>7. Innovation Culture Camp</strong>, das ich mir direkt im Kalender markiert habe: <strong>31.01.2026</strong>!</p>

<p><a href="https://somebib.writeas.com/tag:EventLog" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">EventLog</span></a></p>
]]></content:encoded>
      <guid>https://somebib.writeas.com/innovation-culture-camp-2025</guid>
      <pubDate>Mon, 19 May 2025 20:44:37 +0000</pubDate>
    </item>
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